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BBT – Lehrstellensituation im Februar 2012

7 Mrz

Bern, 07.03.2012 – Ein halbes Jahr vor Lehrbeginn 2012 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt stabil. Zwischen Angebot und Nachfrage zeigen sich regional und in verschiedenen Berufsbereichen Unterschiede. Mitte Februar ist es jedoch noch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen. Bund und Kantone verfolgen die Tendenzen in der Lehrstellenentwicklung permanent. Repräsentatives Zahlenmaterial liefert im Juni 2012 das Lehrstellenbarometer.

Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen sind für die ausgeglichene Situation folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist regional rückläufig.
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze stabil geblieben.
  • Alle Kantone sorgen für ein ausreichendes Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und stellen Brückenangebote bereit.

Die am Stichtag 15. Februar 2012 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt auch dieses Jahr, dass der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil ist. Das Lehrstellenangebot entspricht jedoch in einzelnen Bereichen nicht immer der Nachfrage. Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger. Insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Permanente Beobachtung des Lehrstellenmarktes

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit repräsentativen Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Mitte Juni 2012.

Herausgeber: Bundesamt für Berusbildung und Technologie

BBT – Lehrstellensituation im August 2011

8 Sep

Bern, 08.09.2011 – Zum Lehrbeginn 2011 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation auch im August 2011 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Für die ausgeglichene Situation sind folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Rückläufige Zahlen der Schulabgehenden führen regional zu einer Entlastung des Lehrstellenmarktes.
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze weitgehend stabil.
  • Alle Kantone stützen das Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und stellen Brückenangebote bereit.

Die am Stichtag 15. August 2011 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt erneut, dass das Lehrstellenangebot trotz stabilem Lehrstellenmarkt in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage entspricht. Insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die auf Lehrbeginn 2011 keine Lösung gefunden haben, stehen in allen Kantonen Brückenangebote bereit. Diese dienen je nach Bedarf dazu, schulische Lücken zu schliessen, die Berufswelt kennen zu lernen oder sich gezielt auf eine berufliche Grundbildung oder weiterführende Schule vorzubereiten.

Lob für Schweizer Berufsbildung

Mit der konsequenten Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt und dem starken Engagement der Wirtschaft in der Berufsbildung liefert das duale Berufsbildungssystem ein Erfolgsmodell, das auch international immer mehr in den Fokus rückt. Die vom BBT in Auftrag gegebene Studie Berufsbildung – Ein Schweizer Standort- und Wettbewerbsfaktor, die multinationale Unternehmen und Berufsbildungsexperten aus der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien zur Wichtigkeit und Zufriedenheit der Berufsbildung bewerten liess, zeigt: für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes ist die Berufsbildung von hoher Wichtigkeit, die beruflichen Qualifikationen der Arbeitskräfte fliessen direkt in die Standortwahl der Unternehmen ein.

Als Garant für die weitere Stärkung der Schweizer Wirtschaft im internationalen Wettbewerb hebt die Studie insbesondere die Profilierung und Positionierung des qualitativ hochstehenden Berufsbildungssystems im In- und Ausland hervor. Das BBT sieht in den Erkenntnissen über die Leistungsfähigkeit und in den wegweisenden Elementen zur Internationalisierung der Schweizer Berufsbildung eine Grundlage für weiterführende strategischen Überlegungen und Massnahmen. Ziel ist es, die duale Berufsbildung national und international besser zur Anerkennung zu bringen und ihrem Wert entsprechend zu positionieren.

Adresse für Rückfragen:

Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=41035

EVD: Schulabgänger/innen ohne Anschluss – Was tun Bund, Kantone und die Wirtschaft?

