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7 Empfehlungen auf dem Weg von der Berufswahl bis zur Lehrstelle

7 Apr

 

1. Berufswahlfahrplan: Zeitpunkt der Berufswahl & Lehrstellensuche gut planen – zur Vorbeugung einer „falschen“ Berufswahl & verspäteten Lehrstellensuche

Zunächst ist es wichtig, dass man sich für die Berufswahl genügend Zeit nimmt: Bei über 250 verschiedenen Lehrberufen, sollte man sich frühzeitig über die Berufe informieren, um 3-4 Berufe auszumachen, die zu den eigenen Stärken passen.

Erfahrungsgemäss empfiehlt es sich, sich in der 7. Klasse etwa im Frühling mit der Berufswahl zu beschäftigen, damit man dann während der 8. Klasse die zahlreichen (meist im Herbst stattfindenden) Berufsmessen besuchen kann.

Die kantonalen Lehrstellennachweise (LENA) veröffentlichen die offenen Lehrstellen meist Ende August des Vorjahres (also mit Beginn der 9. Klasse). Zu beachten gilt es aber auch, dass viele (Gross-)Firmen die Lehrstellen bereits im 2. Semester der 8. Klasse auf ihrer eigenen Webseite, diversen Lehrstellen- und Jobportalen sowie in regionalen Zeitungen ausschreiben.

Anmerkung: Es gab einmal ein sog. „Gentlemen’s Agreement“ von 1989, in welchem Lehrbetriebe dazu angehalten wurden die Lehrverträge erst ab November des Vorjahres abzuschliessen. Zahlreiche Fairplay-Projekte in verschiedensten Kantonen scheiterten allerdings. Insbesondere bei Lehrstellen in der Banken-, Versicherungs- und Chemiebranche gilt es, die Augen schon gegen Ende der 8. Klasse offen zu halten.

Es wäre daher schade, wenn man in der 9. Klasse erst nach den Winterferien merkt, welche Berufe zu einem passen würden und dann viele Lehrstellen bereits vergeben wurden, weil ausgerechnet diese Berufe sehr beliebt sind.

Auch deshalb ist es wichtig, dass man sich nebst dem Traumberuf noch 2-3 weitere Berufe heraussucht, wo man sich gut vorstellen könnte eine Ausbildung zu machen. Es wäre ungünstig, wenn man sich dann im Frühling der 9. Klasse überstürzt für einen Beruf entscheidet, welchen man gar nicht wirklich kennt und dann die Lehre abbrechen muss/will, weil man überfordert oder unterfordert ist und der Beruf gar nicht wirklich zu einem passt. Mit einem Lehrabbruch ist weder sich selbst noch dem Lehrbetrieb gedient, der dann kurzfristig wieder Ersatz suchen muss.

Fazit:

Eine frühzeitige Berufswahl ist wichtig, damit man sich in Ruhe für die richtigen Berufe entscheiden kann und nicht Gefahr läuft, die Lehre wegen falscher Berufswahl abzubrechen.

Eine rechtzeitige Lehrstellensuche ist ebenfalls wichtig, damit man beliebte Lehrstellen nicht verpasst. Man sollte sich dabei nicht nur auf Lehrstellen im Traumberuf bewerben, sondern auch auf Lehrstellen der anderen 2-3 möglichen Berufe, damit man auch diese nicht verpasst.

Links:


2. Eigene Interessen & Stärken kennenlernen

Noch bevor man versucht sich im Dschungel der zahlreichen Berufe einen Überblick zu verschaffen, sollte man sich Gedanken über die eigenen Interessen und Talente machen. Es muss nicht immer das KV oder Gymnasium sein.

Eine erste Hilfe bietet dabei der Interessens-Check auf Berufsberatung.ch

Zweitens ist es immer auch wichtig, die eigene Wahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung Anderer zu vergleichen. Dazu kann es helfen, wenn man sich an einen (oder mehrere) Vertrauensperson(en) wendet, welche die Stärken und Schwächen gut einschätzen können. Dies können z.B. Vertrauenslehrer/-innen, Trainer/-innen in einem Verein, Jugendarbeiter/-innen, Eltern, Grosseltern, Götti/Gotte, Geschwister/Cousins – und später auch Berufsberater/-innen sein.

Möglicherweise kommen so Stärken & Talente zu Tage, welche einem persönlich gar nicht so bewusst waren und die man weiter fördern sollte – oder man merkt, dass man sich in gewissen Bereichen überschätzt, wo man sich eventuell noch verbessern könnte/müsste.


3. Berufe kennenlernen

Nun geht es darum, sich einen Überblick über die verschiedenen Berufe zu verschaffen. Hierfür gibt es zahlreiche empfehlenswerte Quellen:

a) myberufswahl.ch / berufsberatung.ch:

Ein MUSS für die Berufswahl ist sicherlich www.myberufswahl.ch resp. www.berufsberatung.ch, wo alle Berufe beschrieben sind.

b) Berufsinformationszentren (BIZ)

Lieber einmal zu oft ins BIZ gehen als zu wenig! Hier findet man die Adressen aller BIZ.

c) Videoclips

Sehr zu empfehlen sind dabei auch Videos, wo zahlreiche Berufe porträtiert werden – je nachdem kann man sich so das Schnuppern des einen oder anderen Berufs sparen. Unter SRF mySchool, DeinBeruf.ch sowie Berufsberatung.ch wird man fündig.

d) Berufswahlanalyse

Weiter kann auch die „Berufswahlanalyse“ mithelfen, eine persönliche Wunschliste zusammenzustellen.

e) Berufsmessen, Tage der offenen Tür & Schnuppern

In den meisten Kantonen finden im Herbst oder Frühling jährlich oder alle 2 Jahre Berufsmessen statt. Hier ein Überblick

Zudem empfiehlt es sich „Tage der offenen Tür“ bei Lehrbetrieben und allgemeine Infoveranstaltungen zu besuchen.

