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10vor10, 25.10.10: „7000 unbesetzte Lehrstellen“

26 Okt

„Der Mangel an Lehrstellen hat in einen Mangel an qualifizierten Bewerbern umgeschlagen. Defizite unter anderem in Mathematik und räumlicher Vorstellung, oft aber auch zu wenig Motivation sind Ursachen für die Absagen, die die Lehrbetriebe dieses Jahr zu Hauf versenden mussten.“

Videobeitrag: http://www.videoportal.sf.tv/video?id=1b8306f6-c533-4836-9864-b19cbaac3b69

Was sind Ihre Erfahrungen?

Wie man z.B. dem Lehrstellenbarometer von 2007 entnehmen konnte, waren es damals hochgerechnet noch 3000 unbesetzte Lehrstellen.

In den darauffolgenden Jahren durfte man erfreulicherweise – trotz Krise – eine zunehmende Bereitschaft der Fimen feststellen, Lernende auszubilden.

Es scheint aber, dass diese teilweise in den falschen Berufen/Regionen geschaffen wurden. Oder was meinen Sie?

Andererseits haben die Firmen auch mit den abnehmenden Schulabgängerzahlen zu kämpfen, so dass sich die Firmen dazu gezwungen sehen, Jugendliche aus der Warteschlange (rund 18’500) anzusprechen, wovon 9500 bereits im Vorjahr nach einer Lehrstelle suchten.
(s. PDF-Datei: Seite 9, Lehrstellenbarometer, August 2010)

In den kommenden Jahren werden sich die Firmen aufgrund der weiterhin abnehmenden Schülerzahlen noch mehr gezwungen sehen, aus den vermeintlich schwächeren Jugendlichen der Warteschlange (wovon viele aber auch die Zeit nutzen, um sich einen Vorteil gegenüber den aktuellen SchulabgängerInnen zu verschaffen) zu rekrutieren.

Ich habe oben von den „falschen“ Berufen in den falschen Regionen gesprochen. Einige Eltern und Jugendliche haben leider noch nicht erkannt, dass nicht die Jugendlichen vorgeben können, welche Lehrstellen sie möchten, sondern dass der Markt – die Firmen – das Angebot bestimmen, welche Lehrstellen in der Region überhaupt angeboten werden können. Man kann nicht plötzlich 50 neue Spitäler eröffnen, nur weil die Nachfrage nach einem Beruf im Gesundheitswesen so gross ist.

Es ist aber auch den BerufsbildnerInnen nicht gedient, wenn sich Jugendliche dazu gezwungen sehen, einen Beruf zu wählen, für welchen sie schlicht ungeeignet sind und ein Lehrabbruch unvermeidlich wird. Die Quote mit schweizweit rund 20% Lehrvertragsauflösungen u. -wechsel ist schon jetzt viel zu hoch.

Als Vertreter eines poltisch neutralen Vereins steht es mir nicht zu, irgendwelche pauschale Forderungen des SGB nach 10’000 zusätzlichen Lehrstellen zu unterstützen. Es gilt hier zu differenzieren, da es verschiedene Matching-Herausforderungen gibt.
Man sollte je nach Beruf (es gibt bekanntlich über 200) anschauen, ob dafür in der Schweiz geeignete Jugendliche vorhanden sind und wo in der Schweiz diese verteilt sind. Eventuell muss ein Lehrlingsheim geschaffen werden, damit der Nachwuchs in einem entsprechenden Beruf sichergestellt werden kann.
Es soll aber auch berücksichtigt werden, dass es Jugendliche gibt, welche für einen Beruf besonders geeignet wären, für welchen es noch nicht ausreichend Lehrstellen gibt.
Hier geht mein Apell vor allem an Firmen, welche in der Vergangenheit noch nie Lernende ausgebildet haben, zu überlegen, ob sie mit ihrem Unternehmen dazu beitragen können, dass ihr Berufsstand auch langfristig geeignete Nachwuchskräfte rekrutieren kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird die Bereitschaft der Firmen sein – und unter welchen Bedingungen auch immer – Jugendliche im sog. „niederschwelligen“ Bereich zu fördern und ihnen in Form von Attestausbildungen (obwohl diese im Vergleich zu den Anlehren schwieriger sind) Einstiegsmöglichkeiten in die Ausbildung zu bieten.

