Newsletter bbaktuell (216/29.04.2008)

30 Apr
Die grafisch gestaltete PDF-Version von bbaktuell finden Sie unter http://www.bbaktuell.ch/pdf/bbaktuell216.pdf , den aktuellen Veranstaltungskalender unter http://www.bbaktuell.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf .

Zwei wichtige Einträge im aktuellen Veranstaltungskalender betreffen erstmals organisierte Konferenzen zur Berufsbildungsforschung in Österreich ( Steyr, 3. bis 4. Juli 2008 ) und zur Berufsbildungsforschung in der Schweiz (Bern/Zollikofen, 25. bis 27. März 2009).

1. Sind Motivationssemester ein Störfaktor oder unverzichtbar?

jp. Seit Jahren sind Motivationssemester ein unverzichtbares Angebot und seit Jahren wird darüber kontrovers diskutiert (vgl. http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4499d.pdf). Mit einer Motion von Nationalrat Otto Ineichen, die auf eine Einschränkung des Zugangs zu Motivationssemestern abzielt, hat die Kritik politisch neuen Antrieb erhalten.
Simon Zysset, Koordinator der Deutschschweizer Motivationssemester, hat für bbaktuell die Kritiken analysiert und nach Lösungen gesucht: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4499a.pdf

2. Vernehmlassung zur neuen Berufsmaturitätsverordnung eröffnet

df. In der neuen Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität sollen insbesondere die bisherigen starren Berufsmaturitätsrichtungen zugunsten einer weniger engen Bindung an den erlernten Beruf aufgegeben werden. Die Schwerpunktsetzung in der erweiterten Allgemeinbildung orientiert sich am Studienangebot der Fachhochschulen. Vernehmlassungsfrist bis 15. August 2008.
Mehr: http://www.bbt.admin.ch/aktuell/medien/00483/00594/index.html?lang=de&msg-id=18470Verordnung oder: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4568a.pdf .
Erläuternder Bericht: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4568b.pdf

3. Das Bundesamt für Kultur BAK fördert die Filmausbildung

jp. Das Bundesamt für Kultur BAK unterstützt ab 2008 jährlich die Filmschulen mit 930’000 Franken (Zürcher Hochschule der Künste, Hochschule Luzern Abteilung Video, Ecole cantonale d’art de Lausanne, Haute Ecole d’art et Design Genf, Hochschule Luzern Abteilung Animation). Mit rund 400’000 Franken jährlich sollen Kinder und Jugendliche für das Medium Film sensibilisiert werden (Projekte Zauberlaterne und Roadmovie).
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4554a.pdf

4. EBBK tagte in neuer Zusammensetzung

df. Die Eidgenössische Berufsbildungskommission (EBBK) hat am 27. Februar 2008 zum ersten Mal in neuer Zusammensetzung getagt. Im Gremium sitzen folgende Personen neu ein: Valerio Agustoni (kaufmännische Grundbildung), Ulla Grob-Menges (OdA Soziales), Jacques-André Maire-Hefti (Leiter Berufsbildungsamt Neuenburg), Bernadette Morand-Aymon (SVEB), Urs Sieber (OdASanté).
Aktuelle Liste der Mitglieder: http://www.admin.ch/ch/d/cf/ko/index_208.html .

5. LU: Case Management Berufsbildung gestartet

ao. Der Regierungsrat hat das Konzept zur Umsetzung des Case Management im Kanton Luzern genehmigt. Projektleiterin ist Veronika Baumgartner Riesen, Leiterin der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung.
Gemäss Konzept erfolgt die erste Identifikation gefährdeter Jugendlicher durch die Lehrpersonen der Volksschule. Das vom Bund befristet finanzierte Projekt Berufsintegrations-Coaching wird als früh einsetzende Präventivmassnahme für Jugendliche ab dem 8. Schuljahr im Rahmen des Case Management weitergeführt.
Die Kommission Case Management, der Vertreter aller am Berufswahlprozess beteiligten Institutionen angehören, unterstützt die Projektarbeiten. Die Umsetzung erfolgt ab Herbst 2008 in Zusammenarbeit mit dem Kanton Obwalden.
Infos: Veronika Baumgartner Riesen, 041 228 52 37, veronika.baumgartner[at]lu.ch

