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SBFI – Lehrstellenbarometer: Lehrstellenmarkt stabil

30 Okt

Bern, 30.10.2014 – Wie bereits die April-Erhebung vermuten liess, hat das Lehrstellenangebot bis August 2014 weiter zugenommen (+ 14’500). Im Vergleich zum Vorjahr haben die Unternehmen allerdings 1000 Lehrstellen weniger angeboten und 500 weniger vergeben. Gleichzeitig hat auch die Zahl der offen gebliebenen Lehrstellen von 8500 im Jahr 2013 auf 8000 abgenommen. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das LINK-Institut im Auftrag des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation SBFI erstellt hat.

Per August 2014 hat das hochgerechnete Gesamtangebot an Lehrstellen gegenüber dem Vorjahr um 1000 auf 94’500 Stellen abgenommen. Davon haben die Unternehmen 86’500 Lehrstellen (2013: 87’000) vergeben. Weitere 8000 Ausbildungsplätze (2013: 8500) waren am Stichtag 31. August 2014 noch offen. Die Betriebe hoffen, davon in diesem Jahr noch 2500 (2013: 1500) besetzen zu können. Am meisten Lehrstellen sind in den technischen Berufen und im Bereich Dienstleistungen unbesetzt geblieben. Hauptgrund für unbesetzte Lehrstellen sind nach Angabe der Betriebe vor allem ungeeignete Bewerbungen.

Hochgerechnet 93’000 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren bekundeten in der diesjährigen Befragung Interesse an einer beruflichen Grundbildung, 500 weniger als im Vorjahr. Das Lehrstellenangebot übersteigt somit insgesamt die Nachfrage; die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Lehrstellenmarkt ist erfüllt. Von den befragten Jugendlichen, die 2014 vor der Ausbildungswahl standen, sind hochgerechnet 76’000 in eine berufliche Grundbildung eingetreten – 2000 mehr als im Vorjahr. Der Rest verteilt sich auf Jugendliche, die eine Vorbereitung auf eine berufliche Grundbildung beginnen, Jugendliche, die eine allgemeinbildende Schule beginnen, und Jugendliche, die eine Zwischenlösung oder etwas anderes machen. Gleich wie im Vorjahr, hatten 6% bis zum Stichtag am 31. August noch keine Lösung gefunden.

Die Anzahl Jugendlicher, die sich im laufenden Jahr vor der Ausbildungswahl befanden und sich für das nächste Jahr für eine Lehrstelle interessieren oder bereits eine Zusage für eine Lehrstelle für 2015 haben („Warteschlange“), ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Sie umfasst nun noch 13’500 Personen (Vorjahr 16’500). Zu Zeiten des Lehrstellenmangels hatte sie hochgerechnet 24’500 erreicht (2007).

Das Lehrstellenbarometer wird jährlich zweimal (im April und im August) erstellt. Für die Hochrechnungen dieses Sommers wurden vom 19. August bis 13. September 2568 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren telefonisch befragt. Der statistische Vertrauensbereich liegt für diese Stichprobe bei +/- 2 Prozent. Auf Seiten der Unternehmen wurden 5878 Betriebe mit mindestens zwei Mitarbeitenden schriftlich angefragt; 5517 nahmen an der Befragung teil. 1932 dieser Betriebe bieten Lehrstellen an. Der statistische Vertrauensbereich liegt bei dieser Stichprobe bei +/- 2,3 Prozent.

 
Adresse für Rückfragen:
Katrin Frei, Leiterin Ressort Grundsatzfragen und Politik, Abteilung Bildungsgrundlagen,
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)
katrin.frei AT sbfi.admin.ch, Tel. 058 462 82 47

Tiziana Fantini, Projektverantwortliche Kommunikation,
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)
tiziana.fantini AT sbfi.admin.ch, Tel. 058 463 04 59
Herausgeber: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
Quelle

Weitere Informationen

Lehrstellenbarometer August 2014 (Kurzbericht, PDF)

SBFI – „Der Lehrstellenmarkt funktioniert“

4 Nov

Bern, 04.11.2013 – „Wie bereits die April-Erhebung 2013 vermuten liess, hat das Lehrstellenangebot bis im August weiter zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Unternehmen sowohl mehr Lehrstellen angeboten (+ 3500) als auch vergeben (+ 2000). Gleichzeitig hat die Zahl der offen gebliebenen Lehrstellen von 7000 im Jahr 2012 auf 8500 zugenommen. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das LINK-Institut im Auftrag des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation SBFI erstellt hat.

Per August 2013 hat das Gesamtangebot an Lehrstellen um 3500 auf hochgerechnet 95’500 Stellen zugenommen. Davon haben die Unternehmen 87’000 Lehrstellen (2012: 85’000) vergeben. Weitere 8500 Ausbildungsplätze (2012: 7000) waren am Stichtag 31. August 2013 noch offen. Die Betriebe hoffen, davon in diesem Jahr noch 1500 (2012: 2000) besetzen zu können. Am meisten Lehrstellen sind in den technischen Berufen, Bau/Architektur und Dienstleistungen unbesetzt geblieben. Hauptgrund dafür sind nach Angabe der Betriebe vor allem ungeeignete Bewerbungen.