Sobald man sich ein paar Berufe herausgesucht hat, kann man sich bei Unternehmen nach einer Schnupperlehre erkundigen. Idealerweise geht man bei einem Unternehmen schnuppern, welches im gewünschten Jahr auch eine entsprechende Lehrstelle anbieten kann. Beim BIZ erhält mal einen Auszug aus dem sog. „Lehrfirmenverzeichnis“ (LEFI) – d.h. das sind alles Firmen, welche die kantonale Bewilligung haben, den gesuchten Beruf auszubilden. Es kann sein, dass manche dieser Unternehmen erst in 3-4 Jahren wieder eine Lehrstelle anbieten können.

Tipps rund um’s Schnuppern gibt es u.a. auf Berufsberatung.ch und im empfehlenswerten Berufswahlordner (PDF) vom Kanton Solothurn. (www.berufswahlordner.ch)

f) Info’s von Berufsverbänden

Schweizweit gibt es über 150 Berufsverbände, welche für die über 200 Berufe zuständig sind. Auf deren Webseite findet man oft weitere Informationen zum Beruf, ob z.B. ein Eignungstest/Vorkurs nötig ist und Infos zu Veranstaltungen. Im Berufsverzeichnis findet man den für den Beruf zuständigen Berufsverband.

Manche Berufsverbände führen je nachdem nebst einer Mitgliederliste auch eine Lehrbetriebsliste (nützlich für’s Schnuppern), oder bieten sogar ein eigenes Lehrstellenportal an. Andere wiederum bieten sogar gezielt Unterstützung bei der Lehrstellensuche.

g) Arbeitsmarktinfo, Lohn, Rechte & Pflichten

Wer sich für Arbeitsmarktinformationen interessiert, wie z.B. Chancen im Arbeitsmarkt, Lohn, Weiterbildungsmöglichkeiten, findet auf Arbeitsmarktinfo.ch entsprechende Zahlen.

Weitere Quellen zum „empfohlenen“ Lohn in der Lehre gibt es hier. Alles nötige zu Rechten & Pflichten gibt’s in der umfangreichen Gratisbroschüre „Ich kenne meine Rechte


4. Eigene Stärken vs. Voraussetzungen für den Beruf

Wenn man die eigenen Stärken kennt, kann man schauen, welche Voraussetzungen von Nöten sind, um den Anforderungen im Beruf gerecht zu werden.

a) Berufslexikon

Zunächst empfiehlt sich einen Blick ins „Berufslexikon“. Dorf wird z.B. erklärt was „EFZ“ und „EBA“ bedeuten. EBA-Berufe sind unter Berufe-Easy.ch noch besser beschrieben.

b) Anforderungsprofile

Seit ein paar Jahren gibt es auch die Seite Anforderungsprofile.ch, wo man seine Fähigkeiten mit den Anforderungen der meisten Berufe vergleichen kann.

Falls man für einen Beruf noch gewisse Lücken hat, so kann man in diesem Bereich gezielt noch Unterstützung suchen, falls es unbedingt dieser Beruf sein soll.

c) Eignungstests von Berufsverbänden / Lehrbetrieben oder Drittanbieter

Manche Berufsverbände (z.B. der AGVS – Auto Gewerbe Verband Schweiz) bieten einen eigenen Eignungstest an, oder grössere Firmen verfügen oft auch über einen eigenen Test, der sie bei der Auswahl der passenden Lernenden unterstützen soll.

Hinzu kommen allgemeine Test von Drittanbietern wie z.B. Multicheck, Basic-Check, Stellwerk-Check oder Kompass. Je nach Kanton und Beruf werden andere Tests bevorzugt und explizit verlangt. Manche Unternehmen verzichten komplett auf diese Tests.

Diese Tests werden von den Unternehmen als zusätzliche Ergänzung/Entscheidungshilfe zu den weiteren Bewerbungsunterlagen, evt. firmeneigenem Eignungstest, Schnupperwochen und Vorstellungsgespräch hinzugezogen.

Weiter gilt zu beachten, dass Manche die Tests bereits in der 8. Klasse machen und je nach Tagesform und Wissensstand der Test eher schlechter ausfallen kann, als wenn man den Test in der 9. Klasse macht.

d) Rolle der Eltern

Die Eltern nehmen auch Heute noch eine zentrale und wichtige Rolle bei der Berufswahl ein und können insbesondere helfen, die Stärken aufzuzeigen oder können Beziehungen spielen lassen.

Hier sei anzumerken, dass sich die Anforderungen und allein nur schon die Namen vieler Berufe seit der Zeit als die Eltern eine Lehre gemacht haben (falls sie eine Lehre gemacht haben) stark verändert haben. Das heisst nicht, dass die Eltern keine Hilfe bei der Berufswahl sein können. Normalerweise sind sie aber auch keine ausgebildeten Berufsberater/-innen, welche über alle Berufe Bescheid wissen – was ja auch nicht schlimm ist.

Wie Eltern bei der Berufswahl unterstützen können, findet man z.B. hier oder im Berufswahlordner.

Regelmässige Besuche bei Berufsberater/-innen und Schnuppertage sind unumgänglich, um einen Beruf und die heutigen Anforderungen an diesen Beruf kennenzulernen.


