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Alle Informationen zum 2. interkantonalen Lehrstellentag vom 5. Mai 2010

29 Apr

Am 5. Mai 2010 ist es soweit!

Drei Monate vor Ausbildungsbeginn führen die kantonalen Berufbildungsämter von 9 Kantonen in Zusammenarbeit mit 17 Privatradios den 2. interkantonalen Lehrstellentag durch. Deren Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In diesem Beitrag finden Sie alle Informationen, die Sie benötigen!

Was sind die Hauptziele des Lehrstellentags?

1. Firmen dazu zu bewegen, erstmalig (oder zusätzlich) Lehrstellen / Attestausbildungen zu schaffen.

In erster Linie dient der Lehrstellentag als Aufruf an Firmen, die bisher noch keine Lernende ausgebildet haben – mit dem Hinweis, dass es noch etliche Jugendliche gibt, die bisher keine Lehrstelle gefunden haben.

[so sind z.B. auch bei uns noch über 1000 (!) Gesuche von Jugendlichen geführt, welche drei Monate vor Ausbildungsbeginn alles daran setzen würden, noch eine Lehre in Angriff nehmen zu dürfen!]

Es sollen insbesondere diejenigen Firmen angesprochen werden, welche bisher noch keine Lernenden angeboten haben. Die zuständigen kantonalen Berufbildungsämter werden an diesem Tag Red und Antwort stehen, welche Anforderungen an künftige Berufsbildner/-innen gestellt werden, wie man die Ausbildungsbewilligung erhält und was in den verschiedenen Branchen speziell beachtet werden muss.

Dabei werden auch Fragen bezüglich der Schaffung eines Lehrbetriebsverbundes geklärt und aufgezeigt, dass sich die Ausbildung von Jugendlichen in den meisten Fällen lohnt.

Informationen für Lehrbetriebe und Praktikaanbieter

Ungefähr 60’000 Unternehmen engagieren sich in der Schweiz für die Berufsbildung als Lehrbetriebe. Trotzdem suchen auf den Lehrbeginn 2010 immer noch Jugendliche nach einer Lehrstelle.

Der Lehrstellentag will Unternehmen senibilisieren, aber auch Berufe vorstellen, in welchen es an Nachwuchs fehlt.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen neuen oder zusätzlichen Ausbildungsplatz anbieten?

2. Hilfestellungen für Eltern, Schulen, Jugendliche und Firmen

Zweitens sollen aber auch die Jugendlichen, Eltern, Lehrbetriebe und (noch)-nicht-ausbildenden Firmen Informationen zum Berufbildungssystem erhalten und sich Gehör verschaffen können – z.B. im Falle von Firmen, die zwar Lehrstellen anbieten – bisher aber noch keine Lernenden gefunden haben.

Info Eltern, Schule, Jugendliche

Wie komme ich bis im Sommer 2010 noch zu einer Lehrstelle?

Welche Berufe sind in der Zukunft gefragt? In welcher Branche fehlt der qualifizierte Nachwuchs?

Diese Fragen und einige mehr, werden während des Lehrstellentags beantwortet.
Je nach Kanton und Radio kann man auch ins Studio anrufen und die Fragen direkt stellen.

Die mitmachenden Kantone und Radiostationen:

1. Berufbildungsamt Kanton Aargau + Radio Argovia

2. Berufbildungsamt Kanton Bern + Radio Berner Oberland (*) + Canal3 + Capital FM + neo1 + neo zwei + Energy Bern + RJB

(* das freut mich als (ex-)Iseltwalder sehr…)

3. Berufbildungsamt Kanton Freiburg/Fribourg + Radio Freiburg/Fribourg

4. Berufbildungsamt Kanton Jura + RFJ

5. Berufbildungsamt Kanton Neuchâtel + RTN

6. Berufbildungsamt Kanton Schaffhausen + Radio Munot

7. Berufbildungsamt Kanton Solothurn + Radio 32

8. Berufbildungsamt Kanton Zug + Radio Sunshine

9. Berufbildungsamt Kanton Zürich + Radio 24 + Radio Top

Sie möchten wissen, was auf den Radiostationen läuft?

Unter www.lehrstellentag.ch -> On Air finden Sie alle nötigen Informationen.

Ihr Kanton ist nicht dabei?

Kein Problem – die Jugendlichen in Ihrem Kanton würden sich natürlich auch über zusätzliche Lehrstellen/Attestausbildungen freuen. Kontaktieren Sie für weitere Informationen zur Ausbildungsberechtigung das kantonale Berufbildungsamt und schreiben Sie die Lehrstelle(n) danach doch auch gleich bei uns aus.

Berufbildungsämter in den anderen Kantonen: AI / AR / BL/BS / GE / GL / GR / LU / NW / OW / SG / SZ / TG / TI / UR / VD / VS + FL


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[persönliche Anmerkungen  – oder weshalb es einen interkantonalen Lehrstellentag braucht]

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1. Das duale Berufbildungssystem ist eines der erfolgreichsten Ausbildungssysteme! Nur Dank der jahrelangen Bereitschaft der ausbildenden Betriebe ist es möglich, jährlich rund 75’000 Jugendlichen einen Ausbildungsplatz und einen qualitativ vorbildlichen Berufsabschluss zu ermöglichen, der sich auch im Vergleich mit dem Ausland zeigen darf.

2. Diese langjährige Bereitschaft der Ausbildungsbetriebe soll entsprechend gewürdigt werden – und gleichzeitig soll (noch)-nicht-ausbildenden (Gross-)Firmen aufgezeigt werden, dass sich die Ausbildung von Jugendlichen in den meisten Fällen lohnt.

3. Sollen sich die betroffenen Akteure “Berufsbildner/-in” und “Jugendliche” Gehör verschaffen dürfen. Denn Fakt ist, dass dass Lehrstellenangebot in manchen Branchen nicht der Nachfrage entspricht. (Es also je nach Region und Berufsfeld einen Lehrstellen- oder Lernendenmangel gibt)

4. Fakt ist auch, dass in verschiedenen Bereichen ein Umdenken nötig ist / Handlungsbedarf besteht. Dies betrifft z.T. Firmen, aber auch die Jugendlichen/Eltern selbst. Ein paar Stichworte: Fairplay bei der Lehrstellenvergabe, Diskriminierungen, unbegründete Absagen, ungenügende Schlüsselkompetenzen / Qualifikationen der Jugendlichen, zu hohe Quote bei den Lehrabbrüchen, fehlerhafte Standard-Bewerbungen.

5. Matching-Herausforderungen erschweren die Garantie auf eine Lehrstelle / einen Lernenden.

Fakt ist, dass es leider keine Garantie gibt, dass man alleine Dank guter Berufseignung eine Lehrstelle ergattern kann. Auch nützen 100 “überzählige” Lehrstellen bei den kompetentesten Fleischfachmännern und-frauen nichts, wenn die Nachfrage fehlt (wie auch im Baugewerbe sichtbar).

Zu den drei grundlegenden Matching-Herausforderungen zähle ich:

(1) Ort der Lehrstelle <-> Ort des Jugendlichen

[Stichworte: Mobilität, Lehrlingsheime, etc.]

(2) Art/Anzahl der angebotenen Lehrstellen <-> Art/Anzahl der gesuchten Lehrstellen

[aufgezwungene Berufswahl/Flexibilität, Lehrvertragsauflösungen, Markt bestimmt Angebot, je nach Region und Beruf Mangel an Lernenden oder Lehrstellen, zusätzliche Herausforderung wegen abnehmenden Schülerzahlen bis ins Jahr 2018]

(3) Anforderungen für den Beruf <-> Qualifikationen für den Beruf

[Fehlende Berufseignung, mangelnde Schlüsselkompetenzen , zu hohe Anforderungen von Seiten der Berufsverbände?, fehlende Lehrstellen im niederschwelligen Bereich?, etc]

Weitere Informationen dazu unter diesem Link.

6. Kurz(sichtig)er Ausblick: Was passiert mit den Jugendlichen ohne Lehrstelle?

Was passiert mit den Lehrabgänger/-innen ohne Berufseinstiegsmöglichkeit?

In manchen Bereichen muss ein Umdenken stattfinden.

Es kann und darf nicht im Interesse der Schweizer Wirtschaft sein, dass “unsere” Jugendlichen ohne Ausbildung bleiben oder keine Berufseinstiegsmöglichkeiten geboten werden. Müssen hier wirklich die Sozialwerke die Lösung sein?

Sicher – es darf auch nicht angehen, dass langjährige Ausbildungsbetriebe vergrault werden, dadurch, dass diesen Jugendliche aufgebürdet werden, welche nicht einmal Sie, geschätze/-r Leser/-in, einstellen und in den nächsten 3-4 Jahren beschäftigen/ausbilden würden.

Darum, liebe Eltern: Sorgen Sie dafür, dass auch Sie die Hand für Ihren Sohn/Ihre Tochter ins Feuer legen können.

Tue ich Ihnen Unrecht? Dann entschuldige ich mich und weise Sie darauf hin, dass es in der Schweiz eine Vielzahl an Möglichkeiten und kompetenten Beratungsstellen gibt, die helfen, auch in einer noch so aussichtslosen Situation eine sinnvolle Alternative oder Überbrückungsmöglichkeit zu schaffen. Helfen Sie mit die Absagen zu verdauen und auch dann, wenn Sie erkennen, dass die Nachfrage für einen bestimmten Beruf in Ihrer Region schlicht zu gross ist – und es besser wäre, einen anderen Weg einzuschlagen. Sie haben alles in Ihrer Macht stehende gemacht und kommen trotzdem nicht weiter?

Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass in manchen Fällen von Lehrstellenmangel oder gar Diskriminierung bei der Lehrstellenvergabe gesprochen werden muss. Aber dann nutzen Sie doch diesen Lehrstellentag und unterstützen Sie Ihren Sohn/Ihre Tochter, indem Sie aktiv werden – der Öffentlichkeit in Ihrer Region zeigen, dass er/sie eine Lehrstelle verdient hat.

Eine weitere Hilfe bieten wir Ihnen auf unserer Plattform www.bildet-mich-aus.ch – Da kann er/sie kostenlos auf sich aufmerksam machen. Das alleine reicht natürlich noch nicht aus – aber mit Ihrer Hilfe schaffen wir es, noch mehr potentielle Lehrbetriebe auf Ihre Tochter/Ihren Sohn aufmerksam zu machen.

Das “Schöne” am Berufsbildungsystem ist, dass 97% der Lehrstellen in kleinen und mittelgrossen – also oft familiären – Lehrbetrieben angeboten werden. Viele der Berufsbildner/-innen haben selbst Kinder und drücken bei den 16-20 Jährigen oftmals ein oder zwei Augen zu. Bieten weitere Chancen. Irgendwo müssen aber berechtigterweise Grenzen gesetzt werden. Das ist verständlich.

Dennoch bitte ich Sie, liebe Berufsbildner/-innen, sich nicht zu stark vom Bild der Jugend in der Öffentlichkeit täuschen zu lassen. Es gibt in der Tat noch Jugendliche, die es mehr als verdient hätten, eine Lehrstelle zu ergattern. Vielleicht sind auch Jugendliche dabei, bei welchen der “Knopf” noch nicht richtig aufgegangen ist oder sie haben noch private Probleme, die sie mit sich herumtragen müssen – aber dennoch/gerade deshalb haben auch diese Jugendlichen Hilfe verdient (wenn sie sich helfen lassen und im Elternhaus zu wenig Unterstützung erhalten).

Werfen Sie deshalb bitte regelmässig einen (oder mehrere) Blick(e) auf die bei uns geführten Jugendlichen – Ich bin überzeugt, dass es hier viele, sehr viele Jugendliche gibt, die einsatzfreudig, höflich, selbstständig, teamfähig, zuverlässig, lernwillig, pünktlich, ausdauernd und verantwortungsbewusst sind. Jugendliche, die motiviert wären und alles daran setzen, einen Ausbildungsplatz zu ergattern – bisher aber zu selten die Möglichkeit hatten, in einem Vorstellungsgespräch oder Probe-Arbeiten von sich zu überzeugen.

Überzeugen Sie sich selbst!

Klicken Sie auf http://www.lehrstellenboerse.ch und die Rubrik “Gesuche”

Lehrlingsauswahl: Schlüsselkompetenzen bleiben bei der Lehre zentral

16 Okt

(df) Was vor Jahren für “Lehrlinge” galt, ist auch für “Lernende” von heute noch entscheidend: Klassische Schlüsselkompetenzen sind eine wichtige Grundlage für einen positiven Lernprozess und eine gute Integration in den Lehrbetrieb. Und: Lehrabgänger/innen haben gute Aussichten, wenn sie eine Stelle im erlernten Beruf suchen. Dies sind zwei Hauptergebnisse einer neuen Berner Studie, die in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Panorama vom 16. Oktober vorgestellt wird. Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen

Quelle: Newsletter PANORAMA vom 13.10.09 ( PDF-Datei)

PS.

à propos Schlüsselkompetenzen:

http://blog.lehrstellenboerse.ch/2009/05/13/das-bewerbungs-abc-schlusselkompetenzen/

Masterarbeit zum Thema “Jugendliche in der Vorlehre”

20 Jul

Wie ich eben beim PANORAMA.aktuell entommen habe, erstellte Frau Verena Muheim eine Masterarbeit zum Thema “Jugendliche in der Vorlehre”.

“Die Vorlehre hilft bei der Lehrstellensuche, Merkmale wie Geschlecht, Herkunft und letztbesuchte Schulstufe bleiben für den Erfolg wichtig. Leistungssteigerungen während der Vorlehre haben wenig Einfluss auf den Erfolg, hingegen ist es wichtig, dass die Jugendlichen während der Vorlehre ein Praktikum in einem Betrieb absolvieren können. Dies sind Resultate der Masterarbeit von Verena Muheim, erstellt im Rahmen der Evaluation der Brückenangebote im Kanton St. Gallen.”

Die Masterarbeit ist hier einsehbar:

http://www.edudoc.ch/record/33382

PANORAMA.aktuell 2009-06

18 Mär
2009-06 Meldungen aller drei Schwerpunkt-Ausgaben
Die PDF-Version des Newsletters finden Sie auf unserer Website (Download wie auch die aktuelle Version des Veranstaltungskalenders. Beachten Sie insbesondere auch den Hinweis auf den Diagonistik-Kongress 9. / 10. September in Zürich.

Der Link Versanddienst gibt Zugriff auf die berufs- und schulkundlichen Beilagen “INFO bildung&beruf” für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Neu ist eine dritte Serie aufgeschaltet, die den Bezüger/innen von PANORAMA.post demnächst auch gedruckt zugeschickt wird. Sie enthält u.a. nähere Angaben zu beruflichen Grundbildungen und zu Höheren Fachschulen sowie Übersichten zu Biologie- und Biochemie-Studiengängen an universitären Hochschulen.

