20071002 – St. Galler Tagblatt: Lehrstellensuche und ihre Tücken

2 Okt

Am 2.10.07 ist ein kurzer Artikel im St. Galler Tagblatt mit dem Titel „Lehrstellensuche und ihre Tücken“ erschienen. Wir erlauben uns, den kompletten Artikel 1 zu 1 in unserem Blog aufzuführen:

Lehrstellensuche und ihre Tücken 

„Wer auf Anhieb keine Lehrstelle findet, ist oft ratlos – Berufsberater können Jugendlichen weiterhelfen.

rheintal. Die Altstätter Berufsberater empfehlen Schulabgängern, die richtigen Fragen zu stellen, um einen Schritt weiterzukommen.

2008 wird die Anzahl der Lehrstellen etwa gleich gross oder sogar geringfügig grösser sein als im Jahr 2007. Wegen der grossen Nachfrage auf dem Lehrstellenmarkt werden manche Schülerinnen und Schüler trotzdem nicht auf Anhieb eine Lehrstelle finden – das löst meist Ratlosigkeit aus. Das Berufsberaterteam von Altstätten empfiehlt Schülerinnen und Schülern in schwierigen Situationen: Stellt euch selbst die richtigen Fragen, um einen Schritt weiterzukommen.

Guter Eindruck beim Gespräch

Wenig Unterstützung, zu wenig Lehrstellen, langes Warten auf Bescheid, Absagen wegen schlechter Schulnoten oder Absagen wegen eines ausländisch klingenden Namens. Einige machen unangenehme Erfahrungen bei der Lehrstellensuche. Die Berufsberater von Altstätten zeigen bei möglichen Problemsituationen auf, was zu beachten ist.

Fatima hat einen ausländisch klingenden Namen. Fatima M. ist Realschülerin und hat gute Schulnoten. Nachdem sie einige Schnupperlehren absolviert und gute Rückmeldungen erhalten hat, sucht sie eine Lehrstelle als Kauffrau Basisbildung. Weil ihr nach über 40 Bewerbungen und einigen Vorstellungsgesprächen immer wieder Schweizerinnen und Schweizer vorgezogen werden, fragt sich Fatima zweifelnd und zunehmend mutloser, ob ihre ausländische Staatsangehörigkeit der Grund für die Absagen ist.

Wie kommt Fatima trotz ihres Namens zu einer Lehrstelle? Die Berufsberater würden Fatima folgende Fragen stellen: Hat sie nach den Gründen für die Absagen gefragt? Wie sehen die Bewerbungsunterlagen aus? Die Bewerbung kann fast immer noch verbessert werden. Hat sie im Bewerbungsschreiben auch Informationen über die Firma einbezogen? Ist sie trotz Absagen noch in der Lage, am Vorstellungsgespräch einen positiven Eindruck zu hinterlassen? Kennt sie die Lehrstellenbörse, die Jugendlichen ab Januar bei der Lehrstellensuche unterstützt?

Auch andere Berufe anschauen

Für Tanja gibt es nur einen Beruf. Tanja weiss schon lange, welchen Beruf sie ergreifen will. Kein anderer Beruf erscheint ihr annähernd so interessant wie derjenige der Dentalassistentin. Den Berufswahlunterricht in der Realschule findet sie deshalb langweilig. Tanja hat sich bei den wenigen Lehrstellen der Region beworben. Später im Schuljahr – im April – hat sie sich dann auch erfolglos in weiter entfernten Regionen beworben. Sie ist angespannt und weiss nicht, wie es nach der obligatorischen Schulzeit weitergehen wird.

Wie befreit sich Tanja aus ihrer Sackgasse? Die Berufsberater würden Tanja folgende Fragen stellen: Musst sie sich nochmals mit der Berufswahl befassen? Ist sie bereit, auch andere Berufe anzuschauen? Welche anderen Berufe passen zu ihren Interessen und Persönlichkeit? Erfüllt sie die Voraussetzungen für diese Berufe?

Braucht sie Unterstützung und Begleitung der Berufs- und Laufbahnberatung, um diese Fragen zu beantworten? Ist sie sich bewusst, dass die meisten Leute nicht mehr auf dem Beruf arbeiten, den sie ursprünglich einmal gelernt haben? (pd)“

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