5. Kanäle für die Lehrstellensuche

a) Lehrstellenportale

Zunächst gilt es einmal die grossen Lehrstellenportale abzuklappern. Nebst den kantonalen Lehrstellennachweisen (LENA), erlaube ich mir auch unseren gemeinnützigen Verein mit der Plattform www.lehrstellenboerse.ch zu erwähnen, wo man selbst als Jugendliche/-r auch gratis ein eigenes Lehrstellengesuch aufgeben kann. Empfehlenswert ist auch die Plattform www.brav.ch, wo man ein Such-Abo einrichten kann.

b) Berufsverbände

Wie bereits erwähnt führen manche Berufsverbände nebst einer Mitgliederliste auch eine Lehrbetriebsliste oder gar eine eigene Lehrstellenbörse. Je nachdem sind dort Lehrstellen dabei, welche nicht im LENA oder bei uns ausgeschrieben sind.

c) Jobplattformen / (Online-)Zeitungen

Viele Unternehmen inserieren ihre offenen Lehrstellen aber auch auf den gängigen Jobportalen oder regionalen Zeitungen. Dabei möchte ich www.jobagent.ch herauspicken.

d) Webseiten von Grossfirmen

Manche Unternehmen sind regional so stark verankert und bekannt, dass sie ihre Lehrstelle auf keinem Lehrstellenportal ausschreiben sondern nur auf der eigenen Webseite.

e) „Neue“ Firmen dazu bewegen, Lernende auszubilden

Laut den „Fakten und Zahlen 2016“ (PDF, Seite 12) zur beruflichen Grundbildung bilden durchschnittlich 40% aller Unternehmen Lernende aus. Je nachdem kann man ja ein Unternehmen dazu animieren, erstmals eine Lehrstelle zu schaffen? Hier ein paar Argumente für (noch) nicht ausbildende Unternehmen.

f) Vitamin B

Last but not least seit hier noch das berühmte Vitamin B zu erwähnen. Vielleicht können Eltern, Onkel/Tanten das Beziehungsnetz etwas spielen lassen. Wer das nicht wirklich nutzen kann, soll die Flinte aber nichts in Korn werfen. Es gibt vielerorts auch sog. „Mentoringstellen“, wo man sich als Mentee regelmässig mit einem Mentor/einer Mentoring treffen kann und er/sie oft ein gutes Beziehungsnetz in der Arbeitswelt haben.


6. Unterstützungsangebote nutzen / Brückenangebote

a) Kantonale Berufsbildungsämter / BIZ

Jedes kantonale Berufsbildungsamt unternimmt besondere Anstrengungen, damit die Jugendlichen in deren Kantonen eine Ausbildung ermöglicht wird. Informieren Sie sich über deren Unterstützungsmöglichkeiten wie z.B. Mentoringprogramme, „Last-Call“, „Lehrstelle JETZT“, etc.

b) Mentoringstellen

Es gibt nebst den teilweise von den Kantonen angebotenen Mentoringstellen auch private, regionale Mentoringstellen wie z.B. www.jobcaddie.ch, www.alpgrauholz.ch, http://schweiz.rockyourlife.org/ – um einige zu nennen.

c) Jugendarbeitsstellen / Schulen

Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Bewerbungswerkstätten, welche in vielen Jugendarbeitsstellen oder auch in Schulen angeboten werden. Schade, wenn man diese nicht nutzt.

d) Brückenangebote / Zwischenlösungen

Informationen zu Brückenangeboten oder Zwischenlösungen gibt’s auch wieder auf Berufsberatung.ch


7. Tipps für die Bewerbung / Was tun bei Absagen

Wenn man die passende Lehrstelle gefunden hat, geht es darum, dass man bei der Bewerbung heraussticht und keine Flüchtigkeitsfehler macht.

Unter Berufswahlordner.ch sowie Berufsberatung.ch findet man nützliche Bewerbungstipps und auch Empfehlungen, wie man mit Absagen umgehen kann.

Viel Erfolg!

Adresslisten Berufsverbände / Ausbildungs- und Prüfungsbranchen

13 Dez

Im Berufsverzeichnis vom BBT sind alle zuständigen Berufsverbände aufgeführt:

Lehrstellen EFZ: Liste aller EFZ anzeigen (PDF)

Lehrstellen EBA: Liste aller EBA anzeigen (PDF)

Weiter gibt es bei den Detailhandelsfachmänner/-frauen und Kaufmänner/-frauen bekanntlich etliche verschiedliche Branchen.

Detailhandel: Adressliste A+P-Branchen (PDF) [Quelle]

KV: Branchenliste des BBT (1. September 2011) (xls-Datei) [Quelle]

Kein Geheimnis: So würde ich in der Schweiz nach einer Lehrstelle suchen…

13 Aug

(1) …wenn ich für 2010 eine Lehrstelle suche:

Jährlich, jeweils im September des Vorjahres öffnen in der Deutschschweiz die kantonalen Lehrstellennachweise ihre Listen mit den als offen gemeldeten Lehrstellen. Dann beginnt der grosse Ansturm auf die Lehrstellen. Auch auf anderen Internetportalen (s. Linksammlung) und bei uns (http://www.lehrstellenboerse.ch) werden dann die meisten Lehrstellen ausgeschrieben.

Die erste Adresse für die Lehrstellensuche sollten also die Lehrstellenportale sein.

(2)…wenn ich jetzt noch keine Lehrstelle hätte und auf obigen Portalen keine Lehrstelle mehr ausgeschrieben ist:

Ich möchte hier die Frage etwas detaillierter beantworten, was ich persönlich machen würde, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Lehrstelle hätte und weder im Lehrstellennachweis (LENA) noch in den anderen Lehrstellenbörsen fündig geworden wäre:

Dabei werde ich die Zusammenstellung wiefolgt gliedern:

Teil 1: Die systematische Suche nach Lehrstellen.

Teil 2: Das Erkennen der wirtschaftlichen Gegebenheiten und Herausforderungen am eigenen Standort

Teil 3: Kenntnisse über die eigenen Stärken und Schwächen

Teil 4: Wer kann helfen, sinnvolle Lösungen zu finden?

Teil 1:

Die systematische Suche nach Lehrstellen.

Ausgangslage:

1. Nicht alle Lehrbetriebe schreiben die Lehrstellen im Internet aus.

Ziel 1: Ausbildungsberechtigte Firmen finden, welche bereit und in der Lage sind, noch eine Lehrstelle anzubieten, obwohl diese nicht im Internet ausgeschrieben sind.

