KMU Portal – Newsletter 4/2008

27 Mai

KMU Portal – Newsletter 4/2008

Der Newsletter 4/2008 beinhaltet folgende Themen:


1. Bundesrat setzt Unternehmenssteuerreform II auf Anfang 2009 in Kraft

Die Unternehmenssteuerreform II tritt auf den 1. Januar 2009 in Kraft, wie der Bundesrat am Mittwoch beschlossen hat. Die Kantone haben danach zwei Jahre Zeit, im kantonalen Recht die im Steuerharmonisierungsgesetz vorgesehenen Anpassungen vorzunehmen. Auch auf Bundesebene treten einige Bestimmungen erst später in Kraft, so jene zum Kapitaleinlageprinzip, zu den Liquidationsgewinnen, zum Beteiligungsabzug am 1. Januar 2011. Ab Anfang 2010 gilt bei der Verrechnungssteuer ein Zinsfreibetrag von 200 Franken auf allen Kundenguthaben. Bereits ab 1. Juli 2008 können keine steuerbegünstigten Arbeitsbeschaffungsreserven mehr gebildet werden.

2. Das SECO warnt vor Adressbuchschwindel

2007 wurden beim SECO rund 800 Beschwerden wegen unlauterer Geschäftspraktiken eingereicht, 530 davon wegen „Adressbuchschwindel“: Firmen werden dazu verleitet, sich in eine Art „Gelbe Seiten“ eintragen zu lassen. Der scheinbar kostenfreie Eintrag entpuppt sich dann als teurer Vertrag. Deshalb hat das SECO eine Informationsbroschüre „Achtung vor Adressbuchschwindlern“ erarbeitet, die den Unternehmen zeigt, wie sie sich vor diesen Geschäftspraktiken schützen können.

3. Den Strafregister-Auszug am Postschalter bestellen

Ab heute können Privatpersonen ihren Strafregister-Auszug in allen 2000 vernetzten Poststellen in der ganzen Schweiz bestellen und bezahlen. Die Daten werden am Schalter elektronisch erfasst und dem Schweizerischen Strafregister übermittelt, das innert weniger Arbeitstage den Auszug auf dem Postweg direkt dem Besteller zusendet.

4. Betreibungs- und Konkursstatistik 2007 – Mehr als 10’700 Konkurseröffnungen im Jahr 2007

Im Jahr 2007 wurden in der Schweiz 10’700 Konkursverfahren eröffnet und 10’500 Konkurse erledigt. Damit sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil. Die aus ordentlichen und summarischen Konkursverfahren entstandenen Verluste fielen 11 Prozent höher aus als 2006. Im Jahr 2007 wurden darüber hinaus 2,5 Millionen Zahlungsbefehle ausgestellt, das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Soweit die jüngsten Ergebnisse der Betreibungs- und Konkursstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

5. Schweizer KMU könnten ihr Geld besser anlegen

Die schweizerischen KMU nutzen die verschiedenen Anlagemöglichkeiten zur Optimierung ihrer Liquiditätsbewirtschaftung nur wenig. Gemäss einer Studie von Credit Suisse bewirtschaftet mehr als die Hälfte der Schweizer Unternehmen (55%) ihre freien Mittel ausschliesslich über Kontokorrent oder kurzfristig verfügbare Callgeld-Anlagen mit unbefristeter Laufzeit. Lediglich 13% der 8000 untersuchten Gesellschaften nutzen auch Festgelder, 8% Obligationen, 14% Aktien, 11% Fonds und 5% strukturierte Produkte.

6. Inflation erreichte 2,3% im April

Der Index der Konsumentenpreise hat im April einen vierten Monat mit starker Erhöhung verzeichnet. Die Erhöhung belief sich auf 0,8% im Vergleich zum Vormonat und auf 2,3% gegenüber dem Vorjahr. Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) reflektiert dieser Anstieg hauptsächlich ein saisonales Phänomen: die Rückkehr zu regulären Preisen im Bekleidungssektor nach Abschluss des Ausverkaufs. Die Nahrungsmittelpreise nahmen hingegen nur um 0,1% zu. Die Preise der in der Schweiz hergestellten Güter nahmen um 0,2% zu, jene aus dem Ausland um 2,3%.

7. Unfälle kosten 15 Milliarden pro Jahr

Die Schweiz verzeichnet jährlich etwa 250’000 Berufsunfälle und Fälle von Berufskrankheiten. In mehr als 1400 Fällen werden die betroffenen Personen invalid. 175 verlieren ihr Leben. Die Gesamtkosten wegen Berufsunfällen und -krankheiten belaufen sich gemäss Gewerkschaft Unia, die sich auf Berechnungen der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV) beruft, auf 15 Milliarden Franken pro Jahr.

8. Revidiertes Patentgesetz tritt in Kraft

Der Bundesrat hat heute beschlossen, die Änderung des Patentgesetzes auf den 1. Juli 2008 in Kraft zu setzen. Gleichzeitig wird auch der Patentrechtsvertrag vom 1. Juni 2000 für die Schweiz wirksam. Das neue Recht ist für die Standortattraktivität des Forschungs- und Wissensplatzes Schweiz wichtig.

9. Statistik zu den Neugründungen – 11’600 neu gegründete Unternehmen im Jahre 2006

Im Jahr 2006 wurden in der Schweiz total 11’600 neue Unternehmen gegründet, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurden 22’600 neue Arbeitsstellen geschaffen. Die grosse Mehrheit dieser Unternehmen startete ihre wirtschaftliche Tätigkeit als Einzelunternehmen, war im dritten Sektor aktiv und zählte im Durchschnitt zwei Beschäftigte. Dies geht aus den aktuellen Resultaten der Statistik zu den Neugründungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

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