Hochgerechnet 93’500 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren bekundeten in der diesjährigen Befragung Interesse an einer beruflichen Grundbildung, 3000 weniger als im Vorjahr. Das Lehrstellenangebot übersteigt somit insgesamt die Nachfrage; die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Lehrstellenmarkt ist erfüllt. Von den befragten Jugendlichen, die 2013 vor der Ausbildungswahl standen, sind rund 50% (hochgerechnet 74’000) effektiv in eine berufliche Grundbildung eingetreten. Der Rest verteilt sich auf Jugendliche, die eine Vorbereitung auf eine berufliche Grundbildung beginnen, Jugendliche, die eine allgemeinbildende Schule beginnen, und Jugendliche, die eine Zwischenlösung oder etwas anderes machen; 6% hatten bis zum Stichtag am 31. August noch keine Lösung gefunden.

Die Anzahl Jugendlicher, die sich im laufenden Jahr vor der Ausbildungswahl befanden und für das nächste Jahr für eine Lehrstelle interessieren oder bereits eine Zusage für eine Lehrstelle für 2014 haben („Warteschlange“), ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Sie umfasst nun noch 16’500 Personen (Vorjahr 17’000). Zu Zeiten des Lehrstellenmangels hatte sie hochgerechnet 24’500 erreicht (2007). Von den 16’500 Jugendlichen hatten 8500 schon für dieses Jahr eine Lehrstelle gesucht; 8000 strebten von sich aus erst für 2014 einen Lehrbeginn an.

Das Lehrstellenbarometer wird jährlich zweimal (im April und im August) erstellt. Für die Hochrechnungen dieses Sommers wurden vom 20. August bis 14. September 2553 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren telefonisch befragt. Der statistische Vertrauensbereich liegt für diese Stichprobe bei +/- 2 Prozent. Auf Seiten der Unternehmen wurden 5889 Betriebe mit mindestens zwei Mitarbeitenden schriftlich angefragt; 5441 nahmen an der Befragung teil. Davon waren 2098 Betriebe mit Lehrstellen. Der statistische Vertrauensbereich liegt bei dieser Stichprobe bei +/- 2,2 Prozent.

Sensibilisierung für die Berufsbildung

Ein ausreichendes und attraktives Lehrstellenangebot ist für Gesellschaft und Wirtschaft von grosser Bedeutung. Es ermöglicht Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt und sorgt für Nachwuchs an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Gemäss Lehrstellenbarometer haben jedoch insbesondere Unternehmen, die Lehrstellen in technischen Berufen und mit hohen Anforderungsprofilen anbieten, zunehmend Mühe, geeigneten Berufsnachwuchs zu rekrutieren. Ein Grund dafür ist die demographische Entwicklung: Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist seit 2009 rückläufig.

Diesem Umstand trägt die Plakatkampagne BERUFSBILDUNGPLUS.CH Rechnung, die heute schweizweit startet. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, will sie Jugendliche und junge Erwachsene über die vielfältigen Möglichkeiten, die die Berufsbildung eröffnet, informieren und Leistungsstarke für die verschiedenen Karrieremöglichkeiten sensibilisieren. Weiter sollen Unternehmen hinsichtlich ihrer Personalpolitik darauf hingewiesen werden, dass insbesondere die höhere Berufsbildung für verantwortungsvolle Fach- oder Führungsfunktionen qualifiziert. Sie verhilft zu den Fachkräften, welche die Schweizer Wirtschaft braucht, um national und international wettbewerbsfähig zu bleiben.
BERUFSBILDUNGPLUS.CH ist – unter der Leitung des SBFI – eine gemeinsame Initiative des Bundes, der Kantone und der Organisationen der Arbeitswelt.“
Adresse für Rückfragen:
Katrin Frei, Leiterin des Ressorts Grundsatzfragen und Politik, Abteilung Berufliche Grundbildung und höhere Berufsbildung, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), Tel. 031 322 82 47

Tiziana Fantini, Projektverantwortliche Kommunikation, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), Tel. 031 323 04 59
Herausgeber:

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=50803

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Mit Aussagen wie z.B.
1. „Gleichzeitig hat die Zahl der offen gebliebenen Lehrstellen von 7000 im Jahr 2012 auf 8500 zugenommen.“

2. „Die Anzahl Jugendlicher, die sich im laufenden Jahr vor der Ausbildungswahl befanden und für das nächste Jahr für eine Lehrstelle interessieren oder bereits eine Zusage für eine Lehrstelle für 2014 haben (“Warteschlange”), ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Sie umfasst nun noch 16’500 Personen (Vorjahr 17’000). Zu Zeiten des Lehrstellenmangels hatte sie hochgerechnet 24’500 erreicht (2007).“

3. „Hochgerechnet 93’500 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren bekundeten in der diesjährigen Befragung Interesse an einer beruflichen Grundbildung, 3000 weniger als im Vorjahr. Das Lehrstellenangebot übersteigt somit insgesamt die Nachfrage; die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Lehrstellenmarkt ist erfüllt.“

… bin ich nicht ganz sicher, ob der Titel „Der Lehrstellenmarkt funktioniert“ treffend ist.