2.  Nicht alle Firmen, bilden Lernende aus.

Ziel 2: Firmen finden, welche sich bereit erklären das erste Mal Lehrstellen anzubieten. Dabei muss die Ausbildungsberechtigung vom Berufsbildungsamt erteilt werden. Wenn nicht alle Module in einem Betrieb angeboten werden können, gibt es auch die Möglichkeit der sog. Lehrbetriebsverbünde. (http://www.verbuende.ch/)

1. Kontaktaufnahme mit dem kantonalen Berufsbildungsamt

http://www.adressen.sdbb.ch/search.php?form=advanced&typ=9&go=1&lang=d

Dort wird in Zusammenarbeit mit den Berufsinspektoren und kantonalen Hilfsprogrammen und allfälligen Brückenangeboten versucht, eine Lösung zu finden.

2. Beim Berufbildungsamt oder dem regionalen Berufsinformationszentrum (BIZ) einen Auszug aus dem Lehrfirmenverzeichnis (LEFI) verlangen/einfordern.

Jeder Kanton prüft die Ausbildungsberechtigung eines Betriebs und stellt sicher, dass dieser auch wirklich ausbilden darf. Diese Betriebe werden dann im sog. „Lehrfirmenverzeichnis“ eingetragen.

Selbstverständlich gibt es viele Firmen, welche nur alle 3-4 Jahre eine Lehrstelle anbieten können. Zum Schutz der Firmen ist es in vielen Kantonen so, dass man nur für Schnupperplätze einen Auszug aus dem Lehrfirmenverzeichnis erhält. Gerade in einer so späten Phase ist es oftmals so, dass man mit dem vom Berufsbildungsamt zugeteilten Berater diese Liste nochmals durchgehen darf und abklärt, ob vielleicht der eine oder andere Lehrbetrieb in der Lage ist, eine zusätzliche Lehrstelle anzubieten resp. eine neue Lehrstelle zu schaffen.

Dies sind wie gesagt Firmen, welche bereits eine Ausbildungsberechtigung haben.

3. Ist es sehr zu empfehlen, dass man mit dem zuständigen Berufsverband, resp. der regionalen Sektion Kontakt aufnimmt.

Welcher Verband für den gewünschten Beruf in Frage kommt, das kann man im Berufsverzeichnis vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie ausfindig machen:

http://www.bbt.admin.ch/bvz/grundbildung/index.html?lang=de

Warum das?

Meistens verweisen die Berufsverbände auf die Lehrstellen im kantonalen Lehrstellennachweis. Manche führen aber eine eigene Lehrbetriebsliste oder gar eine eigene Lehrstellenbörse.

Man muss hier bedenken, dass nicht alle Firmen auf die Umfragen und Anfragen der Berufsbildungsämter reagieren (das ist je nach Kanton unterschiedlich gut). Es kann also sein, dass in einer Lehrbetriebsliste eines Berufsverbands ein Betrieb steht, welcher im Lehrfirmenverzeichnis zwar geführt (er ist ja anerkannter Lehrbetrieb), aber die Lehrstelle nicht im kantonalen Lehrstellennachweis ausgeschrieben hat.

Zweitens kann es sein, dass der Berufsverband keine eigene Lehrbetriebsliste oder Lehrstellenbörse führt. Sicher führt der Berufsverband aber eine Mitgliederliste.

Statt, dass man mühsam im Telefonbuch (www.directories.ch) nach Firmen sucht, ist es also nahe liegend, dass man gleich beim Berufsverband die Mitgliederliste abarbeitet. (Auch hier muss man natürlich sagen, dass nicht alle Firmen in einem Mitgliederverzeichnis geführt sind – die grosse Mehrheit aber schon)

Wenn man nun diese Mitgliederliste abarbeitet, wird man also auch auf Firmen stossen, welche bisher noch nie Lehrstellen angeboten haben, d.h. diejenigen, die nicht im Lehrfirmenverzeichnis (LEFI) vom Kanton geführt sind. Und genau das ist nun unsere zweite Zielgruppe.

Das Ziel: Eine Firma so von sich zu überzeugen, dass sie sich dazu bereit erklärt, erstmals eine Lehrstelle anzubieten.

Tipps für neu werdende Lehrbetriebe, was man als Lehrbetrieb mitbringen muss, welche Kurse man belegen muss, etc. erhält man beim kantonalen Berufsbildungsamt, resp. man kann sich unter der Informationsplattform vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie bereits vorinformieren:  http://www.berufsbildungplus.ch/index.php?id=100

4. Gewerbeverband

In der Schweiz gibt es über 500 Gewerbevereine, welche in Gewerbevereinsbezirken, kantonalen und schliesslich dem nationalen Gewerbeverband angeschlossen sind.

Viele kantonale und regionale Gewerbevereine sind Hauptverantwortlich für die lobenswerten Berufbildungsmessen und Gewerbeausstellungen.

Um das regionale Gewerbe zu stärken, gibt es Wirtschaftsförderungsstellen mit Kooperationen unter Berufs- und Branchenverbänden in den entsprechenden Regionen/Bezirken. In den Gewerbeverbänden findet man also einen Mix aus den in der Region dominierenden Firmen – verschiedenster Branchen.

Ideal wäre hier natürlich, wenn man eine Liste der angeschlossenen Gewerbevereinsmitglieder erhält, welche in der gewünschten Branche arbeiten. Der Gewerbeverein/-verband als Solcher kann aber vielleicht zusätzlich mittels Vereinsbroschüre, und Info-Mail an die Mitglieder mithelfen, auf eine gesuchte  resp. angebotene Lehrstelle aufmerksam zu machen.