Inhalt

Übergänge

1. VD: Arbeitgeber unterstützen Jugendliche beim Eintritt ins Arbeitsleben

2. VD: Stipendien statt Sozialhilfe für Jugendliche ohne Berufsausbildung

3. Case Management Berufsbildung: SDBB koordiniert Einführung der Software

Berufliche Grundbildung

4. Gesundheit und Soziales: Positionspapier für eine gemeinsame Attestausbildung

5. Luzern: FMS FAGE bewährt sich

6. Berufs-WM: Nun ist das Team (fast) komplett

7. Leading House “Neue Technologien”: Technologie als Brücke nutzen

8. Integration: Förderung von Projekten an Berufsfachschulen

Mittelschulen

9. Genf: Gymnasiast/innen sind zufrieden mit dem Studienwahlprogramm Boussole

10. NE: Neue Ausbildung in Betriebswirtschaft nach der gymnasialen Maturität

Höhere Berufsbildung

11. Gesundheit: OdASanté setzt auf Höhere Fachprüfungen statt Nachdiplomstudiengänge

12. Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente eingereicht

Hochschulen

13. INRP: Bericht über die Globalisierung des Bildungsmarkts

14. Berufseinstieg: Talente für den Handel gesucht

15. Neue Angebote an Hochschulen

16. Fachhochschulen: Listen der akkreditierten Studiengänge im Netz

Weiterbildung

17. Studie: Finanzieren die Arbeitgeber die Weiterbildung ihrer Angestellten?

18. Lernfestival 2009: Erstmals nur ein Tag lang

Beratung und Diagnostik

19. Psychologieberufegesetz: Laufbahnpsychologie soll nicht geregelt werden

20. Informationsveranstaltung: Nachqualifizierung der SVB-Studiengänger/innen

21. “Bildung Schweiz”: Was ist ein gutes Berufswahl-Coaching?

22. Positive Psychologie: Einsatz im Berufsalltag

Erster Arbeitsmarkt

23. Gleichstellung: Neu werden die Daten laufend aktualisiert

24. Lohngleichheitsdialog: Gegen diskriminierende Löhne

25. Arbeitslosigkeit: Quote steigt weiter an

Arbeitsmarktmassnahmen

26. Deutschland: Ich-AG nachträglich rehabilitiert

27. Neuenburg: 15 Millionen Franken für sichere Beschäftigung

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

28. Bewerbungen: Schweizer Chefs skeptisch gegenüber elektronischen Dossiers

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

29. Sozialpolitik: Die “verlorenen Jahre” der Hochkonjunktur

Print- und Online-Angebote

30. Europa: Materialien zur Berufsbildung

31. Neue Datenbank zu Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur

32. SDBB Verlag: Der Schweizer Studienführer erscheint zum 15. Mal

Inserate

33. Das Hilfsmittel für die Auswahl Ihrer Lektüre

34. Informatik-Weiterbildungslehrgänge für Anwender

35. Informationsabende Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR

36. SDBB Weiterbildung: Internet-Tool und freie Plätze

Stelleninserate

37. Berufs- und Laufbahnberater/in 70-90 %

Meldungen

Übergänge

1. VD: Arbeitgeber unterstützen Jugendliche beim Eintritt ins Arbeitsleben

(jf) Unter dem Titel “Réussir son orientation et son insertion professionnelles” (Erfolgreiche Berufswahl und -eingliederung) lancierte der Arbeitgeberverband des Kantons Waadt ein neues Programm. Es soll Jugendlichen und deren Eltern helfen, den Übergang von der obligatorischen Schule ins Berufsleben oder in ein Studium zu meistern. Das Programm richtet sich auch an Jugendliche mit schulischem Misserfolg sowie an Lernende beim Lehrabbruch. Das Programm beginnt mit einem “diagnostischen” Gespräch, das es erlaubt, auf die Bedürfnisse abgestimmte Leistungen zu planen.
Weitere Informationen hier

2. VD: Stipendien statt Sozialhilfe für Jugendliche ohne Berufsausbildung

(jf) Der Waadtländer Staatsrat will jugendliche Sozialhilfebezüger/innen ohne abgeschlossene Berufsausbildung künftig mit Stipendien statt mit Sozialhilfe unterstützen. Bedingung ist, dass die Jugendlichen an einem Eingliederungsprogramm teilnehmen. Falls der Grosse Rat der Vorlage zustimmt, können über 1300 Waadtländer Familien ab 2010 von einer beträchtlichen Erhöhung der ausbezahlten Stipendien profitieren.
Nähere Information über die Vorlage (französisch)

3. Case Management Berufsbildung: SDBB koordiniert Einführung der Software

(am) Das Schweizerische Dienstleistungszentrum Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB hat die Firma Diartis AG in Muri (AG) mit der Einführung einer Softwarelösung im Bereich Case Management Berufsbildung beauftragt. Die Software wird nun mit den jeweiligen Kantonsverantwortlichen auf die kantonalen Prozesse abgestimmt und in Betrieb genommen. Eine Steuergruppe koordiniert die Einführung.
Mehr Information hier und bei Matthias Bürki, SDBB, matthias.buerki@sdbb.ch

Berufliche Grundbildung

4. Gesundheit und Soziales: Positionspapier für eine gemeinsame Attestausbildung

(df) Die Vorstände der nationalen Dachorganisationen der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales – OdASanté und Dach-OdA Soziales – haben sich Ende April 2008 für die gemeinsame Erarbeitung einer zweijährigen beruflichen Grundbildung ausgesprochen (vgl. bbaktuell 217). Inzwischen haben die Vorstände der OdASanté und von “Savoirsocial” ein Positionspapier zur Grundbildung “Praktiker/in Gesundheit und Betreuung EBA” verabschiedet und die Mitglieder der Reformkommission gewählt.

5. Luzern: FMS FAGE bewährt sich

(df) Im Sommer 2008 haben erstmals zwei Klassen der Fachmittelschule (FMS) im Beruf Fachangestellte/r Gesundheit einen Pilotlehrgang absolviert, der nach drei Jahren zum Erwerb eines Fachmittelschulausweises sowie – nach einem vierten, praktischen Jahr – eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses sowie der Berufsmaturität führt. Die Evaluation kommt zum Schluss, dass sich das Modell generell bewährt hat. Die Lernenden verfügen am Ende der Ausbildung über das notwendige Fachwissen; auch die operative Umsetzung in den Betrieben und Schulen sei geglückt.
Mehr Information

6. Berufs-WM: Nun ist das Team (fast) komplett

(df) Die Schweiz wird an den diesjährigen Berufs-Weltmeisterschaften in Calgary (1. bis 6. September) mit 37 jungen Berufsleuten vertreten sein, wovon nun 36 bestimmt sind, vgl. Liste
Insgesamt nehmen über 1000 Personen aus 51 Ländern teil – beide Zahlen bedeuten eine neue Maximalmarke. Swiss-Skills (bisher: Swisscompetence) orientiert mit einem Newsletter regelmässig über den Stand der Vorbereitungen.

7. Leading House “Neue Technologien”: Technologie als Brücke nutzen

(am) Neue Lerntechnologien sollen nicht nur in der Schule, sondern auch als Brücke zwischen Schule und Betrieb eingesetzt werden. Dies ist ein Ergebnis der Arbeit des Leading Houses “Neue Technologien”, das PANORAMA.aktuell in seiner Serie über die Leading Houses in der Berufsbildung in dieser Ausgabe vorstellt. Dieses Kompetenzzentrum beschäftigt sich mit der Nutzung neuer (Lern-)Technologien. Mireille Betrancourt (Universität Genf), Jean-Luc Gurtner (Universität Freiburg) und Pierre Dillenbourg (ETH Lausanne) geben im Interview über ihre Arbeit Auskunft.
Bereits vorgestellt wurden die Leading Houses “Lernkompetenzen” und “Bildungsökonomie“.

8. Integration: Förderung von Projekten an Berufsfachschulen

Die Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen (SDK) fördert im Auftrag der Hirschmann-Stiftung Integrationsprojekte an Berufsfachschulen (inkl. Brückenangebote), vgl. PANORAMA.aktuell 2009-01. Projekte können mit einzelnen Klassen oder mit der ganzen Schule durchgeführt werden; wichtig ist, dass sie integrative Wirkung versprechen. Anträge für das 1. Quartal sind bis spätestens 30. März 2009 an maja.zehnder@integration-berufsfachschulen.ch zu senden.

Mittelschulen

9. Genf: Gymnasiast/innen sind zufrieden mit dem Studienwahlprogramm Boussole

(jf) Das Programm Boussole (Kompass) unterstützt Gymnasiast/innen bei der Studienwahl. Es setzt sich aus Workshops, einem Informationstag und sechs halben Probetagen in der gewählten Fakultät zusammen. Das Programm wurde vom “Office pour l’orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC), dem Collège de Genève und der Universität Genf ins Leben gerufen und wird von den Schülerinnen und Schülern gut aufgenommen. (Umfrage) (französisch)
Info: Grégoire Evéquoz, directeur général de l’OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@ge.ch

10. NE: Neue Ausbildung in Betriebswirtschaft nach der gymnasialen Maturität

(jf) Ein gemeinsames Programm der Handelsmittelschule Jean-Piaget Neuchâtel und des Berufsbildungszentrums Cifom vermittelt Jugendlichen mit gymnasialer Maturität einen neuen Zugang zum Stellenmarkt und zur Fachhochschule für Wirtschaft. Ab Sommer 2009 führen sie den Kurs “Assistent/in für Betriebswirtschaft” durch, der im 1. Semester einen theoretischen Teil und im zweiten ein Praktikum in einem Unternehmen umfasst, vgl. die Beschreibung (französisch)
Infos: Jacques-André Maire, chef du Service de la formation professionnelle et des lycées, mailto:JacquesAndre.Maire@ne.ch

Höhere Berufsbildung

11. Gesundheit: OdASanté setzt auf Höhere Fachprüfungen statt Nachdiplomstudiengänge

(am) Der Vorstand der OdASanté hat beschlossen, Weiterbildungen künftig als HFP statt als Nachdiplomstudien (NDS) HF zu positionieren. Das schreibt die OdASanté in ihrem neusten Newsletter. Die laufenden Rahmenlehrplan-Projekte für NDS HF werden wie geplant zu Ende geführt, müssen jedoch innert sechs Jahren in eine Prüfungsordnung HFP überführt werden. Das geplante NDS HF in medizinischem Labor soll von Anfang an in eine HFP umgewandelt werden.
Laut OdASanté hat das BBT zugesichert, dass Inhaber/innen eines NDS-Titels Anspruch auf ein eidg. Diplom haben.

12. Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente eingereicht

(am) Beim BBT wurden neue Prüfungsordnungs-Entwürfe für Medizinische/r Kodierer/in BP, Treuhänder/in BP, Obergärtner/in BP (8 Richtungen) und Gärtnermeister/in HFP eingereicht.
Einsprachen sind innert 30 Tagen ab 3. März möglich.

Hochschulen

13. INRP: Bericht über die Globalisierung des Bildungsmarkts

(cg) Das “Institut national de recherche pédagogique français” (INRP) (französisches Nationalinstitut für pädagogische Forschung) bescheibt in einem neuen Bericht die Veränderungen auf dem Bildungsmarkt: Konkurrenz der Bildungsangebote, Rating, Privatisierung, Internationalisierung und Vermarktung der Bildung sind die Themen, die in der Publikation dargestellt werden. Download (französisch) auf der Website des INRP oder hier

14. Berufseinstieg: Talente für den Handel gesucht

(bk) Vom 4. bis 6. Juni 2009 finden die “Retail Talent Career Days” auf Palma de Mallorca statt. 25 herausragende Studierende aus ganz Europa werden dazu eingeladen. Studierende mit Bachelor- oder Masterabschluss in Wirtschaft im Jahr 2009, die sich für eine Karriere im Handel interessieren, können sich um eine Teilnahme bewerben. Bewerbungsschluss: 30.04.2009.

15. Neue Angebote an Hochschulen

(bk) Die Hochschule Luzern HSLU und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW bieten ab September 2009 die neue Vertiefung Major in Public and Nonprofit Management im Rahmen des Master of Science in Business Administration an.

Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) bietet ab Herbst 2009 ein neues Certificate of Advanced Studies (CAS) in Medieninformatik an. Der Weiterbildungsstudiengang ergänzt das bisherige Angebot der FFHS im Bereich Informatik (zwei Bachelor-Studiengänge sowie ein MAS).

16. Fachhochschulen: Listen der akkreditierten Studiengänge im Netz

(bk) Die Listen mit den bewilligten und akkreditierten Studiengängen (Bachelor und Master) sowie den Studiengängen, welche noch zu akkreditieren sind, stehen neu online zur Verfügung. Diese Listen werden vom BBT fortlaufend aktualisiert.
Liste der bewilligten und akkreditierten Bachelor- und Master-Studiengänge
Liste der bewilligten Bachelorstudiengänge
Liste der bewilligten Masterstudiengänge

Weiterbildung

17. Studie: Finanzieren die Arbeitgeber die Weiterbildung ihrer Angestellten?

(df) Beruflich orientierte Weiterbildung wird in drei von vier Fällen vom Arbeitgeber mitfinanziert; nicht beruflich orientierte Kurse hingegen nur in jedem sechsten Fall.
Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie (französisch, Zusammenfassung in Deutsch) des Bundesamtes für Statistik. Darin wurde auch untersucht, welchen Weiterbildungsthemen sich die erwerbstätige Bevölkerung widmet.

18. Lernfestival 2009: Erstmals nur ein Tag lang

(df) Bisher fand das Lernfestival alle drei Jahre statt und dauerte mehr als eine Woche. Die letzte Ausgabe vom 4. bis 14. September 2008 umfasste rund 1200 Veranstaltungen. Nun wird dieses Jahr schon wieder ein Festival durchgeführt – dafür aber nur als 24-Stunden-Anlass vom Freitag, 11. September, 17.00 Uhr, bis Samstag, 12. September, 17.00 Uhr.
Mehr unter www.lernfestival.ch/

Beratung und Diagnostik

19. Psychologieberufegesetz: Laufbahnpsychologie soll nicht geregelt werden

(df) Das Psychologieberufegesetz (PsyG) ist auf der Zielgeraden. Vor rund 150 Personen hat eine Delegation des Bundesamtes für Gesundheit die Eckpunkte der Vorlage präsentiert. Die Laufbahn- und Rehabilitationspsychologie soll demnach nicht geregelt werden. Der Bundesrat soll aber die Kompetenz erhalten, für weitere Psychologieberufe, welche gesundheitlich sensibel sind, eine eidgenössisch akkreditierte Weiterbildung mit Titelschutz vorzusehen. Ausser im Bereich der Psychotherapie macht die Vorlage keine Einschränkungen bei der Ausübung von Psychologieberufen, schlägt aber Massnahmen bei der Berufsbezeichnung bzw. beim Titelschutz vor.
Mehr

20. Informationsveranstaltung: Nachqualifizierung der SVB-Studiengänger/innen

(df) In der Berufsberatung arbeiten etliche Fachleute, die den SVB-Studiengang absolviert haben und sich zum Psychologen / zur Psychologin FH BSc nachqualifizieren möchten. An einer Veranstaltung an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW wird über entsprechende Möglichkeiten informiert. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 8. April 2009 von 17.00 bis 19.00 Uhr. Ort: ZHAW, Departement Angewandte Psychologie, Merkurstrasse 43, Zürich, Plenum I.

21. “Bildung Schweiz”: Was ist ein gutes Berufswahl-Coaching?