Zu 1.:
Es ist zweifelsfrei erfreulich, dass die Bereitschaft mehr Lehrstellen anzubieten auch in diesem Jahr gestiegen ist. Die Zunahme der offen gebliebenen Lehrstellen sehe ich zum einen darin begründet, dass die „falschen“ Lehrstellen angeboten werden/wurden, die Anforderungen zu hoch und/oder die Jugendlichen zu schwach sind.

Zu 2.:
Die Abnahme auf der Warteschlange ist ebenfalls erfreulich. Gründe für die Abnahme sind aber einerseits die abnehmende Zahl der Schulabgänger und der Druck auf die Unternehmen wegen dem Nachwuchsmangel das eine oder andere Auge bei den Anforderungen zuzudrücken. Dankeschön an alle diejenigen, welche vermeintlich schwächeren Schülern eine Chance geben.
16’500 sind aber immer noch zu viele Jugendliche auf der Warteschlange.

Zu 3.:
Die Aussage im dritten Auszug bezüglich „Das Lehrstellenangebot übersteigt somit insgesamt die Nachfrage“ ist wieder einmal das sinnlose „Birnen mit Äpfel“ vergleichen. Es ist ja „schön“, wenn den 93’500 Jugendlichen hochgerechnet 95’500 Lehrstellen gegenüberstehen. Aber reicht dieser Lehrstellen“überhang“ wirklich aus? Bei über 250 verschiedenen Berufen und Lehrstellen von Graubünden bis Basel bezweifle ich doch sehr, dass wirklich genügend Lehrstellen am richtigen Ort und im richtigen Beruf vorhanden sind.
Klar: Der Lehrstellenmarkt ist kein Wunschkonzert und der Arbeitsmarkt bestimmt das Lehrstellenangebot. Aber ein Überangebot an Lehrstellen sollte die Regel sein, damit wirklich eine Auswahlmöglichkeit besteht und damit vielleicht auch die Lehrabbrüche etwas reduziert würden, wenn die Jugendlichen die für sie passende Lehrstelle ergattern könnten.

Für Firmen mit eher unattraktiven Berufen macht dies die Sache natürlich nicht einfacher. Laut einer Publikation von Avenir Suisse gibt es strukturelle Differenzen bezüglich der Verteilung der Berufe auf dem Arbeitsmarkt und den effektiv angebotenen Lehrstellen auf dem Lehrstellenmarkt.
Nebst den „falschen“ Lehrstellen, gibt es aber auch wichtige Lehrstellen, welche zu wenig nachgefragt werden. In Zeiten wo mehr Jugendliche das Gymnasium in Angriff nehmen und viele nur noch im Büro arbeiten wollen, braucht es auch Gegensteuer, um Jugendliche auf die Attraktivität und Weiterbildungsmöglichkeiten vieler handwerklicher Berufe hinzuweisen. Es kann nicht sein, dass wichtige handwerkliche Berufe künftig nur noch mit Jugendlichen aus den Nachbarländern besetzt werden. Ich bin überzeugt, es gibt viele Einheimische, welche das Zeug dazu hätten, einen handwerklichen Beruf erfolgreich zu erlernen und darin mehr aufblühen würden als in einem Bürojob – wenn es die Eltern zulassen.

Langer Rede, kurzer Sinn:
„Der Lehrstellemarkt funktioniert“ ist nach meiner Interpretation nicht ganz richtig. Aber das ist ja, wie Alles, eine Definitionsfrage…

Lehrstellensituation im März 2013

9 Apr

Bern, 09.04.2013 – Ähnlich wie 2012 spiegeln erste sich abzeichnende Tendenzen auch für 2013 einen stabilen Lehrstellenmarkt. Zwischen Angebot und Nachfrage zeigen sich regional und in verschiedenen Berufsbereichen Unterschiede. Mitte März ist es jedoch noch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen. Bund und Kantone verfolgen die Tendenzen in der Lehrstellenentwicklung permanent. Aussagekräftigere Prognosen liefert im Juni 2013 das Lehrstellenbarometer.

Gemäss der Umfrage des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation SBFI bei den Kantonen sind für die ausgeglichene Situation folgende Faktoren massgebend verantwortlich:

  • Die Anzahl Schulabgänger/innen ist seit 2009 rückläufig. Laut Bundesamt für Statistik BFS dürfte diese Abnahme bis 2018 anhalten und im Vergleich zu 2012 gesamtschweizerisch einen Rückgang von 7 Prozent betragen (2018: 76‘000 Abgänger/innen der obligatorischen Schule, das sind 6‘000 weniger als 2012).
  • Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen.
  • Mit geeigneten Massnahmen sowohl für schwächere als auch für leistungsstarke Jugendliche stützen die Verbundpartner das Lehrstellenangebot und setzen sich für eine attraktive Berufsbildung ein.

Die am Stichtag 15. März 2013 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt auch dieses Jahr, dass der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil ist. Das Lehrstellenangebot entspricht jedoch in einzelnen Bereichen nicht immer der Nachfrage. Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger. Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben zum Teil Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Beobachtung des Lehrstellenmarktes

Das SBFI beobachtet – in Zusammenarbeit mit den Kantonen – die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt aufmerksam. Ausreichende Mittel sind eingestellt, um bei einer sich abzeichnenden wesentlichen Veränderung Stabilisierungsmassnahmen zu ergreifen. Eine repräsentative Umfrage bei Unternehmen und Jugendlichen wird das SBFI Mitte April 2013 im Rahmen des Lehrstellenbarometers durchführen lassen. Die Publikation der Resultate erfolgt Mitte Juni 2013.