So konnte man gerade Gestern entnehmen, dass berufliche Grundbildung vor Arbeitslosigkeit schützt.

Ich persönlich bin aber trotz meines sozialen Wesens der Ansicht, dass es auf Seiten von Jugendlichen „No-Go’s“ gibt und Eltern/Jugendliche erkennen müssen, dass gewisse Grundvoraussetzungen gelten müssen und man sich die Unterstützung/den Goodwill verdienen muss.

Der Markt (Berufsverbände? Firmen? Staat?) haben aber dafür zu sorgen, dass diejenigen, welche gewillt sind, eine Ausbildung in Angriff nehmen können. Und ja, die berufliche Grundbildung in der Schweiz klappt mit einer Abschlussquote von 90% (s. PDF, Seite 14) ganz gut.

Es gibt aber trotzdem noch Verbesserungsmöglichkeiten. Auf allen Seiten.

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SF: „Lehrstellen-Frust bei Secondos“

15 Jun

Als Nachtrag zu der bereits im Newsletter und im Blogbeitrag hingewiesenen Studie, noch der Fernsehbeitrag der Tagesschau dazu.

Video-Link: http://videoportal.sf.tv/video?id=703512f5-1282-4ade-8c52-da094d2dad59

LB-Newsletter 2010/03

6 Apr

  1. Über 1000 Gesuche von Lehrstellensuchenden!
  2. Zweiter interkantonaler Lehrstellentag, am 5. Mai 2010
  3. Neues aus der Politik: Lehrstellen für Sans-Papiers
  4. BerufBildungsBrief (Kanton Bern)
  5. Herausgepickt: Schweizerischer KMU Verband
  6. Elternet.ch – unterstützt Eltern in der Medienerziehung
  7. Du hast Fragen? Du suchst Rat? –  Hier wird dir geholfen!
  8. Fritz + Fränzi: Berufswahl-Special
  9. Berufsbilder Schweizer Fernsehen

10.  Last but not least: Werde Lehrstellenbörse-Fan auf Facebook

1. Über 1000 Gesuche von Lehrstellensuchenden!

Noch 4 Monate bleiben bis zum Lehrbeginn im August 2010. Nebst den zahlreichen, noch offenen Lehrstellen auf http://www.lehrstellenboerse.ch fällt auf, dass noch etliche Jugendliche nicht fündig wurden.

Per 08.04.2010 sind noch über 1000 Gesuche von Lehrstellensuchenden aufgeführt.

Sie suchen noch Lernende? Eventuell ist Ihr/-e Kandidat/-in ja dabei?

Falls Sie selbst keine Lehrstelle/Attestausbildung anbieten können, bitten wir Sie, mitzuhelfen, damit noch mehr potentielle Lehrbetriebe auf die Jugendlichen aufmerksam werden.


2. Zweiter interkantonaler Lehrstellentag, am 5. Mai 2010

Am Mittwoch, 5. Mai 2010, führen neun Kantone (AG, BE, FR, JU, NE, SH, SO, ZG und ZH) mit siebzehn Privatradios den zweiten interkantonalen Lehrstellentag durch. Im Fokus dieses gemeinsamen Aktionstages stehen Themen rund um die Berufsbildung, die Lehrstellensuche und die Lehrstellenförderung.

Unter dem Motto «Berufsbildung als Chance» wollen die Veranstalter Unternehmen, Jugendliche und Eltern für die Berufsbildung sensibilisieren und zusätzlich neue Ausbildungsplätze schaffen.

So werden beispielsweise Jugendliche über ihre Erfahrungen bei der Lehrstellensuche berichten, Lehrpersonen beleuchten die Situation des Übergangs von der Schule in die Berufslehre und Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben zeigen auf, welche Erwartungen sie an die zukünftigen Lernenden haben. Unternehmen erfahren, wie sie neue und zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten können. Beiträge und Portraits zu verschiedenen, auch weniger bekannten Berufen runden den Aktionstag mit den Privatradios ab.
In Kürze finden Sie unter www.lehrstellentag.ch mehr Informationen zu den Tagesprogrammen der Privatradios.