Hier findet man die Adressen der Gewerbeverbände: http://www.sgv-usam.ch/verband/mitglieder.html

5. Medien nutzen

Die Listen der obgenannten Mitglieder durchzugehen, um (1.) bestehende Lehrbetriebe mit offenen Lehrstellen, und (2.) ausbildungswillige, neue Firmen zu finden, das ist das A und O jeder Lehrstellensuche.

Gerade um „neue Firmen“ zu finden, ist es aber auch empfehlenswert, wenn man die bestehenden Medien (1. Zeitungen, 2. Radio, 3. TV und 4. Internet) nutzt, um in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam zu machen.

Erinnern Sie sich noch an Frau Levnajic, die sich im 2007 auf einer Plakatwand um eine Lehrstelle bewarb? [Inzwischen konnte auch sie eine Lehrstelle finden]: https://blog.lehrstellenboerse.ch/2007/04/24/der-club-verzweifelt-gesucht-eine-lehrstelle-240407/

5.1. Zeitungen

  • St. Galler Tagblatt veröffentlicht wöchentlich offene Lehrstellen. Das St. Galler Tagblatt druckt wöchentlich Lehrstellen aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden in der samstäglichen Lehrstellenseite ab. Interessierte Lehrbetriebe wenden sich bitte an uns: info@lehrstellenboerse.ch

5.2. Radio

Radiostationen halfen in der Vergangenheit regelmässig mit und werden dies bestimmt auch in Zukunft tun:

http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/schauplatz-schweiz/2758.sh10027987.html

http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/espresso/2649.sh10028967.html

5.3. TV-Stationen / Video-Portale

Auch TV-Stationen und Webportale helfen oftmals mit, via Newsbeiträge auf aktuelle Meldungen zum Lehrstellenmarkt hinzuweisen.

Es kommt kaum vor, dass ein/-e Einzelne/-r übers Fernsehen resp. ein Videoportal auf sich aufmerksam machen kann.

http://www.sf.tv/sfwissen/dossier.php?docid=10102&navpath=wir

http://www.sf.tv/sendungen/myschool/listen/list_miniclips.php

Bewerbungsvideo im Internet

Weiter gibt es vermehrt Videoportale, bei welchen versucht wird, dass Jugendliche mittels Bewerbungsvideo auf sich aufmerksam machen können um sich etwas von der Masse abzuheben. Dies ist in der Schweiz aber noch nicht sehr verbreitet – zudem ist ein Bewerbungsvideo nicht immer sinnvoll.

http://www.it-job-blog.de/blog/bewerbung/bewerbungsvideo/

http://www.hobsons.ch/de/karriere/bewerbung/bewerbungsvideo.html

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch nicht möglich, dass auf unserem Portal Firmen und Jugendliche ein Firmenvideo oder Bewerbungsvideo hochladen können. Falls gewünscht, können wir anbieten, dass wir Bewerbungsvideos in unserem Videokanal auf Youtube.com verlinken – die Frage ist einfach die, ob es gewünscht wird, dass das Bewerbungsvideo für alle Youtube-Nutzer sichtbar ist?

Unser Videoclip:

5.4.  Internet

Nebst Zeitungen, Radio und TV-Stationen gibt es noch das Welt-Weite-Web, über welches man via verschiedensten Portalen auf sich aufmerksam machen kann.

Worauf man bei der Lehrstellensuche übers Internet achten sollte, dazu habe ich eine entsprechenden Beitrag zusammengestellt: Über Medienkompetenz und die Lehrstellensuche via Facebook, MySpace, Netlog, Twitter & Co.

Bei Online-Bewerbungen gibt es zudem zwei sehr, sehr wichtige Punkte, worauf man unbedingt achten sollte.

  1. „Normale“ E-Mail-Adressen und rufe diese regelmässig ab. Wäre „dumm“, wenn du eine Einladung verpasst.
  2. Falls du ein Bewerbungsfoto hochlädst/beilegst, dann ein Vorteilhaftes: Du musst das Foto nicht extra von einem Profi machen lassen, klick dich aber trotzdem einmal durch folgende Ratgeber-Seite, bevor du dein Foto hochlädst:

Focus.de: „Das perfekte Bewerbungsfoto“: http://www.focus.de/karriere/bewerbung/bewerbungsunterlagen/bewerbungsfoto/tid-6875/lebenslauf_aid_66963.html

Mit diesen Zeilen zur Lehrstellensuche über die verschiedenen Medienkanäle möchte ich nun „Teil 1: die systematische Suche nach Lehrstellen“ schliessen und die Tipps für die Lehrstellensuche an sich nochmals kurz zusammenfassen:

Zusammenfassung:

Bei der Lehrstellensuche geht es darum, dass man

(1.)   Firmen findet, welche die kantonale Ausbildungsberechtigung bereits haben.

(Darunter wird es Firmen geben, welche ihre Lehrstelle bereits vergeben haben, erst in 3-4 Jahren wieder eine Lehrstelle anbieten können oder momentan noch unschlüssig sind, ob sie wieder eine Lehrstelle anbieten können, und solche, die eine Lehrstelle anbieten, diese aber nirgends ausgeschrieben haben)

(2.)   Firmen findet, welche bisher noch keine Ausbildungsberechtigung haben, aber sich dazu bereit erklären, neu Lernende auszubilden.

(Hierfür empfiehlt sich die Suche via Mitgliederlisten von Berufs- und Gewerbevereinen und teils indem man mittels den verschiedenen Medienkanälen auf sich aufmerksam macht)

  1. Berufsbildungsamt / Lehrstellenportale
  2. Berufsinformationszentrum (BIZ) / Lehrfirmenverzeichnis (LEFI)
  3. Berufsverband
  4. Gewerbeverband
  5. Medien

ABER:

Auch wenn Sie diese 5 grundlegenden Kanäle bis aufs Letzte ausreizen, kann ich Ihnen aber leider doch noch nicht versprechen, dass auch wirklich ein Lehrabschluss zustande kommt.