Informationen zur Berufsbildung liefert die soeben erschienene Broschüre „Berufsbildung in der Schweiz 2013 – Fakten und Zahlen“. Sie kann unter http://www.berufsbildungplus.ch bestellt oder als PDF-Version heruntergeladen werden.

Adresse für Rückfragen:

Philipp Theiler, Projektverantwortlicher Berufsbildung,
Tel. 031 323 22 72, philipp.theiler@sbfi.admin.ch

Herausgeber:

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
Internet: http://www.sbfi.admin.ch

Achte nationale Lehrstellenkonferenz 2012 in Martigny

23 Nov

Bern, 23.11.2012 – Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann lud heute in Martigny zur 8. nationalen Lehrstellenkonferenz. Mit Sozialpartnern und Akteuren aus Politik und Wirtschaft diskutierte er bildungspolitische Massnahmen mit dem Ziel, Unternehmen aller Branchen mit geeigneten Fachkräften zu versorgen. Am Nachmittag ehrte der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements EVD im Rahmen des 10. Tages der Berufsbildung die Elite des Schweizer Berufsnachwuchses.

Die jährliche nationale Lehrstellenkonferenz wurde 2005 ins Leben gerufen, um dem damaligen Lehrstellenmangel zu begegnen. Inzwischen präsentiert sich der Lehrstellenmarkt deutlich stabiler und die Lehrstellenkonferenz hat sich als Plattform etabliert, um andere aktuelle Herausforderungen für die Berufsbildung zu erörtern. Heute standen in Martigny die Auswirkungen des Strukturwandels und die Gefahr einer schleichenden Deindustrialisierung im Fokus der Gespräche zwischen Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements EVD, und den Spitzen der Verbundpartner.

Wie andere Industrienationen hat sich auch die Schweiz in den letzten Jahren immer mehr zur Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. Drei Viertel aller Erwerbstätigen sind heute im Dienstleistungssektor tätig. Wenn angesichts der weltweit schwierigen Wirtschaftslage Investitionen in der Schweiz ausbleiben, ist der Schweizer Wirtschaftsstandort mit seinem traditionell breiten Branchenmix gefährdet. Vor diesem Hintergrund verabschiedeten die Teilnehmenden der Lehrstellenkonferenz bildungspolitische Massnahmen, um diesen Herausforderungen zu begegnen und die Schweiz als breit diversifizierte Volkswirtschaft zu stärken. So sollen noch mehr Junge und insbesondere junge Frauen für technische Berufe motiviert und mit Nachholbildung mehr Fachkräfte rekrutiert werden. Zudem soll das Potenzial von Migrantinnen und Migranten gezielter genutzt werden. Die höhere Berufsbildung soll gestärkt und ihr Potenzial für den Werk- und Denkplatz Schweiz ausgeschöpft werden. Parallel dazu werden Lehrbetriebe durch schlanke Prozesse administrativ entlastet.

Neben dem Schwerpunktthema Deindustrialisierung liess sich die Lehrstellenkonferenz über den Stand der Folgearbeiten zum letztjährigen Thema Berufliche Mobilität informieren. Im Weiteren wollen die Verbundpartner an den bewährten Massnahmen festhalten, die Jugendliche beim Übergang in den Arbeitsmarkt unterstützen; namentlich Brückenangebote, Coaching/Mentoring, Case Management Berufsbildung, Lehrstellenförderung und Lehrbetriebsverbünde.

Im Anschluss an die nationale Lehrstellenkonferenz standen am Nachmittag junge Berufsleute im Rampenlicht, die hervorragende Leistungen erbracht haben. Im Rahmen des 10. Tages der Berufsbildung ehrten Bundesrat Schneider-Ammann und der Walliser Staatsrat Claude Roch die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Schweizer Berufsmeisterschaften und die Teilnehmenden der EuroSkills 2012.

Lehrstellenbarometer: Stabiler Lehrstellenmarkt

Das an der heutigen Lehrstellenkonferenz veröffentlichte Lehrstellenbarometer mit Stichtag 31. August 2012 zeichnet ein stabiles Bild des Lehrstellenmarkts: Das Angebot an Lehrstellen bei den Unternehmen übertrifft die Eintritte in die berufliche Grundbildung bei den Jugendlichen. Insgesamt wurden leicht weniger Lehrstellen angeboten als im Vorjahr; die Anzahl unbesetzter Lehrstellen blieb jedoch stabil. Im Vergleich zum Vorjahr traten mehr Jugendliche in eine berufliche Grundbildung ein. Die Zahl der Jugendlichen in der so genannten „Warteschlange“ ging weiter zurück.

