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BBT: Lehrstellensituation im Februar 2011

8 Mrz

„Bern, 08.03.2011 – Insgesamt präsentiert sich die Lehrstellensituation 2011 ähnlich wie 2010. Erste sich abzeichnende Tendenzen spiegeln einen stabilen Lehrstellenmarkt. Das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Anzahl Schulabgänger/innen kann als ausgewogen bezeichnet werden. Mitte Februar ist es jedoch noch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen.

Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen sind für die ausgeglichene Situation folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist regional rückläufig.
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze stabil geblieben.
  • Alle Kantone stützen das Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und stellen Brückenangebote bereit.

Die am Stichtag 15. Februar 2011 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt auch dieses Jahr, dass das Lehrstellenangebot trotz stabilem Lehrstellenmarkt in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage entspricht. Insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.

Permanente Beobachtung des Lehrstellenmarktes

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit repräsentativen Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Mitte Juni 2011.“

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=37987
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Berufsbildungsbrief 1/2011 (Kt. Bern)

2 Mrz

Das Mittelschul- und Berufbildungsamt des Kantons Bern gibt 3 Mal jährlich einen sog. “Berufsbildungsbrief” heraus.
Heute war es wieder soweit.

***BerufsbildungsBrief***

Inhalt

Seite 2 ı Zukunft der Berufsbildung: «Was Finnland für PISA, das ist die Schweiz für die Berufsbildung»
Seite 5 ı Vorlehre: Eine Chance für Jugendliche und Betriebe
Seite 6 ı Neue Lehrverträge: Bis 24. Juni einreichen
Seite 6 ı Redaktionsteam: Neues Mitglied
Seite 6 ı Interkantonaler Lehrstellentag: Berufsbildung auf Sendung

BBB_1-2011_deutsch_def (PDF-Datei)

Ausgabe 2/2011:
Erscheint in der Woche 24

***Lettre sur la formation professionnelle***

Table des matières

Page 2 ı Avenir de la formation professionnelle: «La Suisse est à la formation professionnelle ce que la Finlande est à PISA»

Page 5 ı Réseau de formation: «Pensons branche pour assurer la relève!»
Page 6 ı Nouveaux contrats d’apprentissage: A envoyer avant le 24 juin
Page 6 ı Journée intercantonale de l’apprentissage: La formation professionnelle sur les ondes
Page 6 ı Rédaction de la Lettre sur la formation professionnelle: L’équipe compte un nouveau membre BBB_1-2011_franz_def (PDF-Datei)

Numéro 2/2011:
A paraître la semaine 24

10vor10, 25.10.10: „7000 unbesetzte Lehrstellen“

26 Okt

„Der Mangel an Lehrstellen hat in einen Mangel an qualifizierten Bewerbern umgeschlagen. Defizite unter anderem in Mathematik und räumlicher Vorstellung, oft aber auch zu wenig Motivation sind Ursachen für die Absagen, die die Lehrbetriebe dieses Jahr zu Hauf versenden mussten.“

Videobeitrag: http://www.videoportal.sf.tv/video?id=1b8306f6-c533-4836-9864-b19cbaac3b69

Was sind Ihre Erfahrungen?

Wie man z.B. dem Lehrstellenbarometer von 2007 entnehmen konnte, waren es damals hochgerechnet noch 3000 unbesetzte Lehrstellen.

In den darauffolgenden Jahren durfte man erfreulicherweise – trotz Krise – eine zunehmende Bereitschaft der Fimen feststellen, Lernende auszubilden.

Es scheint aber, dass diese teilweise in den falschen Berufen/Regionen geschaffen wurden. Oder was meinen Sie?

Andererseits haben die Firmen auch mit den abnehmenden Schulabgängerzahlen zu kämpfen, so dass sich die Firmen dazu gezwungen sehen, Jugendliche aus der Warteschlange (rund 18’500) anzusprechen, wovon 9500 bereits im Vorjahr nach einer Lehrstelle suchten.
(s. PDF-Datei: Seite 9, Lehrstellenbarometer, August 2010)

In den kommenden Jahren werden sich die Firmen aufgrund der weiterhin abnehmenden Schülerzahlen noch mehr gezwungen sehen, aus den vermeintlich schwächeren Jugendlichen der Warteschlange (wovon viele aber auch die Zeit nutzen, um sich einen Vorteil gegenüber den aktuellen SchulabgängerInnen zu verschaffen) zu rekrutieren.