6. BL: 700 Schülerinnen und Schüler befinden sich in einer Übergangsausbildung

ao. Über 7’000 Baselbieterinnen und Baselbieter besuchen eine Berufsfachschule, weitere rund 700 Schülerinnen und Schüler befinden sich in einer Übergangsausbildung. Kaufmännische Berufe dominieren bei der Berufswahl. Der Eintritt in die Berufliche Grundausbildung verläuft nicht immer geradlinig und findet häufig verzögert statt. Dies steht im kürzlich vorgestellten ersten Bildungsbericht des Kantons Basel-Landschaft: http://www.baselland.ch/docs/parl-lk/vorlagen/2007/v279/bildungsbericht2007.pdf oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4539a.pdf

7. AG: Jugendarbeitslosigkeit ist zurückgegangen – Neuer Gesamtleiter Vitamin L

ao. Im Kanton Aargau ist die Jugendarbeitslosigkeit zurückgegangen. Trotzdem finden jährlich etwa 250 Jugendliche nach der obligatorischen Schulzeit keine weiterführende Ausbildung. Die Regierungsräte Kurt Wernli und Rainer Huber haben dazu ihren Bericht „Jugend und Arbeitsmarkt“ mit den unterstützenden Projekten wie Vitamin L vorgelegt.
Infos: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4580a.pdf und http://www.VitaminL.ch . Seit April 2008 ist Dr. Ignaz Rieser (ignaz.rieser[at]ag.ch), neuer Gesamtprojektleiter von Vitamin L. Der Ökonom war in verschiedenen Führungsfunktionen an Fachhochschulen tätig und war zuletzt als Berufsbildungsexperte in Nepal. Er tritt die Nachfolge von Zbynek Fristensky an, der seit Januar 2008 in der Fachstelle Berufsbildungsmarketing des Mittelschul- und Berufsbildungsamts des Kantons Zürich tätig ist.

8. Unter dem Dach des Nationalfonds führt Uni Basel TREE weiter

df. Die nationale Jugendstudie TREE wird neu am Institut für Soziologie der Universität Basel weitergeführt. Das Projekt wird von Prof. Manfred Max Bergman, Thomas Meyer und Dr. Sandra Hupka-Brunner geleitet. Diese Langzeituntersuchung zum Übergang zwischen Schule und Erwachsenenalter verfolgt den Werdegang von über 6’000 jungen Menschen in der Schweiz (vgl. http://tree-ch.ch).
Der Schweizerische Nationalfonds hat das interdisziplinäre Projekt in sein Portefeuille bedeutender sozialwissenschaftlicher Infrastrukturen aufgenommen. Unter anderem sollen die bisher erhobenen Daten detaillierter ausgewertet und 2010 eine weitere Befragung durchgeführt werden.
Mehr: http://www.unibas.ch/index.cfm?uuid=50E81E8C3005C8DEA3C39282E5FB8663&type=search&show_long=1 oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4563a.pdf

9. Ausbildungsverbund Login fährt mit Volldampf

ja. In den letzten fünf Jahren hat Login, der Ausbildungsverbund für den öffentlichen Verkehr, seine Investitionen in die Ausbildung der Jugendlichen deutlich verstärkt und dadurch annähernd 250 zusätzlichen Jugendlichen eine Lehrstelle verschafft (1149 im Jahr 2003, 1392 in 2007). Seit 2004 belaufen sich die durchschnittlichen Kosten pro Person auf 25’500 bis 26’000 Franken.
Mehr: http://www.login.org , Kontakte: info[at]login.org. Auszug aus dem Geschäftsbericht 2007: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4543a.pdf

10. Neue Berufsprüfungen Interkultureller Übersetzer/in und Krankenversicherungs-Fachmann/Fachfrau

jp. Berufsprüfungen in Vernehmlassung: Interkultureller Übersetzer/Interkulturelle Übersetzerin mit eidgenössischem Fachausweis, Krankenversicherungs-Fachmann/Krankenversicherungs-Fachfrau mit eidgenössischem Fachausweis.
Unterlagen: BBT, Effingerstr. 27, 3003 Bern. Einsprachefrist bis 15. Mai 2008