(df) Ein guter Berufswahlunterricht ist – für einen Teil der Jugendlichen jedenfalls – von hoher Bedeutung für die Berufswahl. Die Zeitschrift “Bildung Schweiz” macht das Thema “Berufswahl-Coaching” zum Schwerpunkt der jüngsten Ausgabe. Lehrpersonen bieten eine für Berufsberatungen spannende Innensicht. Die Beiträge sind auf dem Internet kostenlos zugänglich.

22. Positive Psychologie: Einsatz im Berufsalltag

(rb) Am vierten Diagnostik-Kongress vom 9. und 10. September in Zürich wird über den Zusammenhang von Positiver Psychologie und Persönlichkeit referiert, eine interkulturelle Studie zu “Glück” vorgestellt oder über das “Sehen” vom Positiven im Menschen philosophiert. Die Palette von Instrumenten und Konzepten reicht von “Mut und Zivilcourage” über “Ressourcen, Befindlichkeit und Gesundheit” zu “Humor in der Psychotherapie”.
Anmeldung und Kurzbeschrieb

Erster Arbeitsmarkt

23. Gleichstellung: Neu werden die Daten laufend aktualisiert

(am) Das Bundesamt für Statistik (BfS) hat bisher die Indikatoren der Gleichstellung von Mann und Frau jährlich auf den 8. März, den internationalen Tag der Frauen, aktualisiert. Neu werden die Daten laufend à jour gebracht. Somit finden sich auf der Website des BfS jeweils die aktuellsten verfügbaren Daten für Bereiche wie Bildung, Erwerbstätigkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

24. Lohngleichheitsdialog: Gegen diskriminierende Löhne

(sre) Sozialpartner und Bund lancieren gemeinsam einen “Lohngleichheitsdialog” mit dem Ziel, diskriminierende Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu beseitigen. Die Unternehmen können sich seit dem 1. März 2009 freiwillig der Aktion anschliessen. Damit verpflichten sie sich, ihr Lohnsystem auf allfällige Geschlechterdiskriminierung zu überprüfen.
Medienmitteilung

25. Arbeitslosigkeit: Quote steigt weiter an

(sre) Die aktuellen Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO zeigen eine weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit. Ende Februar 2009 waren 132’402 Arbeitslose bei den RAV eingeschrieben, das sind 3’972 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,3% im Januar 2009 auf 3,4% im Februar. Jugendliche (15-24-Jährige) sind mit einer Quote von 4,0% besonders von Arbeitslosigkeit betroffen.
Bericht SECO

Arbeitsmarktmassnahmen

26. Deutschland: Ich-AG nachträglich rehabilitiert

(vm) Der Existenzgründungzuschuss für den Aufbau einer selbständigen Erwerbstätigkeit (Ich-AG), stiess von Anfang an auf grosses Misstrauen. Gut fünf Jahre nach dessen Einführung zeigen aber die Ergebnisse der Begleitforschung, dass die Mehrheit der ehemaligen Arbeitslosen im ersten Arbeitsmarkt integriert ist. Über die Hälfte der Geförderten ist immer noch selbständig erwerbstätig. Zählt man jene dazu, die später in eine abhängige Beschäftigung wechselten, beträgt die Erwerbstätigenquote mehr als 80%. Im Nachhinein erfährt also die vor bald drei Jahren aufgehobene Massnahme eine Rechtfertigung. Die Autoren der Studie sprechen von einer “Erfolgsgeschichte mit zu frühem Ende.“

27. Neuenburg: 15 Millionen Franken für sichere Beschäftigung

(vm) Nachdem die Arbeitslosenquote im Kanton Neuenburg bereits auf 4,6% geklettert ist, hat der Staatsrat beschlossen, den Fonds für berufliche Integration mit 15 Millionen Franken zu alimentieren. Von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen werden mit Lohnzuschüssen bis zu 25% unterstützt. Zudem sollen Niedrigqualifizierte gezielt ausgebildet werden, indem die Betriebe klare Qualifizierungsbedürfnisse formulieren. Auch Stellensuchende profitieren vom Fonds: Finanziert werden niederschwellige Ausbildungen mit Diplom und Betriebspraktika für Jugendliche ohne Anschlusslösungen.
Pressemitteilung (französisch).

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

28. Bewerbungen: Schweizer Chefs skeptisch gegenüber elektronischen Dossiers

(df) Allen technischen Neuerungen der letzten Jahrzehnte zum Trotz bevorzugt die grosse Mehrheit der Schweizer Personalmanagerinnen und -manager beim Eingang von Bewerbungen den Postweg. Dies ist ein Ergebnis der Studie “Workplace Survey 2008″, für die über 6000 Personal- und Finanzmanager in 17 Ländern befragt wurden. 80% der Schweizer Befragten favorisieren den Postweg, nur 56% sprachen sich für die Online-Bewerbung aus (Mehrfachnennung möglich). Im Ausland bevorzugen die Personalverantwortlichen dagegen Bewerbungen per E-Mail.

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

29. Sozialpolitik: Die “verlorenen Jahre” der Hochkonjunktur

(vm) Die breite Mehrheit der Bevölkerung hatte vom Hochkonjunkturzyklus 2003 bis 2008 keinen Nutzen. Zu diesem harten Urteil gelangt der Ökonom Carlo Knöpfel im Sozialalmanach 2009 der Caritas. Abgesehen von der Einführung der Mutterschaftsversicherung gebe es sozialpolitisch nur Rückschritte. Der Druck zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt werde erhöht, auch wenn es für behinderte, arbeitslose und sozial schwache Menschen kaum offene Stellen gebe. Zumindest ein Teil von ihnen könnte in Sozialfirmen eine angemessene Beschäftigung finden, sofern diese gefördert und teilfinanziert würden, heisst es im Almanach.
Caritas (Hg), Sozialalmanach 2009, 296 Seiten, Fr. 34.-

Print- und Online-Angebote

30. Europa: Materialien zur Berufsbildung

(df) Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft ibw hat neue Materialien publiziert: Lehrberufsbezeichnungen Deutsch-Englisch und umgekehrt; Schlüsselbegriffe aus dem Bildungsbereich Deutsch-Englisch, Foliensatz zum österreichischen Berufsbildungssystem und zur Lehrlingsausbildung in Österreich.

Die EU hat eine Dokumentation über die nationalen Systeme der Bildungs- und Berufsberatungen der Mitgliedsländer erstellt. Die meisten Dokumente sind in englischer Sprache verfasst. Eine weitere Publikationsreihe geht auch auf die laufenden Reformen und Debatten im Bildungswesen ein.

31. Neue Datenbank zu Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur

(jf) Die EDK führt periodisch Umfragen bei den Kantonen durch und publiziert die Ergebnisse auf ihrer Website. Sie Sammlung wird ergänzt durch Daten zum Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK). Sie informiert in erster Linie über die Rahmenbedingungen für diesen Unterricht (gesetzliche Grundlagen, Anmeldeverfahren, Informationsmaterialien usw.) und enthält Links zu den Kontaktstellen in allen Kantonen.
Nähere Informationen

32. SDBB Verlag: Der Schweizer Studienführer erscheint zum 15. Mal

(hs) Informationen zum Studieren findet man heute im Internet zu Tausenden. Nur ist das Angebot meist nicht sehr übersichtlich und auf viele Websites verteilt. Der Schweizer Studienführer ist deshalb auch in seiner 15. Auflage ein nützliches Übersichts- und Nachschlagemedium für Studieninteressierte und Fachleute geblieben. Er präsentiert das gesamte Studienangebot in der Schweiz (inkl. FH-Studiengänge). Im SDBB-Verlag ist zudem das neue Update von Berufe easy erschienen. Details zu den neuen Medien (mit Online-Bestellmöglichkeit)

Inserate

33. Das Hilfsmittel für die Auswahl Ihrer Lektüre

Was lesen? Ein Lexikon zur deutschen Literatur liegt bereits in der 2., überarbeiteten und ergänzten Auflage vor. Das Buch versammelt in schriftlicher Form, was man sich im Leserkreis gegenseitig fragt: “Worum geht es in diesem Buch? Wie hat es dir gefallen?“ Die Zahl der besprochenen Werke ist in der Neuauflage um einen Fünftel gestiegen. Neu sind auch die beiden Instrumente Lyrik (http://lyrikonline.hep-verlag.ch) und Weltliteratur. Weitere Informationen finden Sie unter www.hep-verlag.ch oder hier.

34. Informatik-Weiterbildungslehrgänge für Anwender

In den nächsten Wochen beginnen bei der Stiftung WISS verschiedene Weiterbildungslehrgänge für Informatik-Anwender:
– Informatik-Anwender/in SIZ I (ECDL Start): 30.4.2009 (Zürich und Bern)
– ICT-Power-User SIZ: 3.4.2009 (Bern), 7.4.2009 (Zürich)
– Umstieg auf Windows Vista und Office 2007: 18.3.2009 (Zürich), 27.4.2009 (Zürich)
Detaillierte Lehrgangsinhalte und weitere Informationen auf www.wiss.ch oder über unsere Bildungsberatung: Tel. 0848 82 12 12

35. Informationsabende Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR

An zwei Informationsabenden am 2. und 28. April 2009 geben Bauingenieurinnen und Bauingenieure einen Einblick in ihren spannenden Beruf: Sie stellen verschiedene Bauvorhaben vor, beispielsweise ein Murgangschutz-Projekt am Glyssibach bei Brienz BE. Zudem informieren Professoren und Studierende der HSR über das Bachelor-Studium und das Master-Studium Bauingenieurwesen. Dieses richtet sich an Absolventinnen und Absolventen einer Berufsmatura oder einer gymnasialen Matura. Der nächste Studienbeginn ist im September 2008.

36. SDBB Weiterbildung: Internet-Tool und freie Plätze

Das Internet-tool der Weiterbildung unter www.sdbb-csfo.ch wurde ergänzt. Neu sind auch Materialien als download aufgeschaltet. Hier sind PP-Präsentationen, wichtige Artikel und Texte zum Lesen oder Arbeitsblätter zum Bearbeiten zu finden.

Coaching ist ein implizierter Schwerpunkt in der Weiterbildung D-CH 2009. Dies zeigt das Echo der Beratungsfachpersonen und der Lehrkräfte im Berufswahlunterricht. Dank Mehrfachführungen sind neu Plätze frei (Beilage beachten) bei “Coaching-Koffer für die Lehrstellensuche“ oder “Lösungsorientiertes Kurzzeitcoaching für BSLB“. Nachmeldungen bei andern Weiterbildungsangeboten sind ebenfalls möglich.

Stelleninserate

37. Berufs- und Laufbahnberater/in 70-90 %

Die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern sucht auf den 1. Juli 2009 oder nach Vereinbarung in Sursee und Luzern je eine/n Berufs- und Laufbahnberater/in. Das Pensum beträgt 70-90%. Im Zentrum der Aufgaben steht die Beratung von Jugendlichen in Fragen der Erstausbildung und Erwachsenen bei Laufbahnthemen.
Weitere Auskünfte erteilt Franz Müller, Telefon 041 925 26 61, franz-xaver.mueller@lu.ch)
Mehr Informationen im Stelleninserat

Impressum

Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT.

PANORAMA.aktuell 2009-05

3 Mär
Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT.

3.3.2009
2009-05 Meldungen aller drei Schwerpunkt-Ausgaben

Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA.aktuell finden Sie unter
www.panorama.ch/pdf/2009-05DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter www.panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf

Inhalt

Bildungspolitik

1. SG: Regierung lehnt Lehrstelleninitiative ab

2. Basel-Jura: Verstärkte Zusammenarbeit im Ausbildungsbereich

Berufliche Grundbildung

3. Konjunktur: Auswirkung auf die Lehrstellensituation wird zum Thema

4. Reform kaufmännische Grundbildung: Wichtige Vorentscheide

5. Deutschland: Senior Experten für Azubis

6. Genf: Individuelle Begleitung von Jugendlichen mit grossen Schwierigkeiten

7. ZH: Lehrbetriebsverbünde werden gefördert

8. Individuelle Praktische Arbeit: Webtool wird rundum erneuert

9. SO: Neuer Lehrplan “Allgemeinbildung” für Berufsfachschulen

Höhere Berufsbildung

10. Deutschland: Weiterbildungsförderung verbessert

11. Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente eingereicht

Hochschulen

12. Bachelor: 90 Prozent der Absolvent/innen studieren weiter

Weiterbildung

13. Bildungsgutscheine: Resultate aus einem Feldversuch

14. JU: Koordinierter Kampf gegen Analphabetismus

Erster Arbeitsmarkt

15. Gesundheitswesen: 25’000 zusätzliche Fachkräfte erforderlich

16. Arbeitsverhältnisse: Flexibilität und soziale Sicherheit kein Widerspruch

17. Beschäftigungsbarometer: Trübe Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

18. Neuer Lohnausweis: Erhebliche Einsparungen

Arbeitsmarktmassnahmen

19. Privatwirtschaft: Kooperation mit Arbeitsmarktmassnahmen ja, wenn…

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

20. Internet: Das Stellenangebot sinkt markant

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

21. Jugendarbeitslosigkeit: Misstrauen verdrängt Solidarität

22. Arbeitslosigkeit: Ausländerinnen und Ausländer stärker betroffen

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

23. 5. IV-Revision: Verstärkte Eingliederung erfolgreich

Inserate

24. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

25. Neu: Berufsausbildung Eutonie

Stelleninserate

26. Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in 60%

27. Berufsberater/in 80 %

28. Fachperson für Kompetenzenbilanz (80%)

Meldungen

Bildungspolitik

1. SG: Regierung lehnt Lehrstelleninitiative ab

(dh) In einem Bericht an den Kantonsrat stellt die Regierung des Kantons St. Gallen fest, dass sie keinen kantonalen Berufsbildungsfonds will, wie ihn die Lehrstelleninitiative der Juso und SP fordert. In der Begründung heisst es, dass sich die bisherige Berufsbildungspolitik des Kantons St. Gallen gut bewährt habe und die Initiative das grosse Engagement der Wirtschaft für die Nachwuchsförderung gefährde. Pressemitteilung

2. Basel-Jura: Verstärkte Zusammenarbeit im Ausbildungsbereich

(jf) Der Kanton Jura bemüht sich weiterhin um eine Annäherung an die Region Basel, insbesondere im Ausbildungsbereich. Eine neue Vereinbarung soll die inter-institutionelle Ausbildung von jurassischen Lernenden und Studierenden fördern. Am 19. Februar 2009 wurde in Muttenz ein Abkommen zwischen der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Bereich Lebenswissenschaften, der Division technique du Centre jurassien d’enseignement et de formation (CEJEF) in Puntrut und der Novartis in Basel unterzeichnet.
Pressemitteilung (französisch)

Berufliche Grundbildung

3. Konjunktur: Auswirkung auf die Lehrstellensituation wird zum Thema

(df) Diverse aktuelle Verlautbarungen befassen sich mit der Entwicklung der Lehrstellenzahl. Jürg Zellweger, Ressortleiter Bildung beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, erinnerte in einem Beitrag im “Schweizerischen Arbeitgeber” an die Schätzung des Bundesamtes für Statistik, wonach die Zunahme der Arbeitslosenquote um 1% zu einer Abnahme von etwa 2000 Lehranfängern führe.
In einer Doppelpunkt-Sendung von Radio DRS bildete das Thema ebenfalls einen der zentralen Diskussionspunkte. Die SGB-Jugendkommission lud am 19. Februar zum gleichen Thema ein.
Das BBT stellt aufgrund seiner regelmässigen Befragung der Kantone fest, bisher könne die Lehrstellensituation als stabil bezeichnet werden. Medienmitteilung

4. Reform kaufmännische Grundbildung: Wichtige Vorentscheide

(df) Die schulischen Leistungsziele der kaufmännischen Grundbildung sollen gesamtschweizerisch je Semester harmonisiert und verbindlich festgelegt werden. Dies ist eine von diversen wichtigen Entscheiden, die die Reformkommission Kaufmännische Grundbildung EFZ Ende 2008 gefällt hat. Unter anderem soll ein neuer, schulischer Lernbereich “Branche & Firma” etabliert werden. Im Interview mit BCH-News schildert Roland Hohl, Geschäftsleiter der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung (IGKG), die wichtigsten Neuerungen.
Weitere Informationen in der INFO 2 der Reformkommission Kaufmännische Grundbildung EFZ.