Ich habe oben von den „falschen“ Berufen in den falschen Regionen gesprochen. Einige Eltern und Jugendliche haben leider noch nicht erkannt, dass nicht die Jugendlichen vorgeben können, welche Lehrstellen sie möchten, sondern dass der Markt – die Firmen – das Angebot bestimmen, welche Lehrstellen in der Region überhaupt angeboten werden können. Man kann nicht plötzlich 50 neue Spitäler eröffnen, nur weil die Nachfrage nach einem Beruf im Gesundheitswesen so gross ist.

Es ist aber auch den BerufsbildnerInnen nicht gedient, wenn sich Jugendliche dazu gezwungen sehen, einen Beruf zu wählen, für welchen sie schlicht ungeeignet sind und ein Lehrabbruch unvermeidlich wird. Die Quote mit schweizweit rund 20% Lehrvertragsauflösungen u. -wechsel ist schon jetzt viel zu hoch.

Als Vertreter eines poltisch neutralen Vereins steht es mir nicht zu, irgendwelche pauschale Forderungen des SGB nach 10’000 zusätzlichen Lehrstellen zu unterstützen. Es gilt hier zu differenzieren, da es verschiedene Matching-Herausforderungen gibt.
Man sollte je nach Beruf (es gibt bekanntlich über 200) anschauen, ob dafür in der Schweiz geeignete Jugendliche vorhanden sind und wo in der Schweiz diese verteilt sind. Eventuell muss ein Lehrlingsheim geschaffen werden, damit der Nachwuchs in einem entsprechenden Beruf sichergestellt werden kann.
Es soll aber auch berücksichtigt werden, dass es Jugendliche gibt, welche für einen Beruf besonders geeignet wären, für welchen es noch nicht ausreichend Lehrstellen gibt.
Hier geht mein Apell vor allem an Firmen, welche in der Vergangenheit noch nie Lernende ausgebildet haben, zu überlegen, ob sie mit ihrem Unternehmen dazu beitragen können, dass ihr Berufsstand auch langfristig geeignete Nachwuchskräfte rekrutieren kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird die Bereitschaft der Firmen sein – und unter welchen Bedingungen auch immer – Jugendliche im sog. „niederschwelligen“ Bereich zu fördern und ihnen in Form von Attestausbildungen (obwohl diese im Vergleich zu den Anlehren schwieriger sind) Einstiegsmöglichkeiten in die Ausbildung zu bieten.

So konnte man gerade Gestern entnehmen, dass berufliche Grundbildung vor Arbeitslosigkeit schützt.

Ich persönlich bin aber trotz meines sozialen Wesens der Ansicht, dass es auf Seiten von Jugendlichen „No-Go’s“ gibt und Eltern/Jugendliche erkennen müssen, dass gewisse Grundvoraussetzungen gelten müssen und man sich die Unterstützung/den Goodwill verdienen muss.

Der Markt (Berufsverbände? Firmen? Staat?) haben aber dafür zu sorgen, dass diejenigen, welche gewillt sind, eine Ausbildung in Angriff nehmen können. Und ja, die berufliche Grundbildung in der Schweiz klappt mit einer Abschlussquote von 90% (s. PDF, Seite 14) ganz gut.

Es gibt aber trotzdem noch Verbesserungsmöglichkeiten. Auf allen Seiten.

Lehrstellensituation im August 2010 (BBT)

7 Sep

Bern, 07.09.2010 – Zum Lehrbeginn 2010 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation auch im August 2010 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=34976

Für die ausgeglichene Situation sind folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist seit 2009 regional rückläufig.
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze trotz unsicherer Wirtschaftslage weitgehend stabil geblieben.
  • Alle Kantone stützen das Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und stellen Brückenangebote bereit.

Die am Stichtag 15. August 2010 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt erneut, dass das Lehrstellenangebot trotz stabilem Lehrstellenmarkt in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage entspricht. Insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die auf Lehrbeginn 2010 keine Lösung gefunden haben, stehen in allen Kantonen Brückenangebote bereit. Diese dienen je nach Bedarf dazu, schulische Lücken zu schliessen, die Berufswelt kennen zu lernen oder sich gezielt auf eine berufliche Grundbildung oder weiterführende Schule vorzubereiten.

Permanente Beobachtung des Lehrstellenmarktes

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit repräsentativen Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Ende Oktober 2010.

