Empfehlungen von SAVOIRSOCIAL zu Praktika im Sozialbereich

19 Jan

Bern (ots) – Mit der Inkraftsetzung der beruflichen Verordnung zur Fachfrau Betreuung / Fachmann Betreuung 2005 wurde eine berufliche Grundbildung (Lehre) im Sozialbereich geschaffen, die Jugendlichen den Einstieg in einen sozialen Beruf unmittelbar nach der obligatorischen Schule ermöglicht. Bereits 2007 gehörte dieser neue soziale Beruf zu den meist gewählten Berufen in der Schweiz.

Quelle: http://www.presseportal.ch/de/pm/100016039/100596762/savoir_social

Obwohl bei der beruflichen Grundbildung zur Fachfrau bzw. zum Fachmann Betreuung weder ein Praktikum noch ein Alter von 18 Jahren vorausgesetzt werden (dürfen), halten viele Betriebe nach wie vor an den ehemaligen Zulassungsvoraussetzungen der altrechtlichen Vorgängerausbildungen Kleinkinderziehung, Behinderten- und Betagtenbetreuung fest.

SAVOIRSOCIAL erachtet diese Art der Rekrutierung von Lernenden als höchst problematisch und nicht mehr als zeitgemäss. SAVOIRSOCIAL lehnt diese Unabhängigen Praktika bzw. Praktika ohne Anschluss an eine weiterführende (berufliche) Ausbildung entschieden ab: Die Mehrheit der Jugendlichen, die nach der obligatorischen Schulzeit ein solch Unabhängiges Praktikum ohne Anschluss an eine weiterführende (berufliche) Ausbildung im Sozialbereich absolviert, findet nie eine Lehrstelle als Fachfrau / Fachmann Betreuung. Für diese Jugendlichen ist diese Art von Praktikum daher häufig nur eine unnötige und demotivierende Zwischenschlaufe. SAVOIRSOCIAL plädiert dafür, den interessierten Jugendlichen den Einstieg in die beruflichen Grundbildung unmittelbar an die obligatorische Schulzeit zu ermöglichen (Voraussetzung mittlere oder obere Schulstufe, bei mittlerer Schulstufe gute Noten): Es muss ihnen – bei entsprechender Eignung selbstverständlich – die Chance geboten werden, sich im Rahmen der beruflichen Grundbildung die notwendigen personalen, sozialen und berufsspezifischen Fachkompetenzen anzueignen.

Im Rahmen des schweizerischen (Berufs)bildungssystems stehen den Betrieben im Sozialbereich andere Möglichkeiten zur Schaffung von Praktika offen, namentlich die obligatorischen Ausbildungs- oder Vorpraktika im Rahmen der schulgestützten Grundbildung (vor allem in der Romandie), der Fachmittelschulen, der Höheren Fachschulen sowie der Fachhochschulen. Damit den Betrieben im Sozialbereich auch in Zukunft genügend gut qualifiziertes Fachpersonal zur Verfügung steht, ruft SAVOIRSOCIAL die Betriebe zur Schaffung Obligatorischer Praktika auf allen Niveaus der (beruflichen) Ausbildung auf.

Weiterführende Informationen zu den Empfehlungen von SAVOIRSOCIAL: www.savoirsocial.ch > Aktuell

ots Originaltext: SAVOIR SOCIAL
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Ulla Grob-Menges, Präsidentin
Tel.:    +41/44/212’24’53
E-Mail: ugm@kitas.ch

Karin Fehr, Geschäftsleiterin
Tel.:    +41/31/371’36’25
E-Mail: info@savoirsocial.ch

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Eine Antwort to “Empfehlungen von SAVOIRSOCIAL zu Praktika im Sozialbereich”

  1. Melanie A. September 19, 2012 um 09:43 #

    Gibt es offene Lehrstellen für diesen Beruf ?

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