„Lehrstellen-Rekord trotz Wirtschaftskrise“

13 Dez

Trotz heftiger Wirtschaftskrise hat es in der Schweiz noch nie so viele Lehrstellen gegeben wie im Jahr 2009. Das erklärt Ursula Renold, die neue Direktorin des Bundesamtes für Bildung und Technologie.

In einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» führte Renold das erstaunliche Ergebnis darauf zurück, dass «Kantone und Unternehmer auf die schlechte Wirtschaftslage vorbildlich reagiert haben».

Selbst wenn es in nächster Zeit zu einer Verschlechterung auf dem Lehrstellenmarkt kommen sollte, ist Renold überzeugt: «Wir werden bald zu wenig Lernende haben und uns um sie streiten», da die Zahl der Lernenden zwischen 2011 und 2018 um jährlich rund acht Prozent abnehmen werde. Das werde zu einem Wettkampf unter den Firmen führen: «Nur wer den Jungen eine Perspektive bieten kann, wird zum Zug kommen». (sf/buet)

Quelle: Schweizer Fernsehen, Tagesschau: „Lehrstellen-Rekord trotz Wirtschaftskrise“

Weitere Beiträge rund um den Schweizer Lehrstellenmarkt:

Radio DRS: „So viele Lehrstelle wie noch nie“ (13.12.09)

Blick: „Noch nie gab’s so viele Lehrstellen“ (13.12.09)

Tagesanzeiger: „KV-Lehre bleibt der absolute Renner“ (24.11.09)

Tagesanzeiger: „Zunahme der Lehrstellen um 10 Prozent“ (03.11.09)

Neue Zürcher Zeitung: „Genug Lehrstellen, aber Leere nach der Lehre“ (27.10.09)

Neue Zürcher Zeitung: „Stabiler Lehrstellenmarkt trotz Wirtschaftskrise“ (26.10.09)

Tagesanzeiger: „Tausende Lehrstellen nicht besetzt“ (26.10.09)

Neue Zürcher Zeitung: „Der sichere Beruf ist eine Illusion“ (19.10.09)

Neue Zürcher Zeitung: „Ausgebliebene Krise auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt“ (14.10.09)

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5 Antworten to “„Lehrstellen-Rekord trotz Wirtschaftskrise“”

  1. Dirk @ FahrschulePolen Januar 17, 2010 um 13:55 #

    Leider ist das in Deutschland nicht der Fall. Auch schon vor der Wirtschaftskrise stand für viele Schulabgänger keine Lehrstelle zur Verfügung.

  2. Doris Pohl - Acrylbilder - Februar 19, 2010 um 09:24 #

    Ich würde mich freuen, wenn alle Jugendlichen einen Ausbildungsplatz bekämen. Eine Ausbildung ist der erste Schritt in eine lange berufliche Zukunft.

  3. ednetz April 1, 2010 um 14:15 #

    Das sind aber sehr erfreuliche Zahlen für die Jugendlichen. Kann mir wer sagen, ob das auch durch den schwachen Euro, den starken Franken oder andere globale Ereignisse beinflusst wird?

  4. M. Ferreira April 1, 2010 um 16:03 #

    Guten Tag Herr Blum,
    In erster Linie ist das dem aktiven Lehrstellenmarketing der Kantone und der Ausbildungsbereitschaft der KMU’s (unter Berücksichtigung der abnehmenden Schülerzahlen) zu verdanken, welche erkannt haben, dass es wichtig ist, in den Nachwuchs zu investieren.
    Je nach Branche ist der Handlungsbedarf in Bezug auf die Nachwuchskräften natürlich grösser oder kleiner.

    Ein weiterer Aspekt, ist der, dass sich die Ausbildung von Lernenden (einzelne Berufe ausgenommen) in der Regel auch für den Lehrbetrieb lohnen:
    http://www.berufsbildungplus.ch/index.php?id=100

    Auch darf man doch erfreulicherweise feststellen, dass es unzählige Firmen, insbesondere kleine, familiäre Betriebe gibt, welche den Jugendlichen eine Chance (oder zweite Chance) geben.
    Diese Chance gilt es aber auch zu nutzen und so ist es denn auch verständlich, wenn manche Firmen einer Attestausbildung (verkürzte Lehre, mit Option auf Zusatzlehre) eher mit Zurückhaltung entgegentreten und sich mit Ängsten betreffend eines vorzeitigen Lehrabbruchs oder mit einem deutlich grösseren Mehraufwand punkto Betreuungsarbeit herumschlagen.

    Trotz den „erfreulichen Zahlen“ sind noch über 20’000 Jugendliche in der Schweiz auf der sog. „Warteliste“.
    http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/00103/00321/index.html?lang=de

    Es gibt verschiedene Faktoren, welche auf dem Weg zur Lehrstelle im Weg stehen können – Diskriminierung bei der Lehrstellenvergabe, schlechte Qualifikationen der Jugendlichen, Überangebot (Fleischfachmann) od. Unterangebot (Fachangestellte Gesundheit) versus kleine/grosse Nachfrage (zu viele Konkurrenten) für einen bestimmten Beruf, in der gewünschten Region, mangelhafte Bewerbungsdossier, mangelhafte Schlüsselkompetenzen… und und und…

    Eine Garantie für eine Lehrstelle gibts selbst bei besten Schulnoten nicht – es gibt aber zahlreiche Fachpersonen, die mithelfen können, dass die Jugendlichen aus der sich bietenden Situation das Beste machen können.

    Kurz: Es ist sehr erfreulich, dass sich jährlich so viele Firmen (rund 75’000 in der Schweiz) dazu bereit erklären, eine Lehrstelle anzubieten.
    Es Bedarf aber noch an weiteren Lehrstellen (je nach Branche unterschiedlich) und insbesondere Attestausbildungen.
    Dabei denke ich vor allem an Firmen, die bisher keine Jugendlichen ausgebildet haben, oder an Lehrbetriebsverbünde um noch mehr Ausbildungsplätze schaffen zu können. Viele der jetzigen Berufsbildner sind schon seit vielen, gar 20-30 Jahren für die Ausbildung unserer Jugend bemüht. Ein grosser Dank dafür. Es müssten aber auch Neue dazukommen.

    Andererseits bedarf es aber sicherlich auch ein Umdenken in den Köpfen mancher Jugendlichen (und Eltern). Insofern, als dass Sie sich wehren, wenn sie sich benachteiligt fühlen und sie sich Hilfe holen, wenn sie erkennen, dass sie alleine nicht weiterkommen. Andererseits dass sie erkennen, welche Schlüsselkompetenzen Pflicht sind und was nun halt beim Besten Willen nicht ausreicht, damit der Lehrbetrieb sagt: „Ja, ich will in den nächsten 4 Jahren mit dir zusammenarbeiten!“

    Weitere Informationen zum schweizerischen Lehrstellenmarkt finden Sie hier:
    https://blog.lehrstellenboerse.ch/2010/02/19/best-of-lehrstellenboerse-ch-newsletter/

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  1. 10vor10, 25.10.10: „7000 unbesetzte Lehrstellen“ « Lehrstellenboerse.ch Blog - Oktober 26, 2010

    […] den darauffolgenden Jahren durfte man erfreulicherweise – trotz Krise – eine zunehmende Bereitschaft der Fimen feststellen, Lernende […]

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