Adresse für Rückfragen:

Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler.@bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/

Lehrstellensituation im Juni 2010 (BBT)

8 Jul

Bern, 08.07.2010 – Rund zwei Monate vor Lehrbeginn 2010 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation auch im Juni 2010 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=34212

Die eingeholten Trendmeldungen spiegeln folgende Tendenzen:

  • Die Westschweiz und das Tessin befinden sich noch bis Ende August in der Rekrutierungsphase. In der Deutschschweiz wurde ein grosser Teil der Lehrstellen bereits vergeben.
  • Trotz ausgeglichener Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.
  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.

Kantonale Massnahmen

Die Kantone begegnen den genannten Tendenzen mit gezieltem Lehrstellenmarketing, Lehrstellennachweisen, Brückenangeboten und individueller Begleitung von Jugendlichen (z.B. Case Management Berufsbildung). Kurz vor den Sommerferien unternehmen sie zusätzliche Anstrengungen, um die verbleibenden Lehrplätze an interessierte Jugendliche zu vermitteln. Beispiele sind die Projekte: „Lehrstelle JETZT“ (Kt. AG), speed dating (Kt. GE), Lehrstellenvermittlung „hotbiz“ (Kt. SH), „Endspurt“ (Kt. SZ) und andere. Zudem haben zahlreiche Kantone den Einsatz von Lehrstellenförderinnen resp. Lehrstellenförderer verstärkt.

Basel-Stadt und Basel-Landschaft wollen nebst laufenden Massnahmen zur Unterstützung von schwächeren Lehrstellensuchende gleichermassen auch leistungsstarke Jugendliche für den Weg der Berufsbildung motivieren. Unter http://www.berufsmaturbb.ch informiert die Kampagne „Mit der Lehre zur Matur“ über die Chancen und Karrieremöglichkeiten der Berufsbildung. Sie zeigt Jugendlichen auf, dass die zwei Bildungswege – Gymnasium und Berufslehre – gleichwertig sind und beide Abschlüsse ein späteres Studium an einer Universität oder ETH ermöglichen.

Noch freie Lehrstellen

Gemäss Kantonsangaben sind regional noch in diversen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Unter http://www.berufsberatung.ch zeigt der Lehrstellennachweis LENA, welche Lehrstellen in den jeweiligen Kantonen zu vergeben sind. Insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe, die Holz- und Metallindustrie sowie die Landwirtschaft bieten auf Lehrbeginn 2010 weiterhin freie Ausbildungsplätze an.

Adresse für Rückfragen:

Dani Duttweiler, Berufsbildung, Tel. 031 324 73 47, dani.duttweiler@bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/

Berufsbildungsbrief 2/2010 (Kt. Bern)

1 Jul

Das Mittelschul- und Berufbildungsamt des Kantons Bern gibt 3 Mal jährlich einen sog. “Berufsbildungsbrief” heraus.
Heute war es wieder soweit.

***BerufsbildungsBrief***
BBB_2-2010_deutsch_def (PDF)

Inhalt
Seite 2 ı Ausbildung im Massnahmenvollzug: Zurück in die Gesellschaft
Seite 3 ı Lehrstellenmarkt: Folgt auf die Lehrstellenknappheit
der Fachkräftemangel?
Seite 5 ı Erziehungsdirektor Bernhard Pulver: «Einige Branchen
müssen bereits für ihre Lernenden kämpfen»
Seite 6 ı Aktion Fairplay: Berufswahl braucht Zeit
Seite 6 ı Neue Website: Schnell zur richtigen Info
Seite 6 ı BAM 2010: Auch für Erwachsene

Ausgabe 3/2010:
Erscheint in der Woche 46

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***Lettre sur la formation professionnelle***
BBB_2-2010_franz_def (PDF)

Table des matières
Page 2 ı Se former dans un établissement d’exécution de mesures:
Préparer son retour dans la société
Page 3 ı Marché des places d’apprentissage: Se dirige t-on vers
un manque de main d’oeuvre qualifiée?
Page 5 ı Bernhard Pulver, Directeur de l’instruction publique: «Certains
secteurs doivent déjà se battre pour trouver des apprentis»

Numéro 3/2010:
A paraître la semaine 46

Kosten und Nutzen von zweijährigen beruflichen Grundbildungen aus Sicht der Betriebe

21 Jun

Kosten und Nutzen von zweijährigen beruflichen Grundbildungen aus Sicht der Betriebe: erste wissenschaftliche Datenerhebung liegt vor

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=33788

Bern, 21.06.2010 – Der produktive Nutzen von Lernenden einer zweijährigen beruflichen Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) übersteigt im Schnitt die Ausbildungskosten der Betriebe. Zwischen den untersuchten Berufen bestehen erhebliche Unterschiede im durchschnittlichen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Grundsätzlich ist der Nettonutzen leicht tiefer als der für die drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) ermittelte Wert. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT durchgeführt hat.