3. Neues aus der Politik: Lehrstellen für Sans-Papiers

Jugendliche Sans-Papiers sollen eine Berufslehre absolvieren können. Der Nationalrat hat am 03.03.2010 eine Motion mit diesem Anliegen mit 93 zu 85 Stimmen bei 8 Enthaltungen angenommen.

Weiterführende Informationen


4. BerufBildungsBrief (Kanton Bern)

Im März erschien der aktuelle BerufsBildungsBrief (Pdf-Datei) vom kantonal-bernischen Berufbildungsamt. Die Themen sind u.a.

  • Projekt «Rauchfreie Lehre»: Nichtrauchen macht attraktiv
  • Rechtzeitig planen: Damit auf die Lehre nicht die Leere folgt
  • 2. Interkantonaler Lehrstellentag: «Wir wollen das Image
    der Berufsbildung stärken»
  • Lehrverträge: Bis 21. Juni einreichen
  • Zweijährige Grundbildung: Drei neue Berufe
  • Ausbildungsberatung: Vier diplomierte Berufsbildungsfachfrauen

5. Herausgepickt: Schweizerischer KMU Verband

Der Schweizerische KMU Verband unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer und bietet als Verband zahlreiche Vorteile. Als Mitglied im Schweizerischen KMU Verband profitieren Sie von:

  • Mehrwertpartnerprogramm – Günstiger Einkaufen bei über 100 Firmen
  • Kostenlose telefonische Rechtsberatung
  • Günstiger Reisen buchen über die SKV Reiseagentur
  • Günstiger Telefonieren mit bis zu 20% Rabatt
  • Regelmässige Information durch die monatlich erscheinende Zeitung „Erfolg“
  • Aus- & Weiterbildungsseminare
  • Regelmässige Unternehmertreffen zur Vergrösserung des eigenen Netzwerkes
  • Neugründerförderung
  • Hilfe bei der Kapitalbeschaffung
  • Attraktive Werbemöglichkeiten
  • Auskünfte zu KMU-Fragen

Weitere Infos und Anmeldung auf www.kmuverband.ch


6. Elternet.ch – unterstützt Eltern in der Medienerziehung

Ein Muss für alle Eltern und Jugendlichen, die sich sicher und medienkompetent im Internet bewegen wollen: http://www.elternet.ch

Empfehlenswert: „Soziale Netzwerke: Facebook & Co.“

Weitere Linksammlungen zum Thema „Medienkompetenz


7. Du hast Fragen? Du suchst Rat? – Hier wird dir geholfen!

Egal, ob du Fragen zur Berufswahl, der Lehrstellensuche oder Fragen zu anderen Dingen hast, die dich gerade beschäftigen – es gibt fast für alle Fragen irgendwo Jemand, der dir weiterhelfen kann. Getrau dich, Fragen zu stellen und falls nötig Hilfe anzunehmen.

Diese Angebote könnten hilfreich sein:

Bei Fragen rund um die Berufswahl, Lehrstellensuche, Schwierigkeiten in der Lehre

Das Online-Forum für Fragen rund um die Berufswahl

Kt. Bern: Chummerchaschte – Vertrauliche Fragen stellen

KV Schweiz: Sorgenecke für Lernende

Bei allen anderen Fragen

Tschau.ch – Online und anonym Fragen stellen

Fachstellen

1001 Adressen (Fritz + Fränzi)


8. Fritz + Fränzi: Berufswahl-Special

„Der richtige Beruf: Was soll aus uns werden?“

„Lehrlinge: Was Arbeitgeber sich von ihnen wünschen.“

„Ratgeber: Tipps rund um die Lehrstellensuche.“

Diese und weitere Themen findet man in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Fritz + Fränzi“


9. Berufsbilder Schweizer Fernsehen

Zu über 60 Berufen hat das Schweizer Fernsehen Videoclips gedreht. Schau rein!