  • Das Lehrstellenangebot der Unternehmen lag hochgerechnet bei 92’000 (2011: 93’500). Davon wurden 85’000 Lehrstellen vergeben (2011: 87’000); 7’000 Lehrstellen sind offen geblieben (2011: 6’500). Die meisten unbesetzten Lehrstellen finden sich in technischen Berufen, in der Baubranche oder im verarbeitenden Gewerbe.
  • Die Anzahl Jugendlicher mit Interesse an einer beruflichen Grundbildung betrug hochgerechnet 96’500 Personen (2011: 90’000). 80’500 Jugendliche haben eine berufliche Grundbildung begonnen (2011: 72’500).
  • Die Anzahl Jugendlicher, die sich im Jahr 2012 vor der Ausbildungswahl befanden und sich für das Jahr 2013 für eine Lehrstelle interessierten oder bereits eine Zusage für eine Lehrstelle für 2013 haben („Warteschlange“), ging gegenüber dem Vorjahr mit 17’000 leicht zurück (2011: 17’500). 95% aller Jugendlichen vor der Berufswahl haben laut Befragung im August eine Lösung in Aussicht; 5 Prozent bezeichneten sich als arbeitslos bzw. ohne Beschäftigung.

Adresse für Rückfragen:

Evelyn Kobelt, Pressesprecherin EVD, Tel. 079 301 71 72
Blaise Roulet, Geschäftsführender Vizedirektor BBT, Tel. 079 249 73 59

Herausgeber:

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement
Internet: http://www.evd.admin.ch
Quelle: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=46836
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BBT: Lehrstellensituation im August 2012

7 Sep

Bern, 07.09.2012 – Zum Lehrbeginn 2012 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil. Laut Rückmeldungen der Kantone auf die monatliche Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT sind regional und in gewissen Berufsfeldern noch Lehrstellen offen. Genauere Angaben zum Stand der Lehrstellenvergabe per 31. August 2012 wird im November das Lehrstellenbarometer liefern.

Die am Stichtag 15. August 2012 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt erneut, dass sich Lehrstellenangebot und Nachfrage trotz stabilem Lehrstellenmarkt in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer decken. Einerseits sind beispielsweise im Baugewerbe oder bei den technischen Berufen noch Lehrstellen offen. Andererseits haben insbesondere Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Zahl der freien Lehrstellen ist je nach Branche und Kanton unterschiedlich. Generell sind Ausbildungsplätze im Gesundheits- und Sozialwesen, im Detailhandel und bei der kaufmännischen Grundbildung besonders begehrt. Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die auf Lehrbeginn 2012 keine Lösung gefunden haben, stehen in allen Kantonen Brückenangebote bereit. Diese dienen je nach Bedarf dazu, schulische Lücken zu schliessen, die Berufswelt kennen zu lernen oder sich gezielt auf eine berufliche Grundbildung oder weiterführende Schule vorzubereiten.

Prognosen und Erhebungen

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone Tendenzen zur Lehrstellensituation. Daraus resultiert die vorliegende Trendanalyse, die das BBT monatlich veröffentlicht. Hinzu kommt zweimal pro Jahr das Lehrstellenbarometer: Dieses liefert aufgrund von Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen vor der Berufswahl genauere Prognosen zur Entwicklung des Lehrstellenmarkts. Die Ergebnisse des April-Barometers 2012 sind unter http://www.bbt.admin.ch/barometer aufgeschaltet. Ergebnisse der August-Erhebung werden anlässlich der 8. Nationalen Lehrstellenkonferenz am 23. November 2012 präsentiert.

Berufsbildung in der Schweiz – filmische Information

Das duale Berufsbildungssystem der Schweiz ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Schweizer Wirtschaft. Dank seiner konsequenten Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt rückt es national wie international immer mehr in den Fokus. Ab sofort stehen drei filmische Porträts zum dualen Ausbildungssystem den Berufsbildungsinteressierten aus dem In- und Ausland für Informations-, Präsentations-, und Promotionszwecke unter http://www.bbt.admin.ch/film zur Verfügung.

Adresse für Rückfragen:

Philipp Theiler, Berufsbildung, Tel. 031 323 22 72, philipp.theiler@bbt.admin.ch
Carmen Steimann, Kommunikation, Tel. 031 322 58 84, medien@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=45606

BBT: Lehrstellensituation im Juni

9 Jul

Bern, 09.07.2012 – Rund zwei Monate vor Lehrbeginn 2012 präsentiert sich der Lehrstellenmarkt stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation auch im Juni 2012 mit der Vorjahresperiode vergleichbar. Zahlreiche Massnahmen zur Nachwuchssicherung auf allen Stufen und zur Förderung leistungsstarker Jugendlicher in der Berufsbildung stützen den Markt.

Die eingeholten Trendmeldungen spiegeln folgende Tendenzen:

  • Die Westschweiz und das Tessin befinden sich noch bis Ende August in der Rekrutierungsphase. In der Deutschschweiz wurde ein grosser Teil der Lehrstellen bereits vergeben.
  • Trotz ausgeglichener Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.
  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.

Die Kantone begegnen den genannten Tendenzen mit gezieltem Lehrstellen-Matching, Lehrstellenmarketing, Lehrstellennachweisen, Brückenangeboten und individueller Begleitung von Jugendlichen (z.B. Case Management Berufsbildung). Kurz vor den Sommerferien unternehmen sie zusätzliche Anstrengungen, um die verbleibenden Lehrplätze an interessierte Jugendliche zu vermitteln. Beispiele sind die Projekte „Action Last-Minute und Win-Win 2012“ (Kt. FR) oder die Lehrstellenvermittlung „hotbiz“ (Kt. SH).