Anders als für die drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen lagen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis aus Sicht der Betriebe für die neuen zweijährigen beruflichen Grundbildungen bisher keine Zahlen vor. Die vorliegende Studie präsentiert erstmals wissenschaftlich fundierte Daten zu elf EBA-Berufen, die zwischen 2005 und 2007 eingeführt wurden. Die Analysen beruhen auf Angaben von 409 Betrieben in den ganzen Schweiz.

Die Resultate zeigen, dass ausbildende Betriebe bei Bruttokosten von CHF 54’746 und produktiven Leistungen der Lernenden von CHF 55’164 über zwei Jahre im Schnitt einen Nettoertrag von CHF 418 erzielen. Das jährliche Kosten-Nutzen-Verhältnis ist mit den drei- bzw. vierjährigen beruflichen Grundbildungen vergleichbar. Für Betreibe ist es grundsätzlich möglich, EBA-Lernende in betriebswirtschaftlich tragbarer Weise auszubilden. Zwischen den einzelnen EBA-Berufen zeigen sich jedoch grosse Unterschiede. Es gibt Berufe, die hohe Nettokosten aufweisen (Automobilassistent/in, Berufe im Gastgewerbe), aber auch Berufe, bei denen der Nutzen die Kosten klar übersteigt (Reifenpraktiker/in, Logistiker/in, Detailhandelsassistent/in). Die Differenzen sind hauptsächlich auf die Höhe der produktiven Leistungen sowie die unterschiedlichen Löhne der Lernenden zurückzuführen. Tendenziell dürften die Bruttokosten für die EBA-Ausbildungen in Zukunft etwas sinken, da für die Betriebe Startaufwände wie Planung und Koordination erstmaliger Ausbildungsgänge wegfallen.

Günstige Rahmenbedingungen schaffen

Die schweizerische Berufsbildung zeichnet sich durch einen hohen Arbeitsmarktbezug aus. Ausgebildet wird, wo eine Nachfrage nach entsprechenden Qualifikationen in der Arbeitswelt besteht. Der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe kommt daher eine hohe Wichtigkeit zu. Das betriebliche Kosten-Nutzen-Verhältnis ist ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung eines Betriebs, sich in der beruflichen Grundbildung zu engagieren.

Das BBT setzt sich gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt für eine hoch stehende Berufsbildung und ein ausreichendes Lehrstellenangebot ein. Seit dem Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes 2004 wurden bei den hauptsächlich praktisch ausgerichteten zweijährigen beruflichen Grundbildungen bis heute insgesamt 29 Berufsbilder geschaffen, die den Absolventinnen und Absolventen einen eidgenössisch anerkannten Abschluss ermöglichen und damit zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt beitragen.

Adresse für Rückfragen:

Dr. Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung BBT, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler@bbt.admin.ch
Dr. Juerg Schweri, Leiter Forschungsschwerpunkt „Steuerung der Berufsbildung“ EHB, Tel. 031 910 37 82, Juerg.Schweri@ehb-schweiz.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/

SF: „Lehrstellen-Frust bei Secondos“

15 Jun

Als Nachtrag zu der bereits im Newsletter und im Blogbeitrag hingewiesenen Studie, noch der Fernsehbeitrag der Tagesschau dazu.

Video-Link: http://videoportal.sf.tv/video?id=703512f5-1282-4ade-8c52-da094d2dad59

Lehrstellenbarometer April 2010: Situation stabil

15 Jun

Bern, 15.06.2010 – Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt im April 2010 ist mit derjenigen vom April des Vorjahres vergleichbar. Das Verhältnis zwischen dem Lehrstellenangebot seitens Unternehmen und der Nachfrage bei den Jugendlichen ist trotz angespannter Wirtschaftslage konstant geblieben. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das LINK-Institut seit 1997 im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT erhebt.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=33683

Am Stichtag, dem 15. April 2010, interessierten sich 77’000 Jugendliche (2009: 79’000) für eine Lehrstelle. Die Unternehmen meldeten ein Angebot von 76’000 Lehrstellen (2009: 78’500). Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist davon auszugehen, dass die Dynamik auf dem Lehrstellenmarkt bis im Sommer 2010 zu einer weiteren Erhöhung des Angebots an Lehrstellen führt (2009: + 8500 Lehrstellen). Diese Angebotsausweitung ist erforderlich, da in der Regel in diesem Zeitraum die Nachfrage nach Lehrstellen nochmals steigt. Gründe dafür sind Umorientierungen seitens der Jugendlichen und die erst im Frühjahr stärker einsetzenden Lehrstellenrekrutierungen in der Romandie und im Tessin.