5. Deutschland: Senior Experten für Azubis

(df) Alt hilft jung – dies ist das Motiv eines neuen Pilotprojekts der deutschen Wirtschaft zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. Der Senior Experten Service (SES) hat mehr als 7500 Mitglieder; nun sollen Freiwillige auf ehrenamtlicher Basis Jugendliche begleiten, wenn die staatlichen Ausbildungsberater dies für sinnvoll erachten. Das Projekt startet in den Regionen München und Dresden und soll im Laufe des Jahres 2009 ausgeweitet werden. Die Rede ist von ständig rund 1000 Jugendlichen, denen so geholfen wird.

6. Genf: Individuelle Begleitung von Jugendlichen mit grossen Schwierigkeiten

(jf) Im Rahmen des Projekts “Case Management” hat der Kanton Genf im November 2008 Massnahmen für Jugendliche mit grossen Schwierigkeiten ins Leben gerufen. Träger ist das “Office pour l’orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC)” (Amt für Berufsberatung, Berufs- und Weiterbildung). Sie ergänzen und verlängern die Aktionen von “Réussir+”, dem individualisierten Begleitungs- und Unterstützungsprogramm für Lernende in beruflicher Grundausbildung von drei oder vier Jahren (vgl. bba 185/6). Ziel ist es, zu verhindern, dass die betroffenen Jugendlichen aus Ausbildung und Berufswelt herausfallen.
Weitere Informationen bei: Grégoire Evéquoz, directeur général de l’OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch

7. ZH: Lehrbetriebsverbünde werden gefördert

(am) Im Kanton Zürich gibt es zurzeit 14 Lehrvertriebsverbünde. Auf sie entfallen rund 5% der Lehrverhältnisse. Dieser Prozentsatz hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Absolut hat die Zahl der Lernenden in den Lehrbetriebsverbünden jedoch zugenommen. Das schreibt der Zürcher Regierungsrat in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Weiter heisst es, die regionale Lehrstellenförderung und die regionalen Berufsbildungsforen förderten den Auf- und Ausbau von Verbünden. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt hat zudem einen Leitfaden für Gesuchsteller von Lehrbetriebsverbünden erarbeitet.

8. Individuelle Praktische Arbeit: Webtool wird rundum erneuert

(am) In der Informatikbranche wurde vor über 10 Jahren eine Web-Anwendung programmiert, welche die Prüfungskommission bei ihrer Arbeit unterstützt und den ganzen Prozess der Individuellen Praktischen Arbeit (IPA) begleitet. Nun wurde beschlossen, dieses Tool rundum zu erneuern. Die neue Version soll nun auch in anderen Berufen und mehrsprachig benutzt werden können. Es wird auch einige neue Funktionen aufweisen.
Die neue Version soll auf das Prüfungsjahr 2010 bereit sein, vgl. den Newsletter der Plattform zur Organisation praxisorientierter Prüfungen.

9. SO: Neuer Lehrplan “Allgemeinbildung” für Berufsfachschulen

(jf) Der neue kantonale Lehrplan für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung wird im Kanton Solothurn auf das Schuljahr 2009/10 eingeführt. Er beruht auf der entsprechenden Verordnung des BBT, die den Kantonen die Möglichkeit gibt, den Erlass von Schullehrplänen zu regeln. Die Lehrpersonen erhalten bis Ende des laufenden Schuljahres Gelegenheit, sich an Fortbildungsveranstaltungen mit den Inhalten des neuen Lehrplans vertraut zu machen.
Pressemitteilung

Höhere Berufsbildung

10. Deutschland: Weiterbildungsförderung verbessert

(df) Wer sich in Deutschland im Rahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung weiterbildet, kann dafür Unterstützung beantragen. Die Bundesregierung hat im Sommer 2008 ein entsprechendes Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (“Meister-BAföG”) eingerichtet, das sie nun mit Verbesserungen ausgestattet hat, die am 1. Juli 2009 inkrafttreten. Grundsätzlich stehen Fortbildungen in allen Berufsbereichen Fördermittel zu. Eine Altersgrenze besteht nicht. Die monatliche Maximalförderung beträgt 670 Euro für Alleinstehende.
Mehr unter www.meister-bafoeg.info/

11. Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente eingereicht

(am) Beim BBT wurden neue Prüfungsordnungs-Entwürfe eingereicht. Einsprachen sind innert 30 Tagen möglich:
– Lebensmitteltechnolog/in BP (Einsprachefrist läuft seit dem 17. Februar)
– Lebensmitteltechnolog/in HFP (17. Februar)
– Technikredaktor/in BP (17. Februar)
– Druckkauffrau/Druckkaufmann BP (24. Februar)

Hochschulen

12. Bachelor: 90 Prozent der Absolvent/innen studieren weiter

(am) Neun von zehn Bachelorabsolventen und -absolventinnen steigen in ein Masterstudium ein. Der Bachelorabschluss genüge dem für den angestrebten Beruf erforderlichen Niveau nicht und sei nur eine Zwischenetappe, wurde von den Befragten als Hauptgrund dafür angegeben. Weniger als 10% wagen den Schritt auf den Arbeitsmarkt. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Hochschulabsolventenbefragung 2007. Wie das Bundesamt für Statistik in seiner Publikation schreibt, ist die Aussagekraft dieses Befundes aufgrund der geringen Anzahl befragter Personen (3111) jedoch beschränkt.

Weiterbildung

13. Bildungsgutscheine: Resultate aus einem Feldversuch

(jf) Mit Bildungsgutscheinen lässt sich die Weiterbildungsbeteiligung durchaus steigern. Allerdings gibt es Faktoren, die gegen einen flächendeckenden Einsatz von Gutscheinen sprechen. Eine öffentliche Finanzierung durch Weiterbildungsgutscheine ist, falls überhaupt, nur für eine eng umschriebene Zielgruppe gerechtfertigt. Dies sind die Ergebnisse einer Untersuchung der Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern (FfB) im Auftrag des BBT.
Mehr: Medienmitteilung und verschiedene Stellungnahmen zur Studie.

14. JU: Koordinierter Kampf gegen Analphabetismus

(jf) Der Kanton Jura stellt der “Association Lire et Ecrire” (Vereinigung Lesen und Schreiben) 2009 eine Subvention von 40’000 Franken zur Verfügung. Gleichzeitig wurde eine Vereinbarung zwischen der Volkshochschule und der “Association Lire et Ecrire” unterzeichnet, mit der der Kampf gegen den Analphabetismus koordiniert werden soll.
Pressemitteilung (französisch)
Informationen: Olivier Tschopp, chef du Service de la formation des niveaux secondaire II et tertiaire, 032 420 71 60, olivier.tschopp@jura.ch

Erster Arbeitsmarkt

15. Gesundheitswesen: 25’000 zusätzliche Fachkräfte erforderlich

(vm) Bis 2020 müssen vermutlich mindestens 25’000 qualifizierte Fachkräfte in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie in Spitex-Diensten eingestellt werden. Die demografische Alterung ruft nach mehr Pflegeleistungen.
Am meisten zusätzliches Personal wird in Institutionen der Langzeitpflege benötigt. Das haben Prognosen der Schweizerischen Gesundheitsobservation (OBSAN) ergeben. 2006 waren in der Schweiz 200’000 Gesundheitsfachleute beschäftigt. Insgesamt 57% unter ihnen verfügten über eine Ausbildung auf Tertiärstufe.
Pressemitteilung

16. Arbeitsverhältnisse: Flexibilität und soziale Sicherheit kein Widerspruch

(vm) Flexibilität des Arbeitsmarktes und soziale Sicherheit schliessen sich nicht aus. Das zeigt eine Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Auch Personen ohne unbefristete Vollzeitanstellung sind durch die Sozialversicherungen geschützt. Einige Mängel bestehen allerdings bei der 2. Säule.
In seinem Beitrag in der Zeitschrift PANORAMA 1/09 hält Olivier Brunner-Patthey vom BSV fest, dass die berufliche Integration von sozial Schwachen noch mehr gefördert werden müsse.
Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen: www.panorama.ch

17. Beschäftigungsbarometer: Trübe Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

(sre) Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers vom Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen trübe Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die Schweiz verzeichnete im 4. Quartal 2008 zwar noch ein Beschäftigungswachstum. Doch insbesondere im sekundären Sektor sind die Wachstumsraten der Erwerbstätigen und auch jene der Beschäftigten bereits zum zweiten Mal in Folge rückgängig. (Die Statistik der Erwerbstätigen orientiert sich an erwerbstätigen Einzelpersonen, jene der Beschäftigten an der Anzahl Stellen). Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der Beschäftigungsstatistik bestätigen diese Trendwende auf dem Arbeitsmarkt: Sowohl der Index der offenen Stellen (-25%) als auch der Indikator der Beschäftigungsaussichten (-4.1%) sind rückläufig.
Medienmitteilung

18. Neuer Lohnausweis: Erhebliche Einsparungen

(sre) Im Rahmen seines Engagements für die administrative Entlastung der KMU hat das SECO die Auswirkungen des neuen Lohnausweises auf die Unternehmen untersucht. Es zeigt sich, dass dank dem neuen Lohnausweis eine administrative Entlastung von 11,7 Millionen Franken pro Jahr erzielt wird. Die steuerlichen Auswirkungen werden als unbedeutend angesehen und die einmaligen Einführungskosten als erträglich eingeschätzt.
Medienmitteilung

Arbeitsmarktmassnahmen

19. Privatwirtschaft: Kooperation mit Arbeitsmarktmassnahmen ja, wenn…

(vm) Die Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) und der Privatwirtschaft kann für beide Seiten ein Gewinn sein. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Partner in unterschiedlichen Systemen leben.
In seinem Beitrag in PANORAMA 1/09 beschreibt Frank Wentzler, Direktor ABB CMC Schaffhausen, die Kooperation mit der ortsansässigen Stiftung Impuls. Er hält fest, dass der Stiftung, verglichen mit Produktionsverlagerungen ins Ausland, keine bevorzugten Preise bezahlt würden.
Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen: www.panorama.ch

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

20. Internet: Das Stellenangebot sinkt markant

(vm) Auf Schweizer Internetseiten werden rund 16% weniger Stellen angeboten als noch vor drei Monaten.
Der jobpilot-Index von Monster.ch, welcher von der Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit der Universität Zürich erhoben wird, verzeichnete im Januar 2009 zum zweiten Mal nach dem Herbstquartal einen Rückgang. Er sank gegenüber dem Vorquartal um 33 auf 168 Indexpunkte. Das Angebot ging erstmals auch bei den Stellenbörsen kräftig zurück, nachdem auf den firmeneigenen Websites bereits vorher Abnahmen zu verzeichnen waren. Noch stärker als die online-Inserate sind die Stelleninserate in den Printmedien zurückgegangen.
Pressemitteilung

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

21. Jugendarbeitslosigkeit: Misstrauen verdrängt Solidarität

(vm) Die Wahrnehmung von Jugendarbeitslosigkeit verändert sich. Konnten in der Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts jugendliche Arbeitslose mit gesellschaftlicher Solidarität rechnen, wird ihnen heute oft fehlende Motivation unterschoben.
Das ist das zentrale Ergebnis einer Diplomarbeit von zwei Studentinnen der Fachhochschule Soziale Arbeit in Bern. Nach Ansicht der Autorinnen hängt der Wertwandel mit der Individualisierung der Gesellschaft zusammen. Zudem würden die Integrationsleistungen der jungen Arbeitslosen heute kaum wahrgenommen. Ausführlicher Beitrag in Fachzeitschrift PANORAMA 1/2009.
Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen: www.panorama.ch

22. Arbeitslosigkeit: Ausländerinnen und Ausländer stärker betroffen

(vm) Im 2. Quartal 2008 waren in der Schweiz 6,2% der ausländischen Erwerbstätigen arbeitslos. Diese Quote ist wesentlich höher als bei Schweizerinnen und Schweizern (2.5%). Der Anstieg betrug gegenüber dem Vorjahr 5,8%. Ein starker Anstieg war insbesondere bei deutschen (+21%) und französischen Erwerbstätigen (+9,9%) festzustellen. Das geht aus den Ergebnissen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Pressemitteilung

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

23. 5. IV-Revision: Verstärkte Eingliederung erfolgreich

(vm) Die mit der 5. IV-Revision eingeführten Instrumente zur verstärkten Eingliederung von invaliditätsgefährdeten Menschen bewähren sich. Das schreibt das Bundesamt für Sozialversicherung in einer Medienmitteilung. 2008 gingen bei den IV-Stellen rund 10’800 Meldungen für die Früherfassung ein, vor allem durch Arbeitgebende (32%) und die betroffenen Personen selbst (25%). Es wurden rund 8’900 Frühinterventionen eingeleitet. Es handelt sich dabei um Massnahmen zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit. Zusätzlich gewährte die IV für rund 300 Personen Einarbeitungszuschüsse an Arbeitgebende.