20 Jun

Bern, 20.06.2011 – Mit Stichtag 15. April 2011 melden schweizweit 77‘000 Jugendliche (2010: 77‘000) Interesse an einer Lehrstelle. Dem steht ein Angebot der Unternehmen von 81‘000 Lehrstellen (2010: 76‘000) gegenüber. Zwischen Angebot und Nachfrage zeigen sich regional und in verschiedenen Berufsbereichen Unterschiede. An einer Medienkonferenz in Bern zogen heute Vertreter von Bund, Kantonen und Wirtschaft eine Bilanz zur aktuellen Lehrstellensituation und zeigten Erfolge und Herausforderungen bei der Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt auf.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=39664

Gemäss Resultaten des heute vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT präsentierten Lehrstellenbarometers ist der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil. Erstmals ist das Angebot an Lehrstellen im April sogar höher als die Nachfrage. Die Zahl der Jugendlichen, die Interesse an einer Lehrstelle haben, ist im Vergleich zum Vorjahr  konstant geblieben. Eine Zusage für eine Lehrstelle hatten am Stichtag 67 Prozent der Jugendlichen. 3 Prozent gaben an, sich bereits für eine andere Lösung entschieden zu haben (Zwischenjahr, Sprachaufenthalte etc.). Sowohl beim Stand der vergebenen Lehrstellen als auch bei den Interessen der Jugendlichen zeigen sich  regionale Unterschiede.

Im Kanton Bern deutet der Indikator bei den neuen Lehrverträgen auf eine Entspannung des Lehrstellenmarktes hin. Mit Stichtag 1. Juni 2011 waren bereits gegen 8000 neue Lehrverträge registriert, leicht mehr als 2010. Gleichzeitig wurden nach wie vor über 800 offene Lehrstellen gemeldet. Laut Erziehungsdirektor Bernhard Pulver besuchen trotzdem rund ein Fünftel der Volksschüler/innen ein Brückenangebot. Sei es, weil sie keine Lehrstelle in ihrem Wunschberuf gefunden haben oder weil sie ihre schulischen Leistungen noch aufbessern wollen. Die  Brückenangebote will der Kanton Bern noch gezielter auf die aktuellen Bedürfnisse abstimmen: Einerseits sollen sie Jugendliche auch für anspruchsvolle technische Berufe fit machen. Andererseits sollen Jugendliche mit Lernschwächen, sozialen Defiziten oder Migrationshintergrund noch intensiver begleitet werden. Heute realisieren 95 Prozent aller Jugendlichen im Kanton Bern einen Abschluss auf Sekundarstufe II. Ziel ist es, auch den restlichen 5 Prozent eine Perspektive zu bieten.

Die Überzeugung, dass das duale Berufsbildungssystem massgeblich zur Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt beiträgt, hat auch den Kanton Neuenburg dazu bewogen, eine Offensive zu starten:

In den nächsten 8 Jahren will er den Anteil der Jugendlichen, die nach der obligatorischen Schulzeit in die Berufsbildung eintreten, von 58 auf 68 Prozent steigern. Dabei soll sich der Anteil der Lernenden, die ihre Ausbildung in Betrieb und Berufsfachschule absolvieren, von 57 auf 80 Prozent erhöhen. 400 Lehrstellen müssen dazu neu geschaffen werden: Unternehmen ohne Lehrstellen sollen mittels Coachings dazu motiviert werden, Ausbildungsplätze anzubieten. Regierungsrat Philippe Gnaegi, Vorsteher des Amtes für Erziehung, Kultur und Bildung des Kantons Neuenburg, betonte an der Medienkonferenz: „Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, starten wir im Herbst zusammen mit dem Gewerbeverband ein Pilotprojekt. Für die erfolgreiche Umsetzung ist die Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern zentral.“

Als besondere Stärke und Garant für das erfolgreiche Funktionieren des dualen Berufsbildungssystems unterstrich auch BBT-Direktorin Ursula Renold die gut funktionierende Verbundpartnerschaft zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ausdrücklich. Diese sei ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Abschlussquote auf Sekundarstufe II bis 2015 von bisher 90 Prozent auf 95 Prozent zu steigern und damit Arbeitslosigkeit und Sozialkosten zu senken.