11. Nach 30 Jahren EHB geht Walter Leist in Pension

df. Walter Leist, der seit rund 30 Jahren im Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB (ehemals SIBP) tätig war, wird pensioniert. Leist war in der Zeit zwischen den Direktionen Straumann und Renold Regionalleiter a.i. der Deutschschweiz. Er hat massgeblich die Nachdiplomstudien der Sparte Weiterbildung geprägt, ja eingeführt. Diese längerfristigen Kurse galten als Weiterbildungen und waren die Vorreiter der heutigen MAS. Daneben hat Walter Leist vorwiegend die Neuorganisation und Aufgleisung der Ausbildung der Prüfungsexperten vorangetrieben. Leist, heute Projektverantwortlicher Expert/innenkurse und Bildungsangebote Berufsreformen, wurde am Freitag 24. April 2008 im Rahmen einer Feier – in Anwesenheit aller bisherigen vier Direktionen und der aktuellen Direktion – verabschiedet.

12. Europa: ECVET kommt einen wichtigen Schritt weiter

df. Die Europäische Kommission hat – in Form einer Empfehlung an das Europäische Parlament – ein Konzept für ein europaweites Leistungspunktesystem in der beruflichen Bildung vorgelegt. ECVET soll Personen aus der EU die Anerkennung der in einem anderen Land erworbenen Fähigkeiten erleichtern. Die Mitgliedstaaten werden ermutigt, dieses freiwillige System umzusetzen, das die nationalen Systeme nicht ersetzen, sondern die Übertragung zwischen den Systemen erleichtern will. ECVET ist laut Kommission in vollem Umfang kompatibel mit dem europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen im Hochschulbereich. Die Kommission macht zudem einen Vorschlag für einen europäischen Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung.
Mehr: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/558&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=fr oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4548a.pdf sowie http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4548b.pdf

13. Luxemburg verbessert die Berufsbildung

jf. Das Projekt der Berufsbildungsreform unterscheidet vier Arten der Berufsbildung: 1. Basisbildung für Jugendliche mit Schulschwierigkeiten, die zum „Certificat de capacité professionnelle (CCP)“ führt; 2. allgemeine Grundbildung mit Theorie und Praxis, die in zwei unterschiedlichen Fachrichtungen zu zwei verschiedenen Diplomen führt, dem „Diplôme d’aptitude professionnelle (DAP) und dem „Diplôme de technicien“; 3. berufliche Weiterbildung für Erwachsene, die ihre beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse auf dem aktuellen Stand halten oder an neue Gegebenheiten anpassen wollen; 4. berufliche Umschulungen, um andere berufliche Tätigkeiten ausüben zu können, Wiedereingliederungskurse sowie Allgemeinbildungskurse für Stellensuchende und von Stellenlosigkeit bedrohte Arbeitnehmende.
Gesetzesentwurf (französisch): http://www.men.public.lu/priorites/formation_professionnelle/index.html oder http://www.afpr.ch/pdf/afpr4532a.pdf , http://www.afpr.ch/pdf/afpr4532b.pdf (Guide methodologique) und http://www.afpr.ch/pdf/afpr4532c.pdf (Projet de loi)

14. Publikation: Entwicklungszusammenarbeit – Poster gegen Rassismus

jp. Das in Englisch erschienene Buch „Cheese, industrial dreams and labour market realities“ hält Rückschau auf die ununterbrochene 50-jährige Geschichte von Programmen und Projekten der schweizerisch-nepalesischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der beruflichen Bildung. Bestellung: e-i[at]deza.admin.ch
Mehr im Panorama 2/2008: http://www.panorama.ch/pdf/2008/pan082d32.pdf

Dieudonné und seine Freunde sind die Protagonisten der Comic-Geschichten einer neuen Posterserie zum Thema Rassismus und Diskriminierung, welche von der Stiftung Bildung und Entwicklung für den Einsatz in der Schule herausgegeben wurde. Infos: http://www.globaleducation.ch/deutsch/pagesnav/frames.htm