Eine Zusage für eine Lehrstelle hatten am Stichtag 52’000 Jugendliche. Das sind 1000 weniger als im letzten Jahr. Auf Seiten der Unternehmen gelten 56’000 (2009: 56’500) Lehrstellen als definitiv vergeben. Die Anzahl der Jugendlichen, die noch keine Zusage erhalten haben und sich ausschliesslich für eine Lehrstelle interessieren, ist gegenüber dem Vorjahr von 19’000 auf 18’500 gesunken. Die Unternehmen melden hochgerechnet 20’000 noch offene Lehrstellen (2009: 22’000). Damit übertrifft das Angebot an offenen Lehrstellen 2010 die Nachfrage seitens der Jugendlichen um 1500 (2009: 3000).

Geringfügige Angebotsüberhänge verzeichnen die Bereiche „Architektur und Baugewerbe“, „Technische Berufe“ und „Landwirtschaft“. In den Branchen „Verkauf“, „Druck, Design und Kunstgewerbe“ sowie „Dienstleistungen“ übersteigt das Interesse der Jugendlichen das noch bestehende Angebot an Lehrstellen deutlich.

Gesamthaft standen am 15. April 2010 135’500 (2009: 137’000) Jugendliche vor der Ausbildungswahl. Davon interessierten sich rund 57 Prozent für eine Lehrstelle. Dies ist 1 Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Die Abnahme dürfte auf den demographischen Rückgang bei den Schulabgänger/innen zurückzuführen sein.

Die detaillierten Ergebnisse des Lehrstellenbarometers vom April 2010 werden Ende Juni auf http://www.bbt.admin.ch publiziert.

Lehrstellenbarometer April 2010 (PDF-Datei)

Adresse für Rückfragen:

Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler@bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/

Lehrstellensituation im Mai 2010 (BBT)

8 Jun

Bern, 08.06.2010 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen präsentiert sich die Lehrstellensituation stabil. Wie bereits im April ist das Lehrstellenangebot auch im Mai 2010 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=33504

Weiterhin zeichnen sich folgende Tendenzen ab:

  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
  • Trotz ausgeglichener Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Zweijährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest

Um den letztgenannten Tendenzen entgegen zu wirken, stützen die Kantone das Lehrstellenangebot permanent mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung. Beispielsweise werden seit mehreren Jahren Lehrstellenförderer eingesetzt, um Lehrstellen bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen (Attest-Lehrstellen) zu schaffen. Diese ermöglichen schulisch Schwächeren oder Jugendlichen, die bewusst eine kürzere Ausbildung und ein einfacheres Anforderungsprofil suchen, einen anerkannten eidgenössischen Abschluss mit einem eigenständigen Ausbildungsprofil sowie den Anschluss an eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. Gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt hat das BBT von 2005 bis heute insgesamt 29 zweijährige berufliche Grundbildungen mit Eidgenössischem Berufstattest EBA neu geschaffen. Bis 2013 folgen 20 weitere Angebote. Gemäss den neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS schlossen in der Zeit von 2006 bis 2009 rund 7000 Jugendliche ihre zweijährige berufliche Grundbildung mit Erfolg ab.

Qualitative und quantitative Evaluationen

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB hat erstmals eine Studie zu Kosten und Nutzen von zweijährigen beruflichen Grundbildungen aus Sicht der Betriebe durchgeführt. Daraus geht hervor, dass sich Kosten und Nutzen durchschnittlich knapp die Waage halten. Der Schlussbericht wird demnächst veröffentlicht. Ende Dezember wird zudem eine Evaluationsstudie zu den zweijährigen Grundbildungen aus Sicht der Lernenden, der Berufsbildungsverantwortlichen und der Arbeitgebenden vorliegen.

Adresse für Rückfragen:

Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler @bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/
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