10. Last but not least: Werde Lehrstellenbörse-Fan auf Facebook

Du willst regelmässig Neuigkeiten aus dem Lehrstellenmarkt oder willst einfach mithelfen, damit noch mehr Jugendliche und Firmen auf die offenen Lehrstellen / Gesuche aufmerksam werden? Dann unterstütze uns und werde Fan auf Facebook. Merci vielmal!



Die Lehrstellenboerse.ch wird unterstützt durch die Hauptförderer, die Stiftung Mercator Schweiz und die Volg Konsumwaren AG

und dem Medienpartner, das St. Galler Tagblatt


Verein lehrstellenboerse.ch
Sandstrasse 5
3302 Moosseedorf

Telefon: 031 850 10 27
Natel: 079 681 27 25

info@lehrstellenboerse.ch
http://www.lehrstellenboerse.ch

Disziplinprobleme bei Lehrlingen (Schweizer Fernsehen, 10vor10)

8 Feb

„Jedes Jahr lösen in der Schweiz Schätzungen zu Folge rund 17′ 000 Lehrlinge ihren Lehrvertrag auf. Experten orten Disziplinprobleme: Viele Lehrlinge gehen Problemen aus dem Weg, sind nicht kritikfähig. Einige scheitern gar schon bei der Bewerbung.“

Lehrbetriebe hoffen auf Bildungstest (SF Tagesschau)

25 Jan
Der Schweizerische Gewerbeverband kritisiert das Bildungsniveau in der Schweiz. «Aus Sicht der Lehrbetriebe sind immer weniger Schulabgänger in der Lage, eine berufliche Grundbildung erfolgreich abzuschliessen», sagt Direktor Hans-Ulrich Bigler gegenüber der Zeitung «Sonntag». Jede fünfte vorhandene Lehrstelle könne deshalb nicht besetzt werden. Ein landesweit durchgeführter Test soll nun helfen, das zu ändern.
Zum kompletten Artikel mit Kommentaren geht’s hier:

Lehrlingsmangel im Baugewerbe (Schweizer Fernsehen, Schweiz aktuell)

6 Nov

„Im letzten Monat ist die Arbeitslosigkeit auf vier Prozent gestiegen. Die Jungen Stellensuchenden machen weiterhin eine grosse Zahl aus. Doch im Kanton Thurgau zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Auf eine Lehrstelle, beispielsweise als Heizungsinstallateur, gibt es teilweise nur eine Bewerbung. Trotzt Krise auf dem Arbeitsmarkt müssen gewisse Firmen ihre Lehrlinge richtiggehend suchen. Ein Bericht von Simon Christen.“

10 vor 10: „Crashkurs für Lehrlinge“

19 Aug

Ich wurde soeben auf einen Fernsehbeitrag in der Sendung „10 vor 10“ vom Schweizer Fernsehen aufmerksam gemacht.

Das Thema: „Crashkurs für Lehrlinge“

„Für Tausende Jugendliche hat in diesen Tagen der Einstieg ins Berufsleben begonnen. Statt die Schulbank zu drücken, werden jetzt neue Fähigkeiten gewünscht. Damit sich die Lehrlinge auf ihren neuen Alltag besser einstellen können, organisiert eine Elektronikfirma jeweils eine Seminarwoche in den Bergen. Dort lernen die neuen Lehrlinge anzupacken.“

10 vor 10 vom 14.08.2009 um 21:50 Uhr

http://videoportal.sf.tv/video?id=cbbbf21e-8567-4e3d-95e3-7b781223d164

Dossiers zu den Themen „Jugendarbeitslosigkeit“ / „Berufswahl“

18 Apr

Im Schweizer Fernsehen finden sich Dossier zu den Themen „Jugendarbeitslosigkeit“ und „Berufwahl“. Und auch Radio DRS widmet der „Jugendarbeitslosigkeit“ ein Dossier.