Wissen, wie man ein Lehrstellenangebot „finden“ kann und auf sich aufmerksam machen, das ist das Eine. Es kann sein, dass man irgendwann einmal an einen Punkt gelangt, an welchem man erkennen muss, dass

a) man persönlich nichts dafür kann, dass man keine Lehrstelle findet, weil

Teil 2:

Das Erkennen der wirtschaftlichen Gegebenheiten und Herausforderungen am eigenen Standort

  • keine Lehrstelle in der gewünschten Region, für den gewünschten Beruf vorhanden ist.
  • die Konkurrenz/Anzahl Mitbewerber/-innen in der eigenen Region zu gross ist und es trotz guten eigenen Leistungen schwierig war sich durchzusetzen, weil auf 1 Lehrstelle z.B. 100 Bewerbungen kamen.
  • man gezwungen ist, mobiler zu sein / regionsübergreifend zu suchen oder gar einen Ortswechsel in Betracht zu ziehen
  • man gezwungen ist, flexibel zu sein – und einen anderen Beruf zu wählen

b) man die eigene Berufswahl oder die Art der Bewerbung überdenken muss, weil

Teil 3:

Kenntnisse über die eigenen Stärken und Schwächen

  • man persönlich für den Beruf schlicht nicht die richtigen Voraussetzungen mitbringt. Konsequenz: Abklären, welcher Beruf in Frage käme. Unbedingt geeigneten Beruf wählen – bei einem Lehrabbruch ist weder dir, noch dem Lehrbetrieb geholfen.
  • man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht den Anforderungen genügt, welche im Beruf abverlangt werden. Konsequenz: Überlegen, ob man das Nachholen kann, ein Praktikum bei der späteren Lehrstellensuche ein Vorteil ist, oder ob ein anderer Beruf besser geeignet ist -> sinnvollerweise holt man sich bei Berufsberater/-innen, Lehrkräften, Mentoren und Eltern die nötige Unterstützung.
  • man daran scheitert, weil man selbst nicht die Möglichkeit hat, sich von der besten Seite zu zeigen. Opfer von Vorurteilen ist. Konsequenz: Sich bewusst werden, wie man einen Lehrbetrieb am besten von sich überzeugen könnte. Reicht die schriftliche Bewerbung? Oder hat man so schlechte Noten, dass man realistischerweise davon ausgehen muss, dass das Bewerbungsdossier selbst mit zwei, drei Sätzen zu sich selbst nicht genügt, um dennoch positiv auf sich aufmerksam zu machen? Würde es Sinn machen, dass man beim potentiellen Lehrmeister persönlich mit Bewerbungsdossier vorbei geht? Wenn du nicht so kommunikativ bist, würde es Sinn machen, dass man einen „Götti“ / Mentor hat, welcher mithilft die Türe, den Kontakt zum Lehrbetrieb herzustellen? Würde es helfen, wenn man sich Unterstützung/eine Betreuungsperson sucht? Kann es helfen, wenn diese/r als Referenzperson bei Fragen des potentiellen Lehrmeisters zur Verfügung steht? Kann die Betreuungsperson ohne schlechtes Gewissen die Hand für dich ins Feuer legen? Bist du bereit, allfällige Defizite in Stützkursen aufzuarbeiten? Zeichne transparent deine weiteren Bestrebungen auf, welche den Lehrbetrieb dazu überzeugen sollen, dass er sich für dich entscheidet und gib dem Lehrbetrieb die Gewissheit, dass du eine Betreuungsperson im Hintergrund weißt, zu welcher du auch während der Lehrzeit regen Kontakt pflegst.

Ziel: Lehrbetrieb muss erkennen, dass du deine Schwächen kennst und du daran arbeitest und Lösungswege aufzeigen kannst. Wichtig ist für den Lehrbetrieb, dass du ihm das Gefühl vermitteln kannst, dass dir notfalls bei Problemen auch eine Betreuungsperson zur Seite steht. Wenn du das Gefühl hast, dass du ungerechtfertigt benachteiligt wirst, dann suche dir Hilfe.


c) man persönlich halt doch an sich arbeiten sollte, weil

  • man daran scheitert, weil das Bewerbungsdossier unvollständig/mangelhaft ist. Ernsthaft: Darf das sein?
  • man daran scheitert, weil die sozialen Kompetenzen in Frage gestellt werden. Anders gefragt: Würdest du dich selbst anstellen und möchtest du 4 Jahre mit dir zusammenarbeiten?
  • man daran scheitert, weil man schlicht zu spät mit der Lehrstellensuche begonnen hat, die Lehrstellensuche auf die leichte Schulter genommen hat? Ich habe einmal im Radio gehört, dass jemand zur Lehrstellensuche befragt wurde und antwortete mit „Mein Bruder hat auch eine Lehrstelle bekommen – dann werde ich sicher auch eine finden.“ Was soll ich dazu sagen?

Teil 4:

Wer kann helfen, sinnvolle Lösungen zu finden?

(1.)

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten um herauszufinden, wo es noch eine offene Lehrstelle hat. (s. Kapitel 1-5).

Wenn du für 2009 noch keine Lösung gefunden hast, empfehle ich die Kontaktaufnahme mit dem kantonalen Berufbildungsamt.

(2.)

Wichtig ist aber auch das Erkennen der wirtschaftlichen Gegebenheiten und Herausforderungen am eigenen Standort, für welche man persönlich nichts dafür kann. Wenn dich die Absagen deprimieren, so wirf doch bitte mal einen Blick auf folgenden Beitrag mit dem Titel „Was tun bei Absagen

(3.)

Weiter muss man sich bewusst werden, welche Stärken und Schwächen man hat und sich überlegen, ob es Dinge gibt, welche man im Bewerbungsprozess besser machen muss – und wer dir dabei helfen könnte.

(4.)