Inserate

24. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

Fördern Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss MAS EHB in Bildungsmanagement (60 ECTS). Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (ehemaliges SIBP) bietet ein berufsbegleitendes (2-6 Jahre) Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an, das zum “Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement” führt. Weitere Informationen auf http://www.mas.ehb-schweiz.ch und hier. Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch, Tel.: 031 910 37 57

25. Neu: Berufsausbildung Eutonie

Die Ausbildung beruht hauptsächlich auf der praktischen Körperarbeit und fordert persönlichen Einsatz. Sie bietet eine berufliche Vertiefung oder Neuorientierung. Berufsbegleitend, vier Jahre. Das von der SBEGA anerkannte Diplom ermöglicht den Zugang zu einer künftigen Höheren Fachprüfung (HFP). Das Eutonie-Diplom eröffnet ein breites Spektrum beruflicher Tätigkeit im therapeutischen, pädagogischen und künstlerischen Bereich.
Nähere Informationen: www.eutonie-ausbildung.ch, info@eutonie-formation.ch

Stelleninserate

26. Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in 60%

Das biz Meilen sucht auf den 1. August 2009 oder nach Vereinbarung eine/n Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in. Der Beschäftigungsgrad beträgt 60%. Im Zentrum der Aufgaben steht die Beratung von Jugendlichen und Erwachsenen. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene oder weit fortgeschrittene und anerkannte Ausbildung in Berufs- und Laufbahnberatung (SVB, Fachhochschule oder Universität/NABB). Für weitere Auskünfte steht Stellenleiter Bruno Ehrenberg gerne zur Verfügung, Tel: 044 924 10 74, bruno.ehrenberg@berufsberatung.zh.ch.
Mehr Informationen im Stelleninserat

27. Berufsberater/in 80 %

Die BEFAS (Berufliche Abklärungsstelle) des Sozialunternehmens Appisberg in Männedorf sucht per sofort eine/n Berufsberater/in (80%). Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Beratung und Begleitung von Klienten bei der beruflichen Umorientierung. Bewerber/innen besitzen eine abgeschlossene Berufsberaterausbildung oder stehen kurz davor. IV-Erfahrung sowie Italienischkenntnisse sind von Vorteil. Aus Gründen der Teamzusammensetzung wird ein Mann bevorzugt.
Auskünfte erteilen Markus Dieth oder Urs Brütsch, Tel.: 043 843 43 43. Weitere Infos unter http://www.appisberg.ch und im Stelleninserat.

28. Fachperson für Kompetenzenbilanz (80%)

Die Kompetenzenbilanz Kanton Zürich sucht eine Fachperson zu einem Pensum von 80%. Ihr Aufgabenbereich ist hauptsächlich im Themengebiet “Validierung von Bildungsleistungen“ angesiedelt. Sie verfügen über einen Hochschulabschluss sowie eine Ausbildung in Erwachsenenbildung (mind. Stufe Fachausweis) und haben breite Erfahrung im Leiten und Weiterentwickeln von Seminaren. Zudem verfügen Sie über eine Ausbildung oder Erfahrung in Berufs- und Laufbahnberatung. Arbeitsbeginn: 1. Mai 2009 oder nach Vereinbarung. Auskünfte erteilt Beatrice Kutter, Leitung Kompetenzenbilanz Kanton Zürich (Telefon: 043 259 97 14, Beatrice.Kutter@ajb.zh.ch). Weitere Informationen unter
www.ajb.zh.ch, www.kompetenzenbilanz.zh.ch und im Stelleninserat.

Impressum

Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT.

PANORAMA.aktuell 2009-04

17 Feb
17.2.2009
2009-04 Die PDF-Version des Newsletters finden Sie auf www.panorama.ch wie auch die aktuelle Version des Veranstaltungskalenders.

Inhalt

Bildungspolitik

1. BBT-Standortbestimmung: Höhere Berufsbildung ein wichtiges Thema

2. Schweiz-EU: Gespräche über ein Bildungsabkommen

3. Berufsbildungsgesetzgebung: Stand der kantonalen Arbeiten erfasst

4. Duale Berufsbildung: Internationaler Workshop

Übergänge

5. Stellwerk: Leistungsprofile von 38 beruflichen Grundbildungen

6. Genf: Unterstützung bei der Lehrstellensuche

Berufliche Grundbildung

7. Projekt “Zukunft Handelmittelschulen”: Vernehmlassung eröffnet

8. Lernstrategien: Wie kann man das Lernen fördern?

Hochschulen

9. Fachhochschulen: Berufsmaturität war nie der “Königsweg”

10. NABB: Universitäten Bern und Freiburg fahren ohne Zürich weiter

11. Angewandte Psychologie: Nun auch an der FH Nordwestschweiz

12. MAS: Master Psychologische Psychotherapie nicht gleichwertig

13. Europäischer Master in Biotechnologie: Aufnahme ein Jahr vor Bachelor-Abschluss

14. Genf: Gründung eines Universitätsinstituts für Lehrerbildung

15. Validierung von Erfahrungswissen: Die Universität Genf führt ein Pilotprojekt durch

16. MAZ: Journalismus studieren in Luzern und Hamburg

Berufe und Ausbildungen (Sek II)

17. Grundbildung: Neu erlassene Verordnungen

18. Grundbildung: Verordnungen in der Vernehmlassung

Berufe und Ausbildungen (Tertiär)

19. Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente

20. Quereinstieg in PR: Institut lanciert den “PR-Praktiker”

Beratung und Diagnostik

21. Fachgruppe Diagnostik: Diagnostischer Grundkoffer aktualisiert

22. Kritischer Rückblick: Ein pensionierter Berufsberater zieht Bilanz

23. Weiterbildungsprogramm SDBB: Ideen gesucht

Arbeitsmarkt

24. Fachkräftemangel: Die Zeitschrift PANORAMA greift das Thema auf

25. Studie: Es fehlen 3000 Ingenieurinnen und Ingenieure

26. Kurzarbeit: Bezugsdauer verlängert

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

27. Waadt: Lebenslauf im Internet

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

28. Bern: Den Lehrstellenmarkt stärken

29. Weiterbildung für Ältere: Schweiz in der Spitzengruppe

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

30. “This-Priis“: Behinderte integrieren

Arbeitsgestaltung / Arbeitszufriedenheit

31. Westschweiz/Tessin: Bildungsprogramm “Gesundheit am Arbeitsplatz“

Print- und Online-Angebote

32. TI: Internetverzeichnis zur Berufsbildung

33. Bundesamt für Statistik: Neue Bildungsstatistiken

Personen und Institutionen (FP)

34. EHB: Neue Leiterin Forschung und Entwicklung

35. Publikationen: “100 Jahre Schweizerischer Arbeitgeberverband”

36. GIB Zug: Beat Wenger zum neuen Rektor gewählt

Inserate, Stelleninserate

37. «Qualität leben»: Fachtagung der Verbundpartner

38. Weiterbildung bei hep mit Prof. Dr. Aymo Brunetti und Rudolf H. Strahm

39. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

40. SDBB-Weiterbildung: Freie Plätze

Meldungen

Bildungspolitik

1. BBT-Standortbestimmung: Höhere Berufsbildung ein wichtiges Thema

(df) Die Höhere Berufsbildung ist derzeit Gegenstand intensiver Gespräche. Davon zeugt etwa die “Standortbestimmung der Berufsbildung” vom 5./6. Februar, an der eine Arbeitsgruppe ihren Bericht zur “interkantonalen Finanzierung” vorlegte. Er zeigt, dass die öffentliche Hand “die einzelnen Angebote ganz unterschiedlich und ohne klar definierte Regeln” unterstützt; zudem “fehlen für die interkantonale Vereinbarung Standards und Kriterien, nach denen die Kantone Anbieter in die Vereinbarung aufnehmen”. Kathrin Hunziker (Berufsbildungs-Chefin AG) legte zudem eine Zusammenstellung wichtiger Fakten zur “Finanzierung der Höheren Berufsbildung” vor; das Papier zeigt etwa, dass 57% der Teilnehmenden (berufsbegleitend) finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber erhalten.
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2. Schweiz-EU: Gespräche über ein Bildungsabkommen

(cg) Unter der Leitung des Staatssekretariats für Bildung und Forschung hat eine Schweizer Delegation Gespräche mit der Europäischen Kommission geführt. Ziel war es, Fragen im Zusammenhang mit der Errichtung eines bilateralen Abkommens im Bildungsbereich zu bereinigen. Derzeit wird die Teilnahme der Schweiz an europäischen Bildungs- und Jugendprogrammen für jedes Projekt individuell abgeschlossen. Der Abschluss eines bilateralen Gesamtabkommens würde es erlauben, die Beziehungen zwischen den schweizerischen und europäischen Bildungseinrichtungen zu erleichtern. Ebenso würde die Mobilität für die Teilnehmenden an diesen Programmen, sprich Lernende, Studierende und Lehrkräfte, verbessert.
Weitere Informationen

3. Berufsbildungsgesetzgebung: Stand der kantonalen Arbeiten erfasst

(jf) Ab sofort ist der aktuelle Stand der kantonalen Berufsbildungsgesetzgebung bei edudoc abrufbar. Die Gesetzessammlung wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Des Weiteren sind unter der Rubrik “Berufsbildungsgesetz nach nBBG (in Vorbereitung)“ die von den Kantonen in den letzten Jahren veröffentlichten Botschaften und vorbereitenden Gesetze zur Berufsbildung ersichtlich. Die Daten stammen von lexfind.ch, einer Dienstleistung des Instituts für Föderalismus der Universität Freiburg, und basieren auf den systematischen Rechtssammlungen der Kantone.
Kontakt: Karin Hess, Informations- und Dokumentationszentrum IDES, hess@edk.ch

4. Duale Berufsbildung: Internationaler Workshop

(jf) Am 10./11. Februar 2009 hat die Bertelsmann Stiftung in Berlin einen internationalen Workshop über die Steuerung und Gestaltung der beruflichen Bildung durchgeführt, an dem auch die Direktorin des BBT, Ursula Renold, teilgenommen hat. Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten wie und mit welchem Erfolg berufliche Bildung in Ländern mit einer dualen Tradition gesteuert wird und welche Lehren daraus gezogen werden können.
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Übergänge

5. Stellwerk: Leistungsprofile von 38 beruflichen Grundbildungen

(df) Das vom Kanton St.Gallen entwickelte Instrument “Stellwerk” zur Messung von Schulleistungen ist in acht Kantonen flächendeckend eingeführt. Seit wenigen Wochen sind nun auch 38 Berufsprofile zugänglich, die Auskunft über die schulischen Anforderungen geben. Die Profile sind nicht wissenschaftlich validiert; sie erlauben den Jugendlichen nach Auskunft von Claudia Coray von Stellwerk aber eine erste Einschätzung ihrer schulischen Eignung. Eine ähnliche Funktion erfüllen auch die Kompetenzprofile, die der KGV Zürich schon vor einigen Jahren entwickelt hat. Die SBBK möchte das Thema in ein nationales Projekt überführen und hat dazu eine Überblicksstudie erarbeiten lassen. Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) hat für das Projekt die Federführung übernommen.
Studie

6. Genf: Unterstützung bei der Lehrstellensuche

(jf) Das Amt für Beratung, Berufs- und Weiterbildung (OFPC) hat 2007 eine Einrichtung ins Leben gerufen, um Jugendlichen in Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Lehrstelle zu helfen. Im Jahre 2008 wurde die Erfahrung in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club weitergeführt. Der Schwerpunkt wurde auf Workshops gelegt (Berufswahl, Lehrbetrieb und Folgeatelier). Während der Durchführung zwischen April und Oktober 2008, konnten die Werkstätten 53 Jugendliche im Durchschnittsalter von 18 Jahren aufnehmen, wovon 36% die Schule abgebrochen hatten. Eine erste Bilanz zeigt, dass 71% der angemeldeten Jugendlichen eine Lösung gefunden haben: 60% der Jungen und 53% der Mädchen sind in die Ausbildung zurückgekehrt.
Weitere Informationen: Grégoire Evéquoz, Generaldirektor des OFPC in Genf, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch

Berufliche Grundbildung

7. Projekt “Zukunft Handelmittelschulen”: Vernehmlassung eröffnet

(jf) Das BBT legt die Entwürfe für die Ausbildung an Handelsmittelschulen zur Stellungnahme vor. Die Unterlagen (Richtlinien für die Organisation der beruflichen Grundbildung und des Qualifikationsverfahrens / Standardlehrplan Bildung in beruflicher Praxis) können hier heruntergeladen werden.
Vernehmlassungsfrist: 31. März 2009
Im Dezember 2008 hat die Projektleiterin Judith Renner-Bach das Projekt “Zukunft Handelsmittelschulen” in bbaktuell beschrieben.

8. Lernstrategien: Wie kann man das Lernen fördern?

(df) Das Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen hat die Förderung von Lernkompetenzen an zwei kaufmännischen Berufsfachschulen untersucht. Die Forschungsergebnisse legen nahe, die lernstrategischen Fördermassnahmen aller Schulstufen und im Falle der Berufsbildung aller drei Lernorte zu koordinieren. In der Zeitschrift PANORAMA legen die Forscher ihre Ergebnisse breit dar. Sie folgern u.a.: “Es reicht nicht aus, Lernstrategien zu Beginn der Ausbildung einzuführen und zu hoffen, dass die Berufslernenden diese automatisch einsetzen. Vielmehr sollten die Lehrpersonen gezielte Anwendungsmöglichkeiten schaffen.”
Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen: www.panorama.ch

Hochschulen

9. Fachhochschulen: Berufsmaturität war nie der “Königsweg”

(df) In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gymnasialen Maturandinnen und Maturanden, die an einer Fachhochschule studieren, gestiegen. Dies hat vor allem mit dem Einbezug der Bereiche Gesundheit und Soziales in die Fachhochschulen zu tun.
2007 verfügten 32.4% der Neueintretenden über eine gymnasiale Matura, 35,2% über eine Berufsmatura. In den Bereichen Technik, Wirtschaft und Design ist der Anteil der Eintretenden mit gymnasialer Matura von 10% im Jahr 1997 auf 17% im Jahr 2006 gewachsen, “kein Erdrutsch”, wie der Sozialwissenschaftler Urs Kiener in seinem Interview mit PANORAMA.aktuell ausführt. Die Berufsmaturität sei aber nie der “Königsweg” gewesen. Auch in den traditionellen Bereichen hätte der BM-Anteil immer unter 60% gelegen.

10. NABB: Universitäten Bern und Freiburg fahren ohne Zürich weiter

(df) Die Universität Zürich hat die Zusammenarbeit mit den Universitäten Bern und Freiburg gekündigt. Die drei Universitäten haben seit vielen Jahren ein MAS-Postmaster-Programm in Laufbahn- und Personalpsychologie angeboten. Die zuständigen Organe der Universitäten Bern und Freiburg führen das Angebot weiter und haben eine neue Kooperationsvereinbarung verabschiedet. Die Universität Zürich plant nach Kenntnis von Professorin Alexandra Freund keinen eigenen Ausbildungsgang.
Mehr unter www.cchrm.ch und hier

11. Angewandte Psychologie: Nun auch an der FH Nordwestschweiz

(df) Bisher bot als einzige Fachhochschule die Zürcher ZHAW einen Studiengang in angewandter Psychologie an. Ab Herbst 2009 führt auch die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entsprechende Veranstaltungen durch – die Bewilligung für einen Master of Science in Angewandter Psychologie liegt definitiv vor. Schwerpunkte des Studiums bilden Themen der Sicherheit, der Technikgestaltung, der Kommunikations- und Kooperationsprozesse in Teams und Organisationen und der Gesundheitsförderung.