15. Links: Berufsbildungsdebatte – Internet und Weiterbildung – bildung.ch – 20 Jahre Frauenseminar Bodensee FSB

jf/jp. Die Homepage „Le café pédagogique“ (http://www.cafepedagogique.net) berichtet über eine Berufsbildungsveranstaltung vom 2.-4. April 2008, an der deutsche und französische Journalisten über die duale Berufsbildung in Deutschland und die mehrheitlich schulische Berufsbildung in Frankreich diskutierten. Dossier (in französisch): http://www.cafepedagogique.net/lemensuel/lesysteme/Pages/2008/Enseignementprofessionnelfranco-allemande.aspx

Im Rahmen der Kooperation zwischen der Zeitschrift „Weiterbildung“ und dem Deutschen Bildungsserver ist die Ausgabe 2/08 mit dem Schwerpunkt „Internet und Weiterbildung“ gemeinsam konzipiert worden. Mehr: http://www.bildungsserver.de/link/zs_weiterbildung_preview_02_08

Die drei Schweizer Anbieter von Fernkursen und -studien Klett Akademie, Fernfachhochschule Schweiz und Universitäre Fernstudien Schweiz treten neu gemeinsam unter: http://www.bildung.ch auf.

Das Frauenseminar Bodensee FSB feiert sein 20-jähriges Bestehen. Derzeit bilden sich 426 Frauen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum am FSB aus und weiter, zur Persönlichkeitsberaterin SGfB, zum Coach SCA, zur Ausbilderin mit eidg. Fachausweis und neu zur Philosophischen Praktikerin. Mehr: http://www.frauenseminar-bodensee.ch

16. Inserat: hep verlag – Freude, Struktur und Gelassenheit beim Unterrichten

Die drei hep-Erfolgsautoren Christoph Städeli, Willy Obrist, Andreas Grassi haben kürzlich ihr neues Buch Klassenführung in der neuen Reihe hep-praxis veröffentlicht. Dank den vielen praktischen Tipps ist das Buch eine ressourcenorientierte Unterstützung für alle Berufsbildungsverantwortlichen.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.hep-verlag.ch oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4545a.pdf

17. Stelleninserat: BBT sucht eine/n Projektverantwortliche/n 80-100%

Ihr Aufgabengebiet umfasst hauptsächlich die Weiterentwicklung bestehender sowie die Entwicklung neuer beruflicher Grundbildungen. Zudem leiten Sie Projekte (oder arbeiten darin mit) zur Weiterentwicklung der beruflichen Grundbildung.
Die detaillierte Ausschreibung finden Sie unter: http://www.epa.admin.ch/dienstleistungen/stellen/onlineabfrage/index.html?lang=de&id=706_2008_10024062-1_extern_D#stellenResultDiv oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4572a.pdf

18. Stelleninserat: biz Horgen sucht Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in 85%

Per 1. September 2008 oder nach Vereinbarung suchen wir infolge Pensionierung einen/eine Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in 85%. Sie beraten Jugendliche und Erwachsene in Berufs- und Laufbahnfragen und halten Klassen- und Elternorientierungen sowie Schulhaussprechstunden ab. Sie arbeiten bei Projekten und im Infothekdienst mit.
Die detaillierte Ausschreibung finden Sie unter: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4550a.pdf

19. Stelleninserat: Berufs- und Laufbahnberater/in 60-80%, See-Gaster

Bei der Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster in Uznach ist auf den 1. August 2008 oder nach Vereinbarung eine Stelle als Berufs- und Laufbahnberater/in 60-80% neu zu besetzen.
Die detaillierte Ausschreibung finden Sie unter: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4551a.pdf

20. Stelleninserat: Leiter/in Fachstelle Stipendien 90%, Luzern

In der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern ist per 1. Juli 2008 die Leitung der Fachstelle Stipendien neu zu besetzen.
Die detaillierte Ausschreibung finden Sie unter: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4570a.pdf

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