Wurdest du ungerechtfertigt Opfer von Vorurteilen und benötigst du Unterstützung, damit du als Person bei einem Betrieb fair und unvoreingenommen die Gelegenheit hast, dich vorzustellen und dich von deiner besten Seite zu zeigen?

(5.)

Es gibt Hilfestellen.

Diese zu nutzen, das liegt in deiner alleinigen Verantwortung. Die Hilfestellen können keine Lehrstelle herbeizaubern, sie können dir aber helfen, allenfalls eine sinnvolle Lösung zu finden, dich im Bewerbungsprozess unterstützen und helfen, mit der Situation umzugehen, wenn effektiv für den Moment keine Lösung gefunden werden kann.

Ein paar Beispiele:

Mentoringprojekte

Weitere Informationen/Linksammlung

Lehrstellenboerse.ch gibt Tipps

Ratgeber für die Berufswahl und Lehrstellensuche / Anmerkungen zu Herausforderungen im Lehrstellenmarkt

Ausblick Lehrstellensaison 2010

(6.)

Es gibt keine Garantie auf eine Lehrstelle

In Zeiten der Wirtschaftskrise kann ich leider nicht sagen, dass es für alle Jugendlichen genügend Ausbildungsplätze gibt. Unterschätze die Lehrstellensuche nicht und erachte es nicht als selbstverständlich, dass man einfach mal so eine Lehrstelle machen kann.

Ich bin aber überzeugt, dass sich überall in der Schweiz nette, hilfsbereite Menschen finden, welche deinen Einsatz anerkennen und so vielleicht das eine oder andere Telefon mehr für dich machen, um dir zu helfen oder helfen wollen, dass du aus deiner Situation das Beste machst. Glaub an dich und bleib dran. Irgendwann, irgendwo gibt es immer eine Lösung!

(fast) fertig

Danke für die Aufmerksamkeit und viel Erfolg!

Hast Du bereits ein Gesuch auf www.lehrstellenboerse.ch erfasst?

Nicht? Dann mach das doch noch – wir weisen regelmässig auf die Lehrstellensuchenden hin. Vielleicht hast du Glück und ein Lehrbetrieb wird auf dich aufmerksam?!

Lehrstellenboerse.ch gibt Tipps…

24 Apr

Wie Vielen bekannt ist, dürfen auf unserer Plattform alle Lehrbetriebe die Lehrstelle(n) kostenlos ausschreiben und man darf als Lehrstellensuchende/-r selbst ein Lehrstellengesuch erfassen.

Wir wünschen uns, dass möglichst viele Lehrbetriebe auch die Lehrstellengesuche anschauen – aber ein Lehrstellengesuch alleine reicht natürlich nicht aus, dass man auch wirklich eine Lehrstelle findet. Es ist immer noch die Regel, dass der Lehrbetrieb möchte, dass man sich selbst bei ihm meldet. Wir wollen da keine falschen Hoffnungen wecken.

Deshalb möchten wir nebst dem Angebot, dass du bei uns ein Lehrstellengesuch aufgeben kannst, auch einige Tipps mit auf den Weg geben.

1. Gib nicht auf und lass dich nicht unterkriegen!

Es ist leider ganz normal, dass man viele Absagen erhält. Es ist einfach gesagt, aber nimm diese Absagen nicht zu persönlich. Es gibt viele Lehrbetriebe, welche für eine ausgeschriebene Lehrstelle 20, 50 oder gar 100 oder mehr Bewerbungen erhalten. Vielleicht warst du der/die 2./3. Beste – und es hat dann halt eben doch eine Absage gegeben.

Jeder Lehrbetrieb, jede Lehrmeisterin hat wieder andere Kriterien, welche unterschiedlich stark gewichtet werden. Glaub an dich, und daran, dass Du mit deiner Erscheinung den/die Lehrmeister/-in von Dir selbst überzeugen kann. Ziel ist ja, dass er/sie sagt: „Ja, ich bin bereit mit dir in den nächsten 3-4 Jahren zusammenzuarbeiten“. Oftmals entscheidet da halt auch das Bauchgefühl. Das heisst nicht unbedingt, dass du schlechter bist.

Ich empfehle Dir, folgenden Beitrag zum Thema „Was tun bei Absagen?“ anzuschauen:

https://blog.lehrstellenboerse.ch/2009/03/02/was-tun-bei-absagen/

2. Nutze alle möglichen Adressen, wo man Listen von potentiellen Lehrbetrieben erhalten kann.

Versuche systematisch vorzugehen und erkundige dich nach Listen von Firmen, welche in der Vergangenheit bereits Lehrstellen für Deinen gewünschten Beruf ausgeschrieben haben.

Mögliche Hilfestellen sind:

a) Kantonales Berufsbildungsamt http://www.dbk.ch/dbk/links/amt.php

b) BIZ http://adressen.sdbb.ch/

c) Kantonaler Lehrstellennachweis http://www.berufsberatung.ch/dyn/1235.aspx

d) andere Lehrstellenbörsen

e) zuständiger Berufsverband

http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/berufsverzeichnis/00696/index.html?lang=de

f) regionaler Gewerbeverein http://www.sgv-usam.ch/verband/mitglieder.html

g) regionale Projekte und Hilfestellen

h) Zeitungsinserate, Job-Plattformen, Telefonbuch, etc.

Weitere Informationen findest Du hier:

https://blog.lehrstellenboerse.ch/2008/02/29/5-adressen-fur-die-lehrstellensuche/

3. Weitere Tipps

Im folgenden Blogbeitrag haben wir einige Tipps zusammengestellt zu Themen wie:

5 Adressen für die Lehrstellensuche

7 Schritte zum Beruf

Selbsteinschätzung

Berufswahlordner

Angebote der Kantone

Mentoring-Angebote

Sorgenecke

Würdest Du Dich 3-4 Jahre lang beschäftigen?