Parallel dazu verstärken die Kantone ihre Anstrengungen, um insbesondere auch leistungsstarke Jugendliche für die Berufsbildung zu gewinnen. Beispielsweise führt der Kanton Zürich unter dem Titel „Gymi und Lehre – beide Wege führen zum Erfolg“, in diesem Jahr Informationsanlässe zur Gleichwertigkeit von Berufsbildung und Gymnasium durch. Schulisch Starke für die Berufsbildung motivieren, will auch die Imagekampagne „Berufslehre plus Berufsmatur“ der beiden Basel. Geworben wird dafür mit Plakaten, Inseraten und anderen Werbemitteln, mit zahlreichen Anlässen bei Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Unternehmen sowie auf http://www.berufsmaturbb.ch.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=45330

 

BBT: „Gesamtschweizerisches Lehrstellenangebot entspricht der Nachfrage“ – Nein, das finde ich nicht…

21 Jun

Bern, 21.06.2012 – Der Lehrstellenmarkt präsentiert sich auch dieses Jahr ausgeglichen. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das LINK-Institut seit 1997 im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT erhebt. Am Stichtag 15. April 2012 melden 80’500 Jugendliche Interesse an einer Lehrstelle an, während die Unternehmen 80’000 Lehrstellen anbieten. Im gleichzeitig veröffentlichten Bericht „Start ins Berufsleben“ zeigt das BBT auf, mit welchen Massnahmen Schulabgängerinnen und Schulabgängern der Einstieg in die Berufsbildung erleichtert wird.

Gemäss Resultaten des heute vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT veröffentlichten Lehrstellenbarometers ist der Lehrstellenmarkt weiterhin stabil. Während die Nachfrage nach Lehrstellen im Vergleich zu 2011 gestiegen ist, ist das Angebot leicht zurückgegangen. Damit halten sich gesamtschweizerisch Nachfrage und Angebot die Waage: Von 145’000 Jugendlichen vor der Ausbildungswahl (2011: 136’500) interessieren sich 80’500 Jugendliche (2011: 77’000) für eine Lehrstelle. Dem steht bei den Unternehmen ein Angebot an 80’000 Lehrstellen (2011: 81’000) gegenüber. Erfahrungsgemäss steigt das Lehrstellenangebot bis zum Lehrbeginn im August nochmals an.

72% der Jugendlichen mit Interesse an einer Lehrstelle haben im April bereits eine Lehrstelle und 2% eine andere Lösung zugesichert. Dies sind deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Anzahl der Jugendlichen, die noch keine Zusage erhalten haben und sich ausschliesslich für eine Lehrstelle interessieren, ist gegenüber dem Vorjahr von 16’500 auf 15’000 gesunken. Mit hochgerechnet 22’000 (2011: 20’000) gemeldeten offenen Lehrstellen bei den Unternehmen übertrifft das Angebot die Nachfrage seitens der Jugendlichen.

Die detaillierten Ergebnisse des Lehrstellenbarometers vom April 2012 werden Anfang Juli auf http://www.bbt.admin.ch/barometer publiziert.

Bericht „Start ins Berufsleben“

Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt setzen sich gemeinsam für die Integration von Jugendlichen in die Berufsbildung und in den Arbeitsmarkt sowie für die Unterstützung von Betrieben bei der Ausbildung des Berufsnachwuchses ein. Im heute veröffentlichten Bericht „Start ins Berufsleben“ beschreibt das BBT, welche Massnahmen auf gesamtschweizerischer Ebene bereitstehen, um den Übertritt in die nachobligatorische Bildung zu erleichtern. Dazu gehören Brückenangebote, Coaching- und Mentoring-Programme, zweijährige berufliche Grundbildungen oder das Case Management Berufsbildung, die sich an Schulabgängerinnen und Schulabgänger richten, denen der Einstieg in die Arbeitswelt nicht ohne weiteres gelingt. Hilfestellungen für die Unternehmen zielen darauf ab, sie beim Anbieten von Lehrstellen zu unterstützen und für möglichst optimale Rahmenbedingungen zu sorgen. Der Einsatz von Lehrstellenförderern und die Möglichkeit für Lehrbetriebsverbünde haben dazu beigetragen, dass der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil ist. Insgesamt steht auf allen Ebenen ein bewährtes Instrumentarium zur Verfügung, das regelmässig auf seine Wirksamkeit überprüft wird.

Adresse für Rückfragen:

Tiziana Fantini, Kommunikation BBT, Tel. 031 323 04 59, medien@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=45035
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Anmerkung: Lehrstellenangebot entspricht der Nachfrage?

80´500 interessierte Jugendliche vs. 80´000 Lehrstellen. Schön, dass so viele Lehrstellen angeboten werden. Aber ist für den Jugendlichen aus Graubünden die gesuchte Lehrstelle dabei? Oder gibt es nur eine Lehrstelle in 250 anderen, „falschen“ Berufen und die gesuchte Lehrstelle ist nur in Basel verfügbar? Und wie sieht es mit den Qualifikation des Jugendlichen für den angebotenen Beruf aus? Entsprechen diese den Anforderungen des Lehrbetriebs? Nützt es einem Lehrbetrieb, der eine Informatikerlehrstelle anbietet, wenn sich nur Schüler bewerben, die den Anforderungen nicht genügen? Da kann die Nachfrage noch so gross sein.