12. MAS: Master Psychologische Psychotherapie nicht gleichwertig

(bk) Der Universitätslehrgang Master Psychologische Psychotherapie der Donau-Universität Krems, der auch in Zürich angeboten wird, wird von der Schweizerischen Rektorenkonferenz CRUS nicht als gleichwertig mit einem Masterstudium an einem psychologischen Institut einer Schweizer Universität eingestuft. Er entspricht einem Master of Advanced Studies und führt damit nicht zu einem anerkannten Masterabschluss in Psychologie.
Entscheid der CRUS

13. Europäischer Master in Biotechnologie: Aufnahme ein Jahr vor Bachelor-Abschluss

(bk) Die Universitäten Basel, Strasbourg, Freiburg und Karlsruhe bieten gemeinsam den dreijährigen Europäischen Master in Biotechnologie an. Die meisten Veranstaltungen finden in Strasbourg statt (Unterrichtssprachen de, en, fr). Aufgenommen werden sehr gut qualifizierte Absolvent/innen von 4 Semestern (!) eines Bachelorstudiengangs naturwissenschaftlicher, technischer oder medizinischer Richtung (40 Studienplätze, 6 davon für Bewerber/innen aus der Schweiz). Die Berufschancen nach erfolgreichem Abschluss sind sehr hoch.
Nähere Informationen: Uni info der Studienberatung Basel und Website der Universität Freiburg.

14. Genf: Gründung eines Universitätsinstituts für Lehrerbildung

(cg) Der Genfer Staatsrat hat ein Gesetz zur Änderung des Bildungswesens verabschiedet. Auf Schulbeginn 2009 sollen am neuen ‘Institut universitaire de formation des enseignants’ (IUFE) (Universitätsinstitut für Lehrerbildung) an der Universität Genf die Primar- und Sekundarschullehrer unter einem Dach ausgebildet werden. Zum Unterrichten auf Primarstufe wird das Lehrerdiplom durch einen Bachelor ersetzt, gefolgt von einem für die Ernennung obligatorischen Zertifikat. Die Ausbildung von Sekundarschullehrern kombiniert den akademischen (Bachelor + Master) und den beruflichen (integriertes Zertifikat + MAS) Weg.
Mehr dazu (französisch)

15. Validierung von Erfahrungswissen: Die Universität Genf führt ein Pilotprojekt durch

(cg) Unter der Bezeichnung “validation des acquis de l’expérience (VAE)” (Validierung von Erfahrungswissen) wurde erstmals in der Schweiz ein Pilotprojekt für universitäre Ausbildungen lanciert. An der Universität Genf erlaubt die VAE eine Teildispensierung vom Studienprogramm gewisser Bachelors (Informatik, Betriebswirtschaft, Politikwissenschaften, Sozialökonomie und Soziologie). Zum VAE berechtigt sind Kandidat/innen, die über mindestens dreijährige Vollzeit-Berufserfahrung im Bereich des angestrebten Diploms verfügen. Nach erfolgter Anmeldung haben die Kandidierenden ein Dossier zu erstellen, um sich über ihre Kenntnisse und Kompetenzen auszuweisen. Aufgrund dieser Unterlagen werden ihnen dann so genannte ECTS Kreditpunkte gewährt.
VAE Flyer (französisch)
Weitere Informationen

16. MAZ: Journalismus studieren in Luzern und Hamburg

(bk) Das MAZ und die Hamburg Media School bieten ab Herbst 2009 zum vierten Mal den Master of Arts in Journalismus an. Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss (mindestens Bachelor) und das Bestehen des Aufnahmeverfahrens. MAZ-Studierende sind neun Monate an der Hamburg Media School, drei Monate in einer Redaktion oder bei einem Sender und das zweite Studienjahr am MAZ in Luzern. Alle bisherigen Absolvierenden aus der Schweiz haben nach dem Studium den Einstieg in die Medien geschafft. Anmeldeschluss 15. Juni 2009.
Weitere Informationen

Berufe und Ausbildungen (Sek II)

17. Grundbildung: Neu erlassene Verordnungen

(bl) Folgende Grundbildungsverordnungen sind vom BBT auf den 1. Januar 2009 erlassen worden:
– Holzhandwerker/in EFZ
– Bühnentänzer/in EFZ
– Holzbildhauer/in EFZ
– Küfer/in EFZ
– Korb- und Flechtwerkgestalter/in EFZ
Verordnung und Bildungsplan finden sich später hier.

18. Grundbildung: Verordnungen in der Vernehmlassung

(bl) Folgende Grundbildungsverordnungen sind vom BBT in die Vernehmlassung geschickt worden:
– Oberflächenpraktiker/in EBA (Stellungnahme bis 30. April 2009)
– Betonwerker/in EFZ (Stellungnahme bis 30. April 2009)
– Bauwerktrenner/in EFZ (Stellungnahme bis 30. April 2009)
– Oberflächenbeschichter/in EFZ (Stellungnahme bis 30. April)
– Fahrzeugschlosser/in EFZ (Stellungnahme bis 15. April 2009)
– Zeichner/in EFZ (Stellungnahme bis 8. Mai 2009)
Die Unterlagen dazu finden sich hier

Berufe und Ausbildungen (Tertiär)

19. Höhere Berufsbildung: Neue Prüfungsreglemente

(bl) Folgende Berufsprüfungen und Höheren Fachprüfungen sind vom BBT genehmigt worden: – Polybau-Meister/in (HFP)
– Tierphysiotherapeut/in (HFP)
– Fachmann/-frau in Management von gewerkschaftlichen Organisationen (BP)
– Verkaufsfachmann/-frau (BP)
Beim BBT eingereicht wurde die Prüfungsordnung über die Berufsprüfung für
– Techno-Polygraf/in.
Einsprachen sind innert 30 Tagen möglich (ab 3. Februar).

20. Quereinstieg in PR: Institut lanciert den “PR-Praktiker”

(bk) Das Schweizerische Public Relations Institut SPRI bietet mit dem “PR-Praktiker” einen Lehrgang für Quereinsteiger an. Angesprochen werden PR-Interessierte ohne entsprechende Berufserfahrung, die sich rasch das nötige Wissen für eine erste Stelle in der Kommunikationsbranche aneignen möchten.

Beratung und Diagnostik

21. Fachgruppe Diagnostik: Diagnostischer Grundkoffer aktualisiert

(hs) Die Fachgruppe Diagnostik des SDBB hat verschiedene Labels aus dem diagnostischen Grundkoffer aktualisiert. So wurde etwa der KV-Interessentest revidiert (das Handbuch dazu erscheint im Frühling 2009) oder der VIA-IS (“Values in Action Inventory of Strengths”) neu in den Grundkoffer aufgenommen. Auch das dahinterstehende Konzept sowie die Testliste zur Übersicht über die Instrumente des Koffers wurden aktualisiert.
Mehr dazu: www.testraum.ch/koffer.htm

22. Kritischer Rückblick: Ein pensionierter Berufsberater zieht Bilanz

(df) Wenn Berufsleute pensioniert werden, erlauben sie sich zuweilen einen kritischen Rückblick. Der Rapperswiler Berufsberater Bruno Kunz ist ein typisches Beispiel einer Generation jung gebliebener Rentner, die noch einmal Partei ergreifen. Im Interview mit Armand Pirovino lässt er wichtige Themen noch einmal Revue passieren. Er sagt: “Das Arbeitsklima in den Berufsberatungsstellen ist vielerorts schlechter geworden.” Und: “Mich ärgert masslos, dass wir die oft erst 14-Jährigen bereits unter Druck setzen müssen.” Die Zeitschrift PANORAMA publiziert in ihrer Februar-Ausgabe das Interview in voller Länge.
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23. Weiterbildungsprogramm SDBB: Ideen gesucht

(rb) Das SDBB ist am Sammeln von Ideen und Vorschlägen für sein Weiterbildungsprogramm 2010. Wir möchten (noch besser) auf die Anliegen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung eingehen. Wenn Sie die Möglichkeit der Mitgestaltung nutzen möchten, dann notieren Sie Inhalte und Ziele auf das Ideenblatt. Eingabeschluss ist der 26. März 2009.
Information über das Weiterbildungsprogramm des SDBB finden Sie unter www.weiterbildung.sdbb.ch/

Arbeitsmarkt

24. Fachkräftemangel: Die Zeitschrift PANORAMA greift das Thema auf

(df) Der Schweiz fehlen in gewissen Branchen die Fachkräfte – in der Informatik, aber auch in der Maschinenindustrie etwa. Die Zeitschrift PANORAMA publiziert in Ausgabe 1/09 gleich drei Beiträge zu diesem Thema, unter anderem ein Interview mit Bundesrätin Doris Leuthard und einen Fachbeitrag des Arbeitsmarkt-Spezialisten George Sheldon. Sheldon ist der Verfasser einer Studie zu diesem Thema, die vom BBT in Auftrag gegeben worden ist.
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25. Studie: Es fehlen 3000 Ingenieurinnen und Ingenieure

(df) Im April 2008 gab es 3’000 Ingenieurinnen und Ingenieure zu wenig, was rund einem Absolventenjahrgang entspricht. Diese Ziffer ist in einer neuen Studie des Büro BASS zu finden (“Ingenieurmangel in der Schweiz und im Kanton Graubünden”). Die Studie macht auch einige Empfehlungen zur Beseitigung des Fachkräftemangels: So sei die Einführung eines zusätzlichen Maturitätslehrgangs mit einem technischem Schwerpunkt zu prüfen. Ebenso wird empfohlen, Arbeitsmarktüberlegungen stärker in die Bildungsentscheide von Jugendlichen einfliessen zu lassen.

26. Kurzarbeit: Bezugsdauer verlängert

(vm) Der Bundesrat hat die Dauer der Kurzarbeitsentschädigung vorübergehend von bisher 12 auf 18 Monate verlängert. In den letzten Monaten war in der Industrie der Rückgang der Aufträge gross. Durch Kurzarbeit soll verhindert werden, dass Unternehmen wegen Auftragsmangel Personal entlassen. Dadurch wird Arbeitslosigkeit vermieden und das betriebsinterne Fachwissen bleibt erhalten. Die Arbeitslosenversicherung übernimmt zudem einen grösseren Teil des Lohnausfalls der betroffenen Arbeitgeber. Die neue Regelung tritt im April 2009 in Kraft und gilt bis Ende März 2011.
Medienmitteilung

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

27. Waadt: Lebenslauf im Internet

(vm) Stellensuchende aus dem Kanton Waadt können ihren Lebenslauf kostenlos ins Internet stellen. Diese neue Dienstleistung des “Service de l’emploi“ soll das Beziehungsnetz erweitern. Die arbeitslosen Waadtländerinnen und Waadtländer können auf dem Portal Keonet eine eigene Website herstellen, um ihr spezifisches Profil zu präsentieren. Auf diese Weise öffnen sie durch das berufliche Online-Netzwerk zusätzliche Wege zu offenen Stellen.

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

28. Bern: Den Lehrstellenmarkt stärken

(sre) Die angespannte Wirtschaftslage könnte sich negativ auf den Lehrstellenmarkt auswirken. Dadurch dürften gerade Jugendliche mit erschwerten Startbedingungen Mühe haben, eine Lehrstelle zu finden. Aus diesem Grund stärkt der Kanton Bern den Lehrstellenmarkt durch eine Reihe von Projekten, darunter “Take off erfolgreich ins Berufsleben!”, das seit dem 1. Januar 2009 operativ ist. Acht Case-Managerinnen und -Manager in allen Regionen des Kantons begleiten Jugendliche mit vielfältigen Schwierigkeiten auf ihrem Weg in die Arbeitswelt – wenn nötig von der Berufswahl über die Ausbildung bis zum Eintritt ins Erwerbsleben.
Medienmitteilung

29. Weiterbildung für Ältere: Schweiz in der Spitzengruppe

(vm) Die Weiterbildungsbeteiligung älterer Arbeitnehmender ist in der Schweiz überdurchschnittlich hoch. Zusammen mit den skandinavischen Ländern bildet unser Land im internationalen Vergleich die Spitze, was auch mit der hohen Erwerbsquote der betreffenden Personengruppe zusammenhängt. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. Generell zeigt die Untersuchung auf, dass bei älteren Arbeitnehmenden das Interesse an Weiterbildung zurückgeht. Der Akzent wird vor allem auf Aktualisierung des Wissens gelegt, sodass EDV- und Sprachkurse im Vordergrund stehen.

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

30. “This-Priis“: Behinderte integrieren

(vm) Der diesjährige “This-Priis“ geht an die Firmen “Lehmann Holzofenbeck“ aus Lanterswil und “Tobias Juchler & Co., Garten- und Landschaftsbau” aus Rümlang. Der “This-Priis“ würdigt innovative Integrationsbeispiele von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) im Profit- und Non Profit-Bereich. Bedingung: Die Arbeitsplätze dürfen nicht staatlich subventioniert sein.
Entstanden ist der mit 25000 Franken dotierte Preis auf private Initiative einer Familie mit einem cerebral gelähmten Angehörigen (This). Er ist das Herzstück einer Kampagne, mit welcher angepasste Arbeitsplätze für behinderte Menschen geschaffen werden sollen.
Medienmitteilung

Arbeitsgestaltung / Arbeitszufriedenheit

31. Westschweiz/Tessin: Bildungsprogramm “Gesundheit am Arbeitsplatz“

(vm) Die kantonalen Arbeitsinspektorate der Westschweiz und des Tessins führen 2009 gemeinsam eine Seminarreihe zum Thema “Gesundheit am Arbeitsplatz“ durch. Angesprochen ist ein breites Publikum, von Unternehmern, Arbeitnehmenden, Verantwortlichen für betriebliche Sicherheit bis hin zu HR-Fachleuten und Sozialpartnern. Das Bildungsangebot bezweckt, die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmenden zu verbessern.
Informationen (französisch)

Print- und Online-Angebote

32. TI: Internetverzeichnis zur Berufsbildung

(am) Der Dokumentationsdienst des Tessiner Berufsbildungsamtes hat die 16. Auflage des Internetverzeichnisses zur Berufsbildung herausgebracht (in italienischer Sprache). Es enthält thematisch gegliederte Links, jeweils mit einem kurzen Kommentar zum Inhalt und unter Angabe der Sprache der Website. Interessierte können das Verzeichnis bald auch online auf der Website des Tessiner Berufsbildungsamtes einsehen.

33. Bundesamt für Statistik: Neue Bildungsstatistiken

(hs) Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zum Personal der Fachhochschulen 2007 sowie zu den Finanzen der universitären Hochschulen 2007 publiziert.
Mehr

Personen und Institutionen

34. EHB: Neue Leiterin Forschung und Entwicklung

(df) Carmen Baumeler übernimmt ab dem 1. September 2009 die Leitung der Sparte Forschung und Entwicklung am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB. Die 37-jährige Soziologin hat 2005 an der Universität Zürich promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildungs- und Organisationssoziologie, Wirtschaftssoziologie, neue Medien, Technik- und Wissenschaftssoziologie und sozialwissenschaftliche Methoden. Seit 2006 führt sie ein Habilitationsprojekt mit Titel “Pensionskassenregime. Eine Analyse der Entstehung von Wohlfahrtsmärkten.”
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35. Publikationen: “100 Jahre Schweizerischer Arbeitgeberverband”

(jf) Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) feierte im November 2008 sein 100-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Ereignisses publizierte der Verband im “Schweizer Arbeitgeber” eine Reihe von Artikeln, die jetzt in einer Jubiläumszeitschrift veröffentlicht worden sind. Der Beitrag von Urs F. Meyer, dem damaligen Leiter des Bereichs Berufsbildung beim SAV, trägt den Titel “Die duale Berufsbildung als Erfolgsmodell – auch in der Wissensgesellschaft?” und kann hier heruntergeladen werden.
Weitere Beiträge und namentlich eine zwölfteilige Chronik finden sich auf der Website des SAV.