Auf diesem Weg zeigt insbesondere das Case Management Berufsbildung, dass Jugendliche mit mehrfachen Schwierigkeiten bereits ab dem 7. Schuljahr erfasst und begleitet, positive Resultate: Gemäss Angaben der Kantone, in denen das Case Management eingeführt ist, konnte der Anteil der Jugendlichen, die den Übertritt in eine Ausbildung oder eine Anschlusslösung schaffen, erhöht werden. Dieser Erfolg lässt sich nicht zuletzt auf die koordinierte Zusammenarbeit von Schulen, Behörden oder auch privaten Partnerinstitutionen wie die Stiftung Speranza zurückführen. Deren Gründer, Nationalrat und Unternehmer Otto Ineichen, betonte an der Medienkonferenz: „Vernetzung und unkomplizierte Zusammenarbeit sind nötig, damit möglichst alle Jugendlichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt finden.“ Dank Speranza wurden seit 2006 über 10‘000 neue Ausbildungsplätze geschaffen und über 300 Jugendliche mit schwierigen Voraussetzungen in den Arbeitsprozess integriert.

Für den Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv, Hans-Ulrich Bigler, ist klar: „Es darf nicht sein, dass Schulabgänger verschwinden und als Ungelernte mit 20 Jahren wieder in den Sozialversicherungen auftauchen.“ Der sgv unterstützt deshalb sowohl Speranza als auch die Bildungsdirektion des Kantons Neuenburg beim geplanten Pilotprojekt zur Schaffung neuer Lehrstellen in den KMU. Ziel ist es, mittels Beratungskonzepten, Einsatz von Lehrlingsbetreuern, Lehrbetriebsverbünden und weiteren  Informations- und Koordinationsmassnahmen die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, die Arbeitslosenversicherung zu entlasten, die Berufsbildung zu stärken und Jugendlichen eine Perspektive zu geben.

Adresse für Rückfragen:

Ursula Renold, Direktorin BBT / Tiziana Fantini, Stv. Leiterin Kommunikation BBT

http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=39664

Herausgeber:

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement
Internet: http://www.evd.admin.ch

BBT – Lehrstellensituation im Mai 2011

8 Jun

Bern, 08.06.2011 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen hat sich die Lehrstellensituation im Mai im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Der Lehrstellenmarkt präsentiert sich weiterhin stabil und spiegelt folgende Tendenzen:

  • Wie bereits im April ist das Lehrstellenangebot auch im Mai 2011 mit der Vorjahresperiode vergleichbar. In der Deutschschweiz wurden bereits viele Lehrstellen vergeben. Die Westschweiz und das Tessin befinden sich noch bis Ende August in der Rekrutierungsphase.
  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auch entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.

Generell sind gemäss Kantonsangaben zum jetzigen Zeitpunkt noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit (Fachfrau / Fachmann Gesundheit), Detailhandel und kaufmännische Grundbildung. Angebotsüberhänge verzeichnen insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe sowie die Holz- und Metallindustrie. Nach wie vor gross ist die Nachfrage nach Lehrstellen im niederschwelligen Bereich (2-jährige berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest EBA).

Die Kantone begegnen diesen Tendenzen mit einem verstärkten Lehrstellenmarketing, Brückenangeboten, Begleitung von besonders gefährdeten Jugendlichen (Case Management Berufsbildung) und Unterstützung der Lehrstellensuchenden. Viele Kantone setzen den Schwerpunkt auf den Einsatz von Lehrstellenförderern, um zusätzliche Lehrstellen in den Gesundheitsberufen und bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen zu schaffen.

Lehrstellenbarometer April 2011

Neben den bei den Kantonen durchgeführten Umfragen publiziert das BBT zweimal pro Jahr den Lehrstellenbarometer. Dieser liefert aufgrund von Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen vor der Berufswahl genauere Prognosen zur Entwicklung des Lehrstellenmarktes. Die Ergebnisse des Barometers vom April 2011 werden am 20. Juni 2011 anlässlich einer Medienkonferenz in Bern präsentiert.