Ich bitte um eine etwas differenzierte Aussage hinsichtlich Ausbildungsort und angebotenem/nachgefragtem Beruf und eben auch bezüglich der Eignung für den Beruf.

BBT – Lehrstellensituation im Mai 2012

6 Jun

Bern, 06.06.2012 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen hat sich die Lehrstellensituation im Mai im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Die duale Lehre ist eine Erfolgsgeschichte, auch für die Betriebe. Dies bestätigt die dritte Studie zu „Kosten und Nutzen der Lehrlingsausbildung aus Sicht der Betriebe“, welche die Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern durchgeführt hat.

Weiterhin zeichnen sich im Mai 2012 rund drei Monate vor Lehrbeginn folgende Tendenzen ab:

  • Wie bereits im April ist das Lehrstellenangebot auch im Mai mit der Vorjahresperiode vergleichbar. In der Deutschschweiz wurden bereits viele Lehrstellen vergeben. Die Westschweiz und das Tessin befinden sich noch bis Ende August in der Rekrutierungsphase.
  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Nach wie vor gross ist die Nachfrage auch nach Lehrstellen im niederschwelligen Bereich (2-jährige berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest EBA).

Um letztgenannten Tendenzen entgegen zu wirken, stützen die Kantone das Lehrstellenangebot permanent mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung. Beispielsweise sind seit mehreren Jahren Lehrstellenförderer im Einsatz, die Lehrstellen bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen (Attest-Lehrstellen) schaffen. Diese ermöglichen vorwiegend praktisch begabten Jugendlichen einen anerkannten eidgenössischen Abschluss mit einem eigenständigen Ausbildungsprofil.

Generell sind gemäss Kantonsangaben zum jetzigen Zeitpunkt noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit (Fachfrau / Fachmann Gesundheit), Detailhandel und kaufmännische Grundbildung. Angebotsüberhänge verzeichnen insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe sowie die Holz- und Metallindustrie.

Berufliche Grundbildung: Ausbilden lohnt sich

Die dritte Erhebung zu Kosten und Nutzen der Lehrlingsausbildung bestätigt die Ergebnisse der zwei Vorgängererhebungen und unterstreicht den volkswirtschaftlichen Nutzen der Lehrlingsausbildung. Die Forschungsresultate beziehen sich auf die Lehrverhältnisse aus dem Erhebungsjahr 2009. Sie stützen sich auf Angaben von rund 2’500 ausbildenden und 10’000 nicht ausbildenden Betrieben.

Aus den Bruttokosten in der Höhe von 5,4 Milliarden Franken und den produktiven Leistungen der Lernenden von 5,8 Milliarden Franken ergibt sich für die Betriebe ein Nettonutzen von rund einer halben Milliarde Franken. Rund zwei Drittel der Ausbildungsverhältnisse in der Schweiz schliessen aus der Sicht der ausbildenden Betriebe mit einem Nettonutzen ab. Bei dem Drittel der beruflichen Grundbildungen, die nach Beendigung des Lehrverhältnisses Nettokosten aufweisen, decken meistens kurz- und mittelfristige Erträge wie Einsparung von Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten die Ausbildungsauslagen. Dieser Nutzenaspekt der eigenen Lehrlingsausbildung dürfte bei dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel noch an Bedeutung gewinnen.

Die Ausbildungsquote der Schweizer Betriebe beträgt nach Abzug der theoretisch nicht ausbildungsfähigen Betriebe über 40 Prozent und ist im Vergleich zur letzten Erhebung um rund 5 Prozentpunkte angestiegen.

Breites Lehrstellenangebot

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) setzt sich gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt für eine betriebswirtschaftlich betrachtet lohnende Ausbildung und ein ausreichendes Lehrstellenangebot ein. Die sehr guten Rahmenbedingungen führen auf der volkswirtschaftlichen Ebene zu effizienten Ergebnissen, weil sie eine genügende Zahl von Betrieben animieren, Lehrstellen in ausreichender Zahl und von guter Qualität anzubieten.

Ausbilden soll sich auch in Zukunft lohnen. Flankierende Massnahmen wie die individuelle Begleitung der Jugendlichen tragen dazu bei, dass diese den Anforderungen einer beruflichen Grundbildung gewachsen sind. Um dies wirksam zu fördern, stützen die Kantone das Lehrstellenangebot permanent mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung. Gleichermassen stehen Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung heute vielfältige Karrieremöglichkeiten offen: die Berufsmaturität, eidgenössische Prüfungen, Höhere Fachschulen, Fachhochschulen oder via Passerelle ein Hochschulstudium.