Linksammlung

https://blog.lehrstellenboerse.ch/2009/01/28/tipps-fur-die-lehrstellensuche/

Und Informationen zu Themen wie:

Bewerbungsfoto

Tipps für die Bewerbung

Was tun bei Absagen?

Fühlst du dich benachteiligt?

Etc.

findet man hier: https://blog.lehrstellenboerse.ch/2009/03/06/gut-zu-wissen/

Ich hoffe, dass wir Dir damit etwas weiterhelfen konnten.

Bleib dran und nutze unbedingt die vorhanden Angebote und lass dich auch beraten, wenn Du ein Brückenangebot oder ein Praktikum machen willst.

Viel Erfolg!

Alle offenen Lehrstellen und Lehrstellengesuche auf einer Plattform

15 Mrz

Wir bitten um Mithilfe, Jugendliche und Firmen auf die Plattform www.lehrstellenboerse.ch aufmerksam zu machen. Aktuell >2000 offene Lehrstellen und 200 Lehrstellengesuche (15.03.2009)

Unsere Anstrengungen

Als Betreiber einer Online-Plattform ist es für unseren gemeinnützigen Verein wichtig, dass die Internetseite in der Bevölkerung bekannt ist. Wir haben verschiedenste Anstrengungen unternommen: Wir haben z.B. über 900 Schulen in der Schweiz angeschrieben, alle Berufsverbände (über 150) , alle kantonalen und regionalen Gewerbevereine (ca. 500), viele Jugendarbeiter und auch alle Berufsinformationszentren über unser Bestehen informiert.

Es „harzt“ aber ein wenig

Manche  kommunizieren unsere Plattform rasch und unkompliziert, verlinken uns oder erwähnen uns sogar, wenn sie ihre angeschlossenen Mitglieder anschreiben. Ein grosses Dankeschön dafür!

Andere enthalten diese Information aber den angeschlossenen Mitglieder vor. Ein häufiges Argument: „Wir haben im Vorstand entschieden: Das LENA genügt!“.

Ich finde es sehr schade, dass man den angeschlossenen Mitglieder nicht zutraut, selbst eine Entscheidung zu fällen, ob sie als Ergänzung zum LENA ihre Lehrstelle nicht auch bei uns ausschreiben möchten. Glauben sie, dass die Mitglieder mit einer Alternative überfordert wären?

Unsere Vision

Der Titel „Alle offenen Lehrstellen und Lehrstellengesuche auf einer Plattform“ trifft unsere Vision – mit der Plattform www.lehrstellenboerse.ch bieten wir das technische Hilfsmittel, damit die Lehrbetriebe einfach und unkompliziert ihre Lehrstellen bei uns erfassen und die Jugendlichen selbst ein Lehrstellengesuch ausschreiben können.

Ich sage aber bewusst „Vision“: Manche Grossfirmen und auch regional stark verankerte Firmen, bei denen man weiss, dass sie schon seit Jahren regelmässig Lehrstellen anbieten, verzichten bewusst auf ein Inserat im Internet oder auch anderswo. Sie erhalten auch ohne Inserat bereits genügend Bewerbungen. Die Vision „Alle Lehrbetriebe“ ist damit schon so gut wie begraben. Wir können und wollen diese nicht zwingen, die Lehrstelle bei uns auszuschreiben, wenn sie ohnehin genügend Bewerbungen erhalten. Alle anderen Lehrbetriebe aber können nur profitieren:

Vorteile für Lehrbetriebe und Lehrstellensuchende

Jeder Lehrbetrieb kann sich registrieren und seine Lehrstelle kostenlos bei uns ausschreiben. Mit den Lehrstellengesuchen haben die Firmen zudem die Möglichkeit (es ist kein Muss – könnte aber hilfreich sein) gleich direkt mit den potentiellen Bewerbern in Kontakt zu treten und ein Bewerbungsdossier zu verlangen. Wir haben für die Lehrbetriebe einen Schutz eingebaut, dass nur Lehrbetriebe die Jugendlichen kontaktieren können – nicht umgekehrt, da sonst die Firmen überflutet würden. Sobald ein Lehrbetrieb eine junge Frau oder einen jungen Mann angeschrieben hat, kann Der-/Diejenige aber natürlich zurückschreiben.

Sie können mithelfen!

Kommen wir aber zurück zu unserem Problem, dass es etwas „harzt“, weil die gewünschten Multiplikatoren nicht so greifen, wie erhofft. Wir werden keinesfalls damit aufhören, die Schulen, Gewerbevereine, Berufsverbände, etc. anzuschreiben und für uns zu gewinnen. Wir wollen unser Budget aber nicht mit teuren und z.T.  unnützen Werbeausgaben verschwenden und möchten zielgerichtet, mittels obgenannten Multiplikatoren weiterhin auf unser Angebot aufmerksam machen.

Wir haben mit den „Causes“ auf Facebook ein neues Hilfsmittel und Medium gefunden, um eine breite Masse und hoffentlich auch Lehrstellensuchende und potentielle Lehrbetriebe anzusprechen.

Wenn Sie bereits Facebook-Mitglied sind (Sie müssen sich wegen uns nicht extra registrieren – Mund-zu-Mund-Propaganda reicht völlig aus) würde es uns freuen, wenn Sie unserem „Cause“ beitreten und dadurch mithelfen, weitere Jugendliche und Firmen auf unser Angebot aufmerksam zu machen.

Herzlichen Dank!

Michael Ferreira, Verein Lehrstellenboerse.ch

Telefon: 031 / 850 10 27

E-Mail: info@lehrstellenboerse.ch

www:  http://www.lehrstellenboerse.ch

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Unser „Cause“ auf Facebook:

http://apps.facebook.com/causes/245752/44594814?m=6d54c0aa

Alle offenen Lehrstellen und Lehrstellengesuche auf einer Plattform

Alle offenen Lehrstellen und Lehrstellengesuche auf einer Plattform

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