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=39511

BBT – Lehrstellensituation im April 2011

6 Mai

Bern, 06.05.2011 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen präsentiert sich die Lehrstellensituation stabil. Wie bereits im März ist das Lehrstellenangebot auch im April 2011 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Weiterhin zeichnen sich folgende Tendenzen ab:

  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
  • Trotz ausgeglichener Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Zweijährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest

Um den letztgenannten Tendenzen entgegen zu wirken, stützen die Kantone das Lehrstellenangebot permanent mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung. Beispielsweise werden seit mehreren Jahren Lehrstellenförderer eingesetzt, um Lehrstellen bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen (Attest-Lehrstellen) zu schaffen. Diese ermöglichen schulisch Schwächeren oder Jugendlichen, die bewusst eine kürzere Ausbildung und ein einfacheres Anforderungsprofil suchen, einen anerkannten eidgenössischen Abschluss mit einem eigenständigen Ausbildungsprofil sowie den Anschluss an eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. Gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt hat das BBT von 2005 bis heute insgesamt 34 zweijährige berufliche Grundbildungen mit Eidgenössischem Berufstattest EBA neu geschaffen. Bis 2013 folgen 12 weitere Angebote.

Aktionstag „Berufsbildung als Chance“

Um vermehrt für den Stellenwert und die Chancen der Berufsbildung zu sensibilisieren und zusätzliche Lehrstellen schaffen, haben die Kantone AG, BE, FR, JU, NE, SH, SO, ZG und ZH zusammen mit 16 Privatradios am Mittwoch, 4. Mai 2011 den 3. interkantonalen Lehrstellentag durchgeführt. Im Fokus dieses gemeinsamen Aktionstages standen Themen rund um die Berufsbildung, die Lehrstellensuche und –förderung. Dabei kamen nebst Jugendlichen, Lehrpersonen und Berufsbildner/innen aus unterschiedlichen Lehrbetrieben auch Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zu Wort. Weitere Infos unter: www.Lehrstellentag.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=39002

BBT: Lehrstellensituation im März 2011

8 Apr

Bern, 08.04.2011 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen hat sich die Lehrstellensituation im März im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Der Lehrstellenmarkt präsentiert sich weiterhin stabil und spiegelt folgende Tendenzen:

* Wie bereits im Februar ist das Lehrstellenangebot auch im März 2011 mit der Vorjahresperiode vergleichbar. In der deutschsprachigen Schweiz wurden bereits viele Lehrstellen vergeben. Die Romandie und das Tessin beginnen traditionell erst später mit der Rekrutierung.
* Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
* Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auch entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.

Generell sind gemäss Kantonsangaben zum jetzigen Zeitpunkt noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit (Fachfrau / Fachmann Gesundheit), Detailhandel und kaufmännische Grundbildung. Angebotsüberhänge verzeichnen insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe, die Holz- und Metallindustrie sowie die technischen Berufe. Nach wie vor gross ist die Nachfrage nach Lehrstellen im niederschwelligen Bereich (2-jährige berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest EBA).

Breites Lehrstellenangebot
Schweiz weit entscheiden sich jährlich zwei von drei Jugendlichen für den Berufsbildungsweg. Sie setzen damit auf eine gute Karte. Das Spektrum an Berufen ist gross. Zur Auswahl stehen über 200 berufliche Grundbildungen. Das Angebot reicht von Agrarpraktiker/in EBA über Laborant/in EFZ bis hin zu Zeichner/in EFZ. Gleichermassen stehen Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung heute vielfältige Karrieremöglichkeiten offen: die Berufsmaturität, eidgenössische Prüfungen, Höhere Fachschulen, Fachhochschulen oder via Passerelle ein Hochschulstudium. Weitere Informationen unter: http://www.berufsberatung.ch, http://www.berufsbildungplus.ch oder in der aktuellen Broschüre „Berufsbildung in der Schweiz 2011 – Fakten und Zahlen“.

Herausgeber: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie

http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=38528

BBT: Lehrstellensituation im Februar 2011

8 Mrz

„Bern, 08.03.2011 – Insgesamt präsentiert sich die Lehrstellensituation 2011 ähnlich wie 2010. Erste sich abzeichnende Tendenzen spiegeln einen stabilen Lehrstellenmarkt. Das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Anzahl Schulabgänger/innen kann als ausgewogen bezeichnet werden. Mitte Februar ist es jedoch noch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen.

Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen sind für die ausgeglichene Situation folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist regional rückläufig.
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze stabil geblieben.
  • Alle Kantone stützen das Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und stellen Brückenangebote bereit.

Die am Stichtag 15. Februar 2011 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt auch dieses Jahr, dass das Lehrstellenangebot trotz stabilem Lehrstellenmarkt in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage entspricht. Insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.

Permanente Beobachtung des Lehrstellenmarktes

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit repräsentativen Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Mitte Juni 2011.“

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=37987

Lehrstellensituation im August 2010 (BBT)

7 Sep

Bern, 07.09.2010 – Zum Lehrbeginn 2010 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation auch im August 2010 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=34976

Für die ausgeglichene Situation sind folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist seit 2009 regional rückläufig.
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze trotz unsicherer Wirtschaftslage weitgehend stabil geblieben.
  • Alle Kantone stützen das Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und stellen Brückenangebote bereit.

Die am Stichtag 15. August 2010 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt erneut, dass das Lehrstellenangebot trotz stabilem Lehrstellenmarkt in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage entspricht. Insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die auf Lehrbeginn 2010 keine Lösung gefunden haben, stehen in allen Kantonen Brückenangebote bereit. Diese dienen je nach Bedarf dazu, schulische Lücken zu schliessen, die Berufswelt kennen zu lernen oder sich gezielt auf eine berufliche Grundbildung oder weiterführende Schule vorzubereiten.

Permanente Beobachtung des Lehrstellenmarktes

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit repräsentativen Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Ende Oktober 2010.

Adresse für Rückfragen:

Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler.@bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/

Lehrstellensituation im Juni 2010 (BBT)

8 Jul

Bern, 08.07.2010 – Rund zwei Monate vor Lehrbeginn 2010 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation auch im Juni 2010 mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=34212

Die eingeholten Trendmeldungen spiegeln folgende Tendenzen:

  • Die Westschweiz und das Tessin befinden sich noch bis Ende August in der Rekrutierungsphase. In der Deutschschweiz wurde ein grosser Teil der Lehrstellen bereits vergeben.
  • Trotz ausgeglichener Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.
  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.

Kantonale Massnahmen

Die Kantone begegnen den genannten Tendenzen mit gezieltem Lehrstellenmarketing, Lehrstellennachweisen, Brückenangeboten und individueller Begleitung von Jugendlichen (z.B. Case Management Berufsbildung). Kurz vor den Sommerferien unternehmen sie zusätzliche Anstrengungen, um die verbleibenden Lehrplätze an interessierte Jugendliche zu vermitteln. Beispiele sind die Projekte: „Lehrstelle JETZT“ (Kt. AG), speed dating (Kt. GE), Lehrstellenvermittlung „hotbiz“ (Kt. SH), „Endspurt“ (Kt. SZ) und andere. Zudem haben zahlreiche Kantone den Einsatz von Lehrstellenförderinnen resp. Lehrstellenförderer verstärkt.

Basel-Stadt und Basel-Landschaft wollen nebst laufenden Massnahmen zur Unterstützung von schwächeren Lehrstellensuchende gleichermassen auch leistungsstarke Jugendliche für den Weg der Berufsbildung motivieren. Unter http://www.berufsmaturbb.ch informiert die Kampagne „Mit der Lehre zur Matur“ über die Chancen und Karrieremöglichkeiten der Berufsbildung. Sie zeigt Jugendlichen auf, dass die zwei Bildungswege – Gymnasium und Berufslehre – gleichwertig sind und beide Abschlüsse ein späteres Studium an einer Universität oder ETH ermöglichen.

Noch freie Lehrstellen

Gemäss Kantonsangaben sind regional noch in diversen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Unter http://www.berufsberatung.ch zeigt der Lehrstellennachweis LENA, welche Lehrstellen in den jeweiligen Kantonen zu vergeben sind. Insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe, die Holz- und Metallindustrie sowie die Landwirtschaft bieten auf Lehrbeginn 2010 weiterhin freie Ausbildungsplätze an.