36. GIB Zug: Beat Wenger zum neuen Rektor gewählt

(am) Der Zuger Regierungsrat hat Beat Wenger per 1. Februar 2009 zum Rektor des gewerblich-industriellen Bildungszentrums Zug (GIBZ) gewählt. Wenger führte das GIBZ seit dem Hinschied seines Vorgängers ad interim. Vorher leitete er als Prorektor die . Zudem zeichnete er verantwortlich für die Weiterbildung, die Bildungsdienstleistungen (insbesondere die “knowledge-factory” am GIBZ) sowie für die Qualitätsentwicklung aller Bildungseinrichtungen im Zentrum. Beat Wenger bleibt Präsident des BCH|FPS.

Inserate

37. «Qualität leben»: Fachtagung der Verbundpartner

Das BBT hat Ende 2008 das Projekt „Qualität leben“ zur Erarbeitung eines Leitfadens für die nachhaltige Entwicklung der Qualität in Bildung und Qualifikationsverfahren der Berufsbildung initiiert.
An der Fachtagung vom 16. Juni 2009 soll der erarbeitete Entwurf des Leitfadens vorgestellt und – mit dem Ziel der Weiterentwicklung – breit diskutiert werden.
Nähere Informationen

38. Weiterbildung bei hep mit Prof. Dr. Aymo Brunetti und Rudolf H. Strahm

Nach der ersten erfolgreichen Begegnungsveranstaltung mit Autorinnen und Autoren organisiert der hep verlag auch dieses Jahr einen ähnlichen Anlass. Der kostenlose Begegnungstag für ABU-Lehrpersonen kann als berufliche Weiterbildung angerechnet werden. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.hep-verlag.ch oder hier

39. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

Fördern Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss MAS EHB in Bildungsmanagement (60 ECTS). Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (ehemaliges SIBP) bietet ein berufsbegleitendes (2-6 Jahre) Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an, das zum “Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement” führt. Weitere Informationen auf http://www.mas.ehb-schweiz.ch; Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch | 031 910 37 57
Inserat

40. SDBB-Weiterbildung: Freie Plätze

Im Weiterbildungsprogramm 2009 des SDBB hat es noch freie Plätze. Hier finden Sie eine Auflistung. Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt unter www.weiterbildung.sdbb.ch/ an. Bei Fragen: weiterbildung@sdbb.ch oder Tel: 031 320 29 44

Impressum

Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT.

PANORAMA.aktuell 2009-03

3 Feb

2009-03 Die PDF-Version des Newsletters finden Sie auf unserer Website wie auch die aktuelle Version des Veranstaltungskalenders
Die Website www.panorama.ch bringt darüber hinaus weitere einschlägige Informationen, beispielsweise über die Schweizermeisterschaften in verschiedenen Berufen sowie – bereits vor der Publikation im Newsletter – die neusten Stelleninserate.

Die Redaktion

Inhalt

Bildungspolitik

1. Qualität der Berufsbildung: Akteure sehen Verbesserungsbedarf bei den andern

2. Qualifikationsrahmen: Die Deutschen machen Ernst

Übergänge

3. Zug: Nahtstellenkonferenz mit konkreten Ergebnissen

4. FR: 200 Jugendliche machen ein 10. Schuljahr in der deutschsprachigen Schweiz

Berufliche Grundbildung

5. Zweijährige Grundbildung: Gutes Echo in Basel

6. Grundbildungsverordnung: BBT lädt zur Antragsstellung für Vor-Tickets ein

7. Qualitätssicherung in üK: Erstes Ausbildungszentrum zertifiziert

8. Grundbildung “Kaufmann/Kauffrau” in der öffentlichen Verwaltung

9. Deutschland: Ausbildungs-Patenschaften für ausländische Unternehmen gesucht

10. Validierung von Bildungsleistungen: Die weiteren Schritte

Höhere Berufsbildung

11. Weiterbildungen im Gesundheitsbereich: OdASanté hält an Nachdiplomstudiengängen fest

Weiterbildung

12. GfS-Studie: Unternehmen investieren in die Weiterbildung

13. Volkshochschulen: Neue Generalsekretärin

14. Weiterbildung: Deutsche Betriebe zahlen jährlich 1000 Euro pro Mitarbeiter

Arbeitsmarkt

15. Stellenmarktindex: Den Arbeitsmarkt besser verstehen

16. VSAA: Ja zur Personenfreizügigkeit

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

17. Arbeitslosigkeit: RAV werden massiv ausgebaut

18. Ausländer: Bund fördert Integration

19. RAV: 101 neudiplomierte Personalberatende

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

20. Aargau: Vitamin L gegen Jugendarbeitslosigkeit

21. Profora Bejune: Ausbildungen für Flüchtlinge, Asylsuchende, Migranten, Arbeitslose und Sozialhilfebezüger

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

22. Solothurn: Case Management für Stellensuchende erfolgreich

23. Deutschland: Weniger Wiedereingliederungen

Print- und Online-Angebote

24. BBT publiziert neue “Fakten und Zahlen” zur Berufsbildung

25. Publikationen: Bildungsstatistik 2008 erschienen

Personen und Institutionen (FP)

26. MBA Zürich: Neuer Leiter der Abteilung Betriebliche Bildung

Inserate, Stelleninserate

27. Universität Bern: “Den Lernerfolg optimieren“ – ein Kurs für Weiterbildner/innen mit projektbezogener, individueller Beratung

28. Neue/r Chefredaktor/in für PANORAMA gesucht

29. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

30. Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/Laufbahnberaterin

31. medAss sucht Schulleiterin/Schulleiter

32. Berufs- und Laufbahnberater/in (80%)

Meldungen

Bildungspolitik

1. Qualität der Berufsbildung: Akteure sehen Verbesserungsbedarf bei den andern

(jf) Im Auftrag der Zentralschweizer Berufsbildungsämter-Konferenz (ZBK) hat DemoSCOPE eine Befragung über die Qualität der Berufsbildung durchgeführt. Befragt wurden Berufsfachschulen, Lehrbetriebe, kantonale Ämter für Berufsbildung und Berufsberatung sowie Volksschulen. Die Antworten zeigen interessante Differenzen. So finden die Berufsfachschulen, es fehle den Jugendlichen an elementaren Voraussetzungen für die berufliche Grundbildung. Vertreter der drei anderen befragten Gruppen beurteilen die Situation positiver. Handlungsbedarf für die Verbesserung der Berufsbildung sehen die Befragten jeweils bei den anderen Akteuren.
Zusammenfassung und Empfehlungen zur Studie “Qualität der Berufsbildung in der Zentralschweiz (Phase 2)” hier
Information: Christine Huber, Geschäftsführerin ZBK, mailto:christine.huber@lu.ch

2. Qualifikationsrahmen: Die Deutschen machen Ernst

(df) Um berufliche Ausbildungen über die System- und Ländergrenzen vergleichbar zu machen, ist die Entwicklung von nationalen Qualifikationsrahmen notwendig. Diese sind in Kompetenzfelder und Niveaus unterteilt. Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) möchte mit Pilotversuchen die Praxistauglichkeit des deutschen DQR prüfen. Insbesondere sei sicherzustellen, dass “grundsätzlich alle Kompetenzniveaus des DQR auf schulischen, betrieblichen, hochschulischen und beruflichen Bildungs- und Karrierewegen erreichbar” und “prinzipiell keine Reservierungen bestimmter Niveaus für bestimmte Qualifikationen möglich sind”.
Mehr auf der Website des BIBB und hier

Übergänge

3. Zug: Nahtstellenkonferenz mit konkreten Ergebnissen

(wt) Gut lesbare Zeugnisse, faire und transparente Selektion, bessere Koordination und mehr Dialog: Das sind einige der Folgerungen und Forderungen einer Tagung, die sich mit der Nahtstelle beim Übergang von der obligatorischen Schulzeit in die berufliche Grundbildung oder in eine weiterführende Schule beschäftigt hat. Vertreterinnen und Vertreter von Zuger Behörden, Schulen, Bildungspolitik, Arbeitnehmerorganisationen und Ausbildungsbetrieben erarbeiteten in sechs Teilprojekten konkrete Massnahmen und Vorschläge.
Kurzbericht

4. FR: 200 Jugendliche machen ein 10. Schuljahr in der deutschsprachigen Schweiz

(jf) Seit 1982 bietet der Kanton Freiburg Jugendlichen nach Abschluss Ihrer obligatorischen Schulzeit die Gelegenheit, ein Schuljahr im anderen Sprachgebiet des Kantons zu absolvieren. 1998 wurde das Projekt auf die Deutschschweizer Kantone BE, SO, AG, BS, BL, ZH und LU ausgedehnt. VS wird ab Herbst 2009 dazukommen. Das Jahr soll den Jugendlichen ermöglichen, die Kenntnisse in der deutschen Sprache zu vertiefen. Diese noch wenig bekannte Möglichkeit ist keineswegs ein “verlorenes” Jahr. Es eröffnen sich anschliessend neue Chancen, da das Beherrschen von Sprachen in einem zweisprachigen Kanton einen Vorteil darstellt.
Weitere Informationen

Berufliche Grundbildung

5. Zweijährige Grundbildung: Gutes Echo in Basel

(df) Die zweijährige berufliche Grundbildung und die individuelle Begleitung stossen bei Lernenden und Bildungsverantwortlichen der beiden Basel auf grosse Zustimmung. Dies zeigt eine externe Evaluation. Die Jugendlichen erleben die Arbeit im Betrieb und den Unterricht in der Berufsfachschule als vielseitig, abwechslungsreich und mit einem gewissen Handlungsspielraum versehen. Der Bericht enthält eine Reihe von spannenden Empfehlungen. So sollten sich die Organisationen der Arbeitswelt darum bemühen, klare Profile von Arbeitsstellen zu schaffen, welche den Kompetenzen der Absolventinnen und Absolventen einer zweijährigen Grundbildung entsprechen.

6. Grundbildungsverordnung: BBT lädt zur Antragsstellung für Vor-Tickets ein

(df) Das BBT hat eine Reihe von Organisationen der Arbeitswelt eingeladen, im Hinblick auf die diesjährige Vor-Ticket-Vergabe durch die Arbeitsgruppe “Masterplan Berufliche Grundbildung” Antrag auf ein Vor-Ticket zu stellen. Die entsprechenden Verordnungen sollen laut Planung im Jahr 2012 in Kraft treten. Der Einsendeschluss für die Vor-Ticket-Anträge ist der 30. April 2009.
Mehr Information auf der Website des BBT und hier.

7. Qualitätssicherung in üK: Erstes Ausbildungszentrum zertifiziert

(wt) In bbaktuell 229 haben wir darüber berichtet: Swissmem hat ein System zur Qualitätssicherung in überbetrieblichen Kursen entwickelt. Als erstes Zentrum der Schweiz ist nun das Regionale Ausbildungszentrum Au (RAU) durch die Société Générale de Surveillance (SGS) nach diesem neuen System zertifiziert worden.
Mehr dazu: Darstellung des neuen Systems durch Alfred Rudin, Swissmem Berufsbildung, Leitfaden, Medienmitteilung zur Zertifizierung des RAU

8. Grundbildung “Kaufmann/Kauffrau” in der öffentlichen Verwaltung

(wt) In einer im Januar 2009 erschienenen Publikation gibt die akkreditierte Ausbildungs- und Prüfungsbranche “Öffentliche Verwaltung/Administration publique” Einblick in die neusten Entwicklungen. Haben im Jahre 2003 noch 1349 Lernende ihre Ausbildung in einer Gemeinde, in einer kantonalen Verwaltung oder in einer öffentlich-rechtlichen Institution begonnen, waren es im Jahre 2008 bereits 1826. Die Anzahl der Lehrbetriebe ist auf 2377 gestiegen. Rund ein Sechstel aller Lernenden, die das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis “Kaufmann/Kauffrau” anstreben, werden heute in der öffentlichen Verwaltung ausgebildet.
Weitere Informationen

9. Deutschland: Ausbildungs-Patenschaften für ausländische Unternehmen gesucht

(df) In Deutschland gibt es 280’000 Betriebe, die von Unternehmerinnen und Unternehmern ausländischer Herkunft geführt werden. Je nach Nationalität bilden davon lediglich zwischen 6 und 15% aus. Der Grund sind die oft fehlenden Kenntnisse über das deutsche Ausbildungssystem. Deshalb sollten Unternehmer/innen, die bereits langjährige Erfahrung in der dualen Berufsausbildung haben, die Patenschaft für einen solchen Betrieb übernehmen. Die “Aktion zusammen wachsen“ sucht Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Kammern, die bereit sind, solch eine Patenschaft zu vermitteln oder zu übernehmen.
Weitere Informationen hier
Über eine Aktion der “Koordinierungsstelle – Ausbildung in ausländischen Unternehmen” KAUSA mit gleicher Zielgruppe haben wir in bbaktuell 145 und 177 berichtet, vgl. bba3427a.pdf und bba3427b.pdf

10. Validierung von Bildungsleistungen: Die weiteren Schritte

(df) An der 4. Jahreskonferenz des Nationalen Projekts Validierung von Bildungsleistungen sind Ende 2008 die Resultate der Arbeiten des letzten Jahres präsentiert worden, darunter das Ergänzungsdokument zum nationalen Leitfaden. Zudem wurde über die weiteren Arbeiten im Hinblick auf den Projektabschluss Ende 2009 informiert. Ein Schwerpunkt liegt auf den Schnittstellen zwischen Kantonen und OdA. Insbesondere soll die interkantonale Vergleichbarkeit der Dossiers sichergestellt werden. Am 15. Dezember 2009 sind der Schlussbericht des nationalen Projekts und Resultate aus der übergeordneten Evaluation zu erwarten.
Dokumentation der 4. Jahreskonferenz und Termine 2009

Höhere Berufsbildung

11. Weiterbildungen im Gesundheitsbereich: OdASanté hält an Nachdiplomstudiengängen fest

(am) Das BBT revidiert die Verordnung über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen. Dabei wird der Stellenwert der Nachdiplomstudiengänge (NDS HF) überprüft. Wie die OdASanté in ihrem Newsletter schreibt, schlägt das BBT für den Bereich Gesundheit vor, die höheren Fachprüfungen (HFP) als Alternative zu NDS vermehrt zu berücksichtigen. Dieses Ansinnen habe die betroffenen Kreise verunsichert. Der Vorstand OdASanté vertritt einstimmig die Meinung, dass NDS HF im Gesundheitsbereich unverzichtbar sind. Gleichzeitig seien die HFP für die Branche attraktiv und sollten allmählich Fuss fassen.

