Forschungsprojekt: Der Einstieg in die Berufswelt. Rahmenbedingungen und Voraussetzungen einer gelingenden Berufswahl

12 Dez

Im heutigen Newsletter der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) wurde auf folgende Publikation aufmerksam gemacht:

http://www.skbf-csre.ch/de/bildungsforschung/datenbank/projektsuche/projekt-detail/?id=206902

Forschungsprojekt / Projet de recherche

ID: 206902
Projektnummer / No de projet 11:097
Beginn / Début: 2003
Ende / Fin 2009

Titel, Thema / Titre, thématique

Der Einstieg in die Berufswelt. Rahmenbedingungen und Voraussetzungen einer gelingenden Berufswahl

Titel, Thema übersetzt / Titre ou thématique, traduction

L’accès au monde du travail. Conditions-cadre et aptitudes pour une intégration réussie

Forschende Institution(en) / Institution(s) de recherche

Universität Zürich – Psychologisches Institut – Abteilung Angewandte Psychologie, Zürich

Forschende(r) / Chercheur(s)

Marc Schreiber    
François Stoll    
Marco Vannotti    

Kontaktperson / Personne à contacter

Marco Vannotti  

Zusammenfassung

Die Konstruktion einer an Arbeit und Erwerb orientierten Identität ist eine der wichtigsten Aufgaben, die sich den Jugendlichen stellt, denn dieser Prozess ist es im wesentlichen, der sie zu Erwachsenen macht. Die hier vorgestellte Untersuchung beruht auf Datenerhebungen in den Jahren 2004 und 2005 und fragt nach der beruflichen Identität junger Erwachsener in der Schweiz. Die Hauptstichprobe bestand aus rund 47’000 jungen Schweizer Männern, ca. 95% der Stellungspflichtigen der erwähnten beiden Jahre. Dazu kamen drei ergänzende Stichproben: 1660 Schweizerinnen sowie 165 Ausländer und 130 Ausländerinnen, die damals in der Schweiz wohnhaft waren.
Die Ergebnisse zeigen etwa, dass die meisten der Jugendlichen, welche sich nach Abschluss der Pflichtschulzeit für eine berufliche Ausbildung entschieden, relativ leicht einen Ausbildungsplatz fanden. Für rund einen Drittel reichte eine einzige Bewerbung, wenn sie nicht gar gleich von ausbildenden Firmen oder Personen angeworben wurden. Ihnen stehen die 8% Schweizer und 12% Schweizerinnen gegenüber, die erst nach über 40 Bewerbungen einen Ausbildungsplatz fanden. Die grösste Gruppe (71% der Schweizer und 56% der Schweizerinnen) kam mit zwei bis zehn Bewerbungen zum Ziel. Die grosse Mehrheit der Befragten sind mit dem eingeschlagenen Weg zufrieden und planen bereits die nächsten Schritte auf ihrer beruflichen Laufbahn. Aus der Untersuchung geht hervor, dass die Jugendlichen, welche einen klaren Entscheid getroffen hatten (sei es dass sie sich eine berufliche Identität durch Nachdenken und Nachforschungen erworben hatten, sei es dass sie sich klar für die Übernahme eines vorgegebenen und ihnen passend erscheinenden Modells entschieden hatten), als deutlich zufriedener bezeichnen als jene, die sich über ihre Wünsche und Pläne nicht völlig klar sind. Eine klare Entscheidung, die nicht mehr in Frage gestellt wird, ist offensichtlich ein Faktor, der sich positiv auf das Befinden junge Erwachsener auswirkt.

Description du projet

La construction d’une identité professionnelle orientée vers le travail rétribué est un processus qui correspond à l’une des plus importantes tâches auxquelles les jeunes se voient confrontés; c’est elle qui les mène essentiellement à la vie adulte. L’enquête présentée ici a été menée en 2004 et 2005 et porte sur l’identité professionnelle des jeunes adultes en Suisse. L’échantillon principal comprend 47’000 jeunes Suisses, soit à peu près 95% des appelés, âgés de 19 ans lors des recrutements de 2004 et de 2005. Afin de rendre l’échantillon représentatif, trois autres groupes ont été inclus: (N = 1660) femmes suisses, (165) étrangers et (130) étrangères du même âge et vivant en Suisse.
Les résultats montrent notamment que la plupart des jeunes qui ont opté pour un apprentissage professionnel n’ont pas eu trop de problèmes à trouver une place d’apprentissage. Un tiers environ de ces jeunes n’ont contacté qu’une seule entreprise ou école ou a même été approché par ceux qui voulaient les former. À l’autre extrême, 8% des Suisses et 12% des Suissesses ont envoyé plus de 40 postulations. La majorité des jeunes Suisses ont trouvé une place d’apprentissage après l’envoi de 2 à 10 postulations. La grande majorité des répondants se sont déclarés satisfaits de la voie choisie et sont en train de planifier leurs futurs pas dans le monde du travail. Les jeunes qui ont su prendre une décision claire à travers; l’élaboration d’une identité propre, la solidité de leurs intérêts et de leurs aptitudes, le choix d’un modèle approprié sont nettement plus satisfaits que ceux qui hésitent sur leurs vœux et leurs aspirations. Le fait de prendre une décision nette et de ne plus la remettre en question semble contribuer de manière significative au bien-être.

Deskriptoren

*Berufswahl; *Übergang zur Arbeitswelt; *Entscheiden; Ausbildungswahl; Identität; Befriedigung im Beruf; Bildungslaufbahn

Descripteurs

*choix d’une profession; *passage à la vie active; *prise de décision; choix de la formation; identité; satisfaction professionnelle; parcours de formation

Publikationen / Publications

Stoll, François; Vannotti, Marco; Schreiber, Marc. Einstieg in die Berufswelt : Rahmenbedingungen und Voraussetzungen einer gelingenden Berufswahl. Chur; Zürich: Rüegger, 2011, 254 S. (Reihe Eidgenössische Jugendbefragungen)

Methodologie / Méthodes de recherche

schriftliche Befragung im Rahmen der Eidgenössischen Jugendbefragungen, einer Weiterentwicklung der früheren Eidgössischen Rekrutenprüfungen

Geographische Angaben / Délimitation géographique

Schweiz

Projekttyp / Type de recherche:

Auftragsforschung

Auftraggeber / Mandant de la recherche:

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS)

Finanzierende Institutionen / Financement

VBS
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