Dossier „Jugendarbeitslosigkeit“ auf Radio DRS

Dossier „Jugendarbeitslosigkeit“ auf „SF Wissen“

Dossier „Berufswahl“ auf „SF Wissen“

20071011 – Tagesanzeiger – „1800 neue Ausbildungsplätze für schwache Schüler in der Schweiz“

11 Okt

Unter dem Titel „1800 neue Ausbildungsplätze für schwache Schüler in der Schweiz“ berichtet der Tagesanzeiger über die jüngsten Erfolge des Projekts „Speranza 2000“

Auch die Basler Zeitung berichtet mit „Speranza hat über 1800 Ausbildungsplätze geschaffen“ darüber.

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Weiterführende Informationen:

1. Projekt Speranza 2000

2. „Verzweifelt gesucht: Eine Lehrstelle!“ (SF1, 24.04.07, der Club)

Die Herren Otto Ineichen und Marinko Jurendic von Speranza 2000 in der Sendung „der Club“.

Am 24.04.07 strahlte das Schweizer Fernsehen einen Beitrag zum Thema „Verzweifelt gesucht: Eine Lehrstelle!“ aus. Wenn Sie den Beitrag verpasst haben, können Sie dies nun nachholen.

Unter der Leitung von Frau Christine Maier diskutierten:
– Frau Sanja Levnajic, Schülerin, bewarb sich auf Plakatwand [Inzwischen konnte auch sie eine Lehre finden]
– Herr Otto Ineichen, Unternehmer, Nationalrat FDP/LU
– Herr Gaetano Lentini, Leiter Berufsbildung Genossenschaft Migros Basel
– Herr Marinko Jurendic, Lehrer, Lehrlingscoach „Speranza 2000“
– Herr Serge Imboden, Vizedirektor Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT
– Herr Lucas Landolt, Lehrstellenförderer Kanton AG

SF – Bewerbung ohne Namen („smart selection“ Kanton Zürich)

9 Okt

Bewerbung ohne Namen

Bessere Berufschancen für junge Ausländer

„Ausländische Jugendliche sollen dank anonymen Bewerbungen bessere Aussichten auf eine Lehrstelle erhalten. KV Schweiz hat in Zürich mit «smart selection» ein entsprechendes Pilotprojekt gestartet.“

«Wer den falschen Nachnamen trägt, wird oft gar nicht für eine Schnupperlehre oder ein Vorstellungsgespräch eingeladen», sagte Rolf Margreiter, Ressortleiter Jugend im Kaufmännischen Verband (KV) Schweiz.

Keine Chancengleichheit

So hätten ausländische Jugendliche laut einer Studie der Universität Freiburg bei gleichen Qualifikationen wie Schweizer eine vier Mal schlechtere Chance, eine Lehrstelle zu finden.

Mit dem Zürcher Pilotprojekt «smart selection» will KV Schweiz laut Margreiter diese Chancendefizite nun angehen und damit auch der «sozialen Zeitbombe» Jugendarbeitslosigkeit begegnen. 40 Betriebe mit insgesamt rund 100 Lehrstellen hätten ihre Beteiligung bereits zugesagt.

Einjähriges Pilotprojekt

In dem branchenübergreifenden einjährigen Projekt sollen Erkenntnisse zur anonymen Bewerbung auf dem Lehrstellenmarkt gewonnen und damit Objektivität und Chancengleichheit gestärkt werden.

Zentrales Instrument sind dabei die anonymen Online-Bewerbungsprofile von Lehrstellensuchenden auf der Plattform «We-are-ready». Dort können die Jugendlichen kostenlos ihre bei einer Bewerbung üblichen Angaben hinterlegen.

(ap/stom)
Hier geht’s zum vollständigen Beitrag vom Schweizer Fernsehen!

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Weiterführende Informationen:

1. Im Beitrag wird auf eine – nicht repräsentative, aber doch lesenswerte – Studie von der Universität Fribourg hingewiesen. Weitere Informationen finden Sie unter www.lehrlingsselektion.info

2. Eine Organisation, die sich für eine faire, chancengleiche Selektion bei der Lehrlingsauswahl einsetzt, ist das National Coalition Building Institute (NCBI).

Dazu ist in der Vergangenheit (2005) auch ein Buch erschienen mit dem Titel: „Fairness für Jugendliche fremder Herkunft in der Schule und bei der Lehrstellensuche

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