Adresse für Rückfragen:

Helen Stotzer, Leiterin Kommunikation BBT, Tel. 031 322 21 24, helen.stotzer@bbt.admin.ch
Prof. Dr. Stefan C. Wolter, Projektleiter und Co-Autor Studie, Forschungsstelle für Bildungsökonomie Universität Bern, Tel. 062 835 23 90/91, stefan.wolter@vwi.unibe.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Quelle: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=44814

BBT – Lehrstellensituation im April 2012

7 Mai

Bern, 07.05.2012 – Wie bereits in den Vormonaten präsentiert sich die Lehrstellensituation auch im April stabil. Dies bestätigt die vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) durchgeführte Umfrage bei den Kantonen. Zahlreiche Lehrstellenförderungsmassnahmen wie beispielsweise der interkantonale Lehrstellentag vom 9. Mai 2012 stützen den Markt.

Trotz ausgeglichenem Lehrstellenmarkt zeichnen sich folgende Tendenzen weiterhin ab:

  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
  • Das Lehrstellenangebot entspricht in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.

40 zweijährige berufliche Grundbildungen mit eidg. Berufsattest (EBA)

Um letztgenannten Tendenzen entgegen zu wirken, stützen die Kantone das Lehrstellenangebot permanent mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung. Beispielsweise sind seit mehreren Jahren Lehrstellenförderer im Einsatz, die Lehrstellen bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen (Attest-Lehrstellen) schaffen. Diese ermöglichen vorwiegend praktisch begabten Jugendlichen einen anerkannten eidgenössischen Abschluss mit einem eigenständigen Ausbildungsprofil. Im Anschluss daran ist eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis jederzeit möglich. Gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt hat das BBT von 2005 bis heute insgesamt 40 zweijährige berufliche Grundbildungen mit eidg. Berufstattest EBA neu geschaffen. In den nächsten zwei Jahren sollen 7 weitere Angebote folgen. Gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS schlossen in der Zeit von 2006 bis 2010 rund 10’700 Jugendliche ihre Attest-Ausbildung erfolgreich ab.

9. Mai 2012: Aktionstag „Berufsbildung als Chance“

Vermehrt für Stellenwert und Chancen der Berufsbildung sensibilisieren, zusätzliche Lehrstellen schaffen. Mit diesem Ziel veranstalten die Kantone AG, BE, BL, BS, FR, JU, NE, SH, SO, VD, VS, ZG und ZH sowie das Fürstentum Lichtenstein zusammen mit 23 Lokalradios am Mittwoch, 9. Mai 2012 den 4. interkantonalen Lehrstellentag. Dabei richten die beteiligten Radiostationen ihr Tagesprogramm ganz auf Themen rund um die Berufsbildung aus. Jugendliche erfahren beispielswiese, wo sie Unterstützung bei der Lehrstellensuche erhalten, Unternehmen bekommen Informationen, wie sie Lehrbetrieb werden können. Gleichzeig kommen auch Lehrpersonen und Berufsbildner/innen aus unterschiedlichen Lehrbetrieben sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Sport zu Wort.

Adresse für Rückfragen:

Tiziana Fantini, Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, medien@bbt.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Internet: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=44409
Lehrstellentag: www.lehrstellentag.ch

BBT: Lehrstellensituation im März 2012

10 Apr

Bern, 10.04.2012 – Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen hat sich die Lehrstellensituation im März im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Der Lehrstellenmarkt präsentiert sich weiterhin weitgehend stabil und spiegelt folgende Tendenzen:

  • Wie bereits im Februar ist das Lehrstellenangebot auch im März 2012 mit der Vorjahresperiode vergleichbar. In der deutschsprachigen Schweiz wurden bereits viele Lehrstellen vergeben. Die Romandie und das Tessin beginnen traditionell erst später mit der Rekrutierung.
  • Für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
  • Jugendliche mit sozialen oder schulischen Bildungsdefiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auch entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.

Generell sind gemäss Kantonsangaben zum jetzigen Zeitpunkt noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Angebotsüberhänge verzeichnen insbesondere das Bauhaupt- und Baunebengewerbe, die Holz- und Metallindustrie sowie die technischen Berufe. Besonders begehrt sind Ausbildungsplätze in den Bereichen Gesundheit (Fachfrau / Fachmann Gesundheit), Detailhandel und kaufmännische Grundbildung. Gefragt sind auch Lehrstellen im niederschwelligen Bereich (2-jährige berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest EBA).

Breites Lehrstellenangebot

In der Schweiz entscheiden sich jährlich zwei von drei Jugendlichen für den Berufsbildungsweg. Sie setzen damit auf eine gute Karte. Das Spektrum an Berufen ist gross. Zur Auswahl stehen rund 230 berufliche Grundbildungen. Das Angebot reicht von Augenoptiker/in EFZ über Kunststoffverarbeiter/in EBA bis hin zu Wohntextilgestalter EFZ. Gleichermassen stehen Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung heute vielfältige Karrieremöglichkeiten offen: die Berufsmaturität, eidgenössische Prüfungen, Höhere Fachschulen, Fachhochschulen oder via Passerelle ein Hochschulstudium. Weitere Informationen unter: http://www.berufsberatung.ch, http://www.berufsbildungplus.ch oder in der aktuellen Broschüre „Berufsbildung in der Schweiz 2012 – Fakten und Zahlen“, die unter http://www.bbt.admin.ch bestellt oder als PDF-Version heruntergeladen werden kann.

Quelle: http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=44070

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