Adresse für Rückfragen:

Dani Duttweiler, Berufsbildung, Tel. 031 324 73 47, dani.duttweiler@bbt.admin.ch
Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, tiziana.fantini@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/

Kosten und Nutzen von zweijährigen beruflichen Grundbildungen aus Sicht der Betriebe

21 Jun

Kosten und Nutzen von zweijährigen beruflichen Grundbildungen aus Sicht der Betriebe: erste wissenschaftliche Datenerhebung liegt vor

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=33788

Bern, 21.06.2010 – Der produktive Nutzen von Lernenden einer zweijährigen beruflichen Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) übersteigt im Schnitt die Ausbildungskosten der Betriebe. Zwischen den untersuchten Berufen bestehen erhebliche Unterschiede im durchschnittlichen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Grundsätzlich ist der Nettonutzen leicht tiefer als der für die drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) ermittelte Wert. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT durchgeführt hat.

Anders als für die drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen lagen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis aus Sicht der Betriebe für die neuen zweijährigen beruflichen Grundbildungen bisher keine Zahlen vor. Die vorliegende Studie präsentiert erstmals wissenschaftlich fundierte Daten zu elf EBA-Berufen, die zwischen 2005 und 2007 eingeführt wurden. Die Analysen beruhen auf Angaben von 409 Betrieben in den ganzen Schweiz.

Die Resultate zeigen, dass ausbildende Betriebe bei Bruttokosten von CHF 54’746 und produktiven Leistungen der Lernenden von CHF 55’164 über zwei Jahre im Schnitt einen Nettoertrag von CHF 418 erzielen. Das jährliche Kosten-Nutzen-Verhältnis ist mit den drei- bzw. vierjährigen beruflichen Grundbildungen vergleichbar. Für Betreibe ist es grundsätzlich möglich, EBA-Lernende in betriebswirtschaftlich tragbarer Weise auszubilden. Zwischen den einzelnen EBA-Berufen zeigen sich jedoch grosse Unterschiede. Es gibt Berufe, die hohe Nettokosten aufweisen (Automobilassistent/in, Berufe im Gastgewerbe), aber auch Berufe, bei denen der Nutzen die Kosten klar übersteigt (Reifenpraktiker/in, Logistiker/in, Detailhandelsassistent/in). Die Differenzen sind hauptsächlich auf die Höhe der produktiven Leistungen sowie die unterschiedlichen Löhne der Lernenden zurückzuführen. Tendenziell dürften die Bruttokosten für die EBA-Ausbildungen in Zukunft etwas sinken, da für die Betriebe Startaufwände wie Planung und Koordination erstmaliger Ausbildungsgänge wegfallen.

Günstige Rahmenbedingungen schaffen

Die schweizerische Berufsbildung zeichnet sich durch einen hohen Arbeitsmarktbezug aus. Ausgebildet wird, wo eine Nachfrage nach entsprechenden Qualifikationen in der Arbeitswelt besteht. Der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe kommt daher eine hohe Wichtigkeit zu. Das betriebliche Kosten-Nutzen-Verhältnis ist ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung eines Betriebs, sich in der beruflichen Grundbildung zu engagieren.

Das BBT setzt sich gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt für eine hoch stehende Berufsbildung und ein ausreichendes Lehrstellenangebot ein. Seit dem Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes 2004 wurden bei den hauptsächlich praktisch ausgerichteten zweijährigen beruflichen Grundbildungen bis heute insgesamt 29 Berufsbilder geschaffen, die den Absolventinnen und Absolventen einen eidgenössisch anerkannten Abschluss ermöglichen und damit zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt beitragen.

Adresse für Rückfragen:

Dr. Hugo Barmettler, Leiter Berufsbildung BBT, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler@bbt.admin.ch
Dr. Juerg Schweri, Leiter Forschungsschwerpunkt „Steuerung der Berufsbildung“ EHB, Tel. 031 910 37 82, Juerg.Schweri@ehb-schweiz.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.bbt.admin.ch/
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