Tag Archives: April 2010

Lehrstellenbarometer April 2010: Situation stabil

15 Jun

Bern, 15.06.2010 – Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt im April 2010 ist mit derjenigen vom April des Vorjahres vergleichbar. Das Verhältnis zwischen dem Lehrstellenangebot seitens Unternehmen und der Nachfrage bei den Jugendlichen ist trotz angespannter Wirtschaftslage konstant geblieben. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das LINK-Institut seit 1997 im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT erhebt.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=33683

Am Stichtag, dem 15. April 2010, interessierten sich 77’000 Jugendliche (2009: 79’000) für eine Lehrstelle. Die Unternehmen meldeten ein Angebot von 76’000 Lehrstellen (2009: 78’500). Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist davon auszugehen, dass die Dynamik auf dem Lehrstellenmarkt bis im Sommer 2010 zu einer weiteren Erhöhung des Angebots an Lehrstellen führt (2009: + 8500 Lehrstellen). Diese Angebotsausweitung ist erforderlich, da in der Regel in diesem Zeitraum die Nachfrage nach Lehrstellen nochmals steigt. Gründe dafür sind Umorientierungen seitens der Jugendlichen und die erst im Frühjahr stärker einsetzenden Lehrstellenrekrutierungen in der Romandie und im Tessin.

Eine Zusage für eine Lehrstelle hatten am Stichtag 52’000 Jugendliche. Das sind 1000 weniger als im letzten Jahr. Auf Seiten der Unternehmen gelten 56’000 (2009: 56’500) Lehrstellen als definitiv vergeben. Die Anzahl der Jugendlichen, die noch keine Zusage erhalten haben und sich ausschliesslich für eine Lehrstelle interessieren, ist gegenüber dem Vorjahr von 19’000 auf 18’500 gesunken. Die Unternehmen melden hochgerechnet 20’000 noch offene Lehrstellen (2009: 22’000). Damit übertrifft das Angebot an offenen Lehrstellen 2010 die Nachfrage seitens der Jugendlichen um 1500 (2009: 3000).

Geringfügige Angebotsüberhänge verzeichnen die Bereiche „Architektur und Baugewerbe“, „Technische Berufe“ und „Landwirtschaft“. In den Branchen „Verkauf“, „Druck, Design und Kunstgewerbe“ sowie „Dienstleistungen“ übersteigt das Interesse der Jugendlichen das noch bestehende Angebot an Lehrstellen deutlich.

Gesamthaft standen am 15. April 2010 135’500 (2009: 137’000) Jugendliche vor der Ausbildungswahl. Davon interessierten sich rund 57 Prozent für eine Lehrstelle. Dies ist 1 Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Die Abnahme dürfte auf den demographischen Rückgang bei den Schulabgänger/innen zurückzuführen sein.

Die detaillierten Ergebnisse des Lehrstellenbarometers vom April 2010 werden Ende Juni auf http://www.bbt.admin.ch publiziert.

Lehrstellenbarometer April 2010 (PDF-Datei)

Adresse für Rückfragen:

Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler@bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/
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Lehrstellensituation im April 2010 (BBT)

7 Mai

Bern, 07.05.2010 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen präsentiert sich die Lehrstellensituation stabil. Wie bereits im März ist das Lehrstellenangebot auch im April 2010 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=32981

Für die stabile Situation auf dem Lehrstellenmarkt sind folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Nach 15 Wachstumsjahren ist die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger seit 2009 rückläufig.
  • Trotz angespannter Wirtschaftslage investieren die Betriebe konsequent in die Ausbildung von Lernenden und streichen keine Lehrstellen aufgrund kurzfristiger Rentabilitätsüberlegungen.
  • Alle Kantone stützen das Lehrstellenangebot weiterhin mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung. Beispielsweise durch den Einsatz von Lehrstellenförderern, um zusätzliche Lehrstellen in den Gesundheitsberufen und bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen zu schaffen.

Ungeachtet der ausgeglichenen Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot jedoch in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage. Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.

Noch offene Lehrstellen

Generell sind gemäss Kantonsangaben zum jetzigen Zeitpunkt noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit (Fachfrau / Fachmann Gesundheit), Detailhandel und kaufmännische Grundbildung. Angebotsüberhänge verzeichnen insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe, die Holz- und Metallindustrie sowie die technischen Berufe. Nach wie vor gross ist die Nachfrage nach Lehrstellen im niederschwelligen Bereich (2-jährige berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest EBA).

Adresse für Rückfragen:

Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler @bbt.admin.ch
Carmen Steimann, Kommunikation, Tel. 031 322 58 84, carmen.steimann @bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/
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