Weiterbildung

12. GfS-Studie: Unternehmen investieren in die Weiterbildung

(df) Die Schweizer Unternehmen flexibilisieren die Arbeit, investieren aber gleichzeitig in Weiterbildung und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 1098 Firmen durch das Forschungsinstitut gfs-Zürich. Die Flexibilisierung der Arbeit ist eine kostensenkende Massnahme. Über die Hälfte (62%) der Unternehmen setzt auf sie: 23% der Unternehmen nutzen Temporärarbeit, weitere 39% bevorzugen andere Formen flexibler Arbeit, meist Teilzeitarbeit oder flexible Arbeitszeitkalender. 61% der Unternehmen geben an, in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zu investieren.
Mehr Informationen unter www.gfs-zh.ch

13. Volkshochschulen: Neue Generalsekretärin

(jf) Der Vorstand der Schweizerischen Volkshochschulen (AUPS/VSV) hat Denise Pochon-Jonin einstimmig zur neuen Generalsekretärin ernannt. Sie hat ihre Arbeit am 5. Januar 2009 aufgenommen. Die diplomierte Erwachsenenbildnerin (DIFA) hatte zuvor als Leiterin zweier Institutionen für Erwachsenenbildung gearbeitet: dem Weiterbildungs- und Informatikzentrum (WIZ, seit dem 1. Januar Interprofessionelles Weiterbildungszentrum IWZ) in Freiburg und Business Klubschule Migros des Kantons Waadt.
Kontakt: Denise Pochon, Generalsekretärin (VSV), 031 302 82 06 (direkt 39),
mailto:denise.pochon@up-vhs.ch

14. Weiterbildung: Deutsche Betriebe zahlen jährlich 1000 Euro pro Mitarbeiter

(am) 84 Prozent aller deutschen Unternehmen haben ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2007 an Weiterbildungen teilnehmen lassen. Gekostet hat sie das rund 27 Milliarden Euro, pro Mitarbeiter etwas mehr als 1000 Euro. Einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) lässt sich weiter entnehmen, dass es Firmen gibt, die mehr als drei Jahre keine Weiterbildung möglich gemacht haben. Es sind dies vor allem Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden. Besonders aktiv sind dagegen Banken und Versicherungen.

Arbeitsmarkt

15. Stellenmarktindex: Den Arbeitsmarkt besser verstehen

(vm) Erstmals wird der Stellenmarkt breit abgestützt und wissenschaftlich fundiert erfasst. Der Stellenmarkt-Monitor Schweiz der Universität Zürich hat in Kooperation mit Adecco Switzerland einen weltweit einzigartigen Stellenmarkt-Index entwickelt. Dieser gibt Auskunft über den gesamten Schweizer Stellenmarkt in Presse und Internet. Er informiert über den aktuellen Personalbedarf von Klein- und Grossfirmen aus allen Branchen und Regionen.

16. VSAA: Ja zur Personenfreizügigkeit

(sre) Die kantonalen Arbeitsmarktbehörden, die für den Vollzug der flankierenden Massnahmen verantwortlich sind, haben sich in einer Medienmitteilung klar für die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit Schweiz-EU ausgesprochen. Mit der Öffnung der Arbeitsmärkte wurde auch der Arbeitnehmerschutz verstärkt. Dank der flankierenden Massnahmen konnten negative Auswirkungen auf die Löhne und die Arbeitsbedingungen eingedämmt werden. Die Arbeitsmarktkontrollen sollen im Hinblick auf die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien weiter intensiviert werden.

Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt

17. Arbeitslosigkeit: RAV werden massiv ausgebaut

(vm) Die Wirtschaftskrise ist auf dem Arbeitsmarkt angelangt. Die meisten Kantone verzeichneten im letzten Quartal 2008 eine überdurchschnittliche Zunahme der Arbeitslosigkeit. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die PANORAMA.aktuell bei zwölf Kantonen der deutschen und lateinischen Schweiz durchgeführt hat. Zehn der befragten Kantone stellten zusätzliche RAV-Personalberatende ein. Sie rechnen mit einer Einarbeitungszeit von drei bis sechs Monaten. Aussagekräftig sind auch die durchschnittlichen Dossierzahlen. Je nach Kanton bearbeitet eine Beratungsperson zwischen 100 und 160 Dossiers.

18. Ausländer: Bund fördert Integration

(sre) Der Bundesrat hat kürzlich den ersten Bericht “Umsetzung Massnahmenpaket Integration“ zur Kenntnis genommen. Die 45 Massnahmen zur Förderung der Integration, welche von Bund und kantonalen Institutionen entwickelt wurden, werden planmässig umgesetzt. Dabei wird auch der Bereich Arbeit abgedeckt. Die Massnahme “Interkulturelle Aus- und Weiterbildung der RAV-Personalberatenden“ zielt darauf ab, die interkulturellen Kompetenzen der Personalberatenden zu fördern. Der Verband der Schweizerischen Arbeitsämter VSAA ist mit der Umsetzung beauftragt.

19. RAV: 101 neudiplomierte Personalberatende

(sre) Mit dem Lehrgang “Personalberater/-in mit eidgenössischem Fachausweis“ werden qualifizierte Fachpersonen ausgebildet, die in der Lage sind, Stellensuchende zu beraten und wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Am 17. Januar 2009 fand in Bern die Diplomfeier für die 101 Personalberatenden statt, die im Oktober 2008 die Abschlussprüfung für den eidg. FA bestanden hatten.
Informationen zum Ausbildungslehrgang Personalberater/-in mit eidg. FA unter www.eidgpersonalberater.ch

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

20. Aargau: Vitamin L gegen Jugendarbeitslosigkeit

(vm) L wie Lehrstelle – das “Netzwerk Vitamin L“ war im Kanton Aargau auch 2008 erfolgreich. Diese departementsübergreifende Institution kämpft auf verschiedenen Ebenen gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Im Rahmen des “Junior Mentoring“ unterstützten 67 Mentorinnen und Mentoren über hundert Jugendliche bei der Lehrstellensuche. In 78% der Fälle wurde eine Lehr- oder Attestausbildungsstelle gefunden. Regen Zuspruch hatte auch das Projekt “Lehrstelle JETZT“. Es handelt sich dabei um ein Beratungsangebot, welches 2008 von 562 Jugendlichen benutzt wurde.
Weitere Informationen über Vitamin L

21. Profora Bejune: Ausbildungen für Flüchtlinge, Asylsuchende, Migranten, Arbeitslose und Sozialhilfebezüger

(jf) Der Verein Profora Bejune ist in den Kantonen BE, JU und NE tätig. Unterstützt durch den Bund, entwickelt und verwaltet er Ausbildungsprogramme für Asylsuchende, Flüchtlinge, Migrant/innen und für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger/innen. Der Direktor von Profora Bejune hat vor kurzem Zertifikate an 36 Personen ausgehändigt, die eine Ausbildung als Gesundheitshelferin, Bäckereigehilfe oder Kassierin abgeschlossen hatten. Die Ausbildungen dauern fünf bzw. zwei Monate; darauf folgt ein fünfmonatiges Praktikum im Gesundheitsbereich, zwei Monate in einer Bäckerei und ein Monat im Handel.
Weitere Informationen

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

22. Solothurn: Case Management für Stellensuchende erfolgreich

(vm) Seit bald zwei Jahren unterstützt die Case Management (CM)-Stelle des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn schwer vermittelbare Stellensuchende auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt. Es handelt sich um Menschen, welche von mehreren Problemen (z.B. Arbeitslosigkeit, Alkohol, Schulden) betroffen sind. Die CM-Stelle übernimmt die Fallführung sowie die Koordinationsaufgaben unter den jeweils beteiligten Institutionen, sodass die versicherte Person nur noch einen Ansprechpartner hat. Finanziell wird sie getragen von der Arbeitslosenversicherung (ALV) und den Einwohnergemeinden zu je 40 Prozent, sowie von der IV zu 20 Prozent. Dank dem CM haben bisher 22 Personen eine feste und 23 Personen eine temporäre Stelle gefunden.
Ausführlicher Beitrag hier

23. Deutschland: Weniger Wiedereingliederungen

(vm) Während 2002 mehr als 100000 Personen bei der Bundesagentur für Arbeit als berufliche Rehabilitanden (analog Wiedereingliederung bei der IV; Anm. V.M.) anerkannt wurden, waren es 2007 nur noch 68000. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Arbeitsmarktforscher weisen darauf hin, dass sich die Gesundheit der Deutschen in den letzten zehn Jahren generell verbessert habe. Einen weiteren Grund für den Rückgang sehen sie in der Tatsache, dass immer mehr Menschen an psychischen Problemen leiden, welche weniger offensichtlich seien und daher möglicherweise nicht oder erst spät diagnostiziert würden.

Print- und Online-Angebote

24. BBT publiziert neue “Fakten und Zahlen” zur Berufsbildung

(df) Im Jahr 2008 traten 78100 Jugendliche in eine berufliche Grundbildung ein. Daran erinnert die überarbeitete BBT-Schrift “Fakten und Zahlen – Berufsbildung in der Schweiz”. Die Broschüre ist über Internet zugänglich und durchaus nützlich, auch wenn die meisten Angaben nicht jünger sind als aus dem Jahr 2006.
Mehr auf der Website des BBT und hier

25. Publikationen: Bildungsstatistik 2008 erschienen

(wt) Der handliche Faltprospekt mit den wichtigsten Ergebnissen der Bildungsstatistik ist neu herausgekommen. Es enthält in der gewohnten Aufmachung die Werte für das Schuljahr 2007/08, für die Abschlüsse 2007 und für die Ausgaben 2006. Download über die Website des BFS oder von PANORAMA . Bestellung der gedruckten Version beim Bundesamt für Statistik, 2010 Neuchàtel, Bestellnummer 417-0800, gratis.

Personen und Institutionen (FP)

26. MBA Zürich: Neuer Leiter der Abteilung Betriebliche Bildung

(dh) Die Bildungsdirektion hat dipl. Ing. ETH Andres Meerstetter zum neuen Leiter der Abteilung Betriebliche Bildung des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes der Bildungsdirektion ernannt. Er wird seine neue Aufgabe am 1. August 2009 übernehmen.
Mehr

Inserate, Stelleninserate

27. Universität Bern: “Den Lernerfolg optimieren“ – ein Kurs für Weiterbildner/innen mit projektbezogener, individueller Beratung

Der Kurs vermittelt didaktisches Wissen zur Planung, Gestaltung und Entwicklung von kompetenz- und teilnehmerorientierter Weiterbildung und leistet so einen Beitrag zur Optimierung der Lehre und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von Weiterbildung. Bern, 24./25. April und 12. Juni 2009. Weitere Informationen: www.weiterbildung.unibe.ch (Bildung und Wissenschaft)

28. Neue/r Chefredaktor/in für PANORAMA gesucht

Das SDBB schreibt die Stelle der Chefredaktion für den Fachmedienverbund PANORAMA auf Herbst 2009 neu aus. Die neue Chefredaktorin, der neue Chefredaktor sorgt für den Betrieb, den reibungslosen Ablauf und die Weiterentwicklung dieser wichtigen Informationsdienstleistung für Fachleute der Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sowie des Arbeitsmarkts.
Ausführliche Stellenausschreibung hier.

29. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

Fördern Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss MAS EHB in Bildungsmanagement (60 ECTS). Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (ehemaliges SIBP) bietet ein berufsbegleitendes (2-6 Jahre) Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an, das zum “Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement” führt.
Weitere Informationen im Stelleninserat und auf www.mas.ehb-schweiz.ch.
Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch und Tel: 031 910 37 57

30. Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/Laufbahnberaterin

Das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich ist eines der grössten Kompetenzzentren für Laufbahnfragen in der Schweiz. Für die Abteilung JOB PLUS, welche Motivationsprogramme und Brückenangebote für Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Beruf anbietet, suchen wir per 1. Mai 2009 oder nach Vereinbarung eine/n engagierte/n Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in. Auskünfte erteilt Christian Müller, Abteilungsleiter JOB PLUS, Direktwahl 044 278 80 61.
Nähere Informationen im Stelleninserat

31. medAss sucht Schulleiterin/Schulleiter

Die medAss AG ist die aus den bisherigen Bildungsanbietern neu entstehende Berufsfachschule für medizinische Assistenzberufe mit Standorten in Bern und Spiez, die Lernende in den Berufen medizinische Praxisassistent/in, Dentalassistent/in und tiermedizinische Praxisassistent/in im Kanton Bern ausbildet.
Für die Leitung dieser Berufsfachschule suchen wir eine initiative und motivierte Persönlichkeit. Sind Sie interessiert?
Mit einem Klick auf das Stelleninserat erhalten sie mehr Informationen.

32. Berufs- und Laufbahnberater/in (80%)

Das Amt für Berufsberatung des Kantons Zug, BIZ ZUG, sucht auf den 1. Juli 2009 oder nach Vereinbarung eine/n Berufs- und Laufbahnberater/in (80%). Im Zentrum der Aufgaben steht die Beratung von Jugendlichen und Erwachsenen. Sie verfügen über einen anerkannten Abschluss in Berufs- und Laufbahnberatung (SVB, Fachhochschule oder Universität/NABB) und haben – wenn möglich – bereits ein paar Jahre Erfahrung in der Berufs- und Laufbahnberatung. Für Auskünfte steht Ihnen die Amtsleiterin Bernadette Boog zur Verfügung, Telefon 041 728 32 18, oder bernadette.boog@dbk.zg.ch.
Mehr Informationen im Stelleninserat.

Impressum

Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT.
Copyright: SDBB, ohne gegenteilige Angabe freie Verfügbarkeit

PANORAMA.aktuell 2009-02

21 Jan

2009-02 Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT.

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INFO bildung&beruf
(bs) Informationen, die bisher als Bulletin-Beilagen (grüne KurzInfo, rote Beruf/Ausbildung) oder SDBB-Mitteilungen der Studienberatung erschienen, heissen neu INFO bildung&beruf. Die Beiträge und Zusammenstellungen informieren Sie auch weiterhin über Neues und Interessantes für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Die Dokumente können unter www.panorama.ch/de/versanddienst einzeln oder als Gesamtpaket heruntergeladen und ausgedruckt werden. Hinweise auf neue INFO bildung&beruf finden Sie jeweils an dieser Stelle des Newsletters oder direkt auf der PANORAMA-Webseite.

Neu erschienen im Januar 2009 sind:
Dentalassistent/in EFZ, in Vernehmlassung
Geomatiker/in EFZ, in Vernehmlassung
Polydesigner/in 3D EFZ, in Vernehmlassung
Steinbearbeitung (Berufsfeld), in Vernehmlassung
Berufliche Grundbildung: Erlasse BBT
Gestalter/in im Handwerk (BP), Vernehmlassung
Hotellerieleiter/in (BP), in Vernehmlassung
Metallbauprojektleiter/in (BP), in Vernehmlassung
Fachmaturität
Fachmittelschulen
Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht FH an der ZHAW

Bezüger/innen des Versanddienstes PANORAMA.post erhalten die INFO bildung&beruf in den nächsten Tagen zugestellt.

Vieles am Fachmedienverbund PANORMA, von dem dieser Newsletter und die erwähnten Dokumente nun Teile sind, ist neu. Wenn bei der Einführung die eine oder andere Panne passiert/passiert ist, bitten wir Sie um Verständnis und danken Ihnen für Hinweise über das Kontaktformular.
Herausgeber und Redaktion des Fachmedienverbundes PANORAMA

Inhalt

Bildungspolitik

1. Bundesparlament: Vorstösse aus der Wintersession

2. Statistik: Modernisierung der Erhebungen im Bildungsbereich

3. Berufsmaturitätsverordnung: Vernehmlassungsantworten zugänglich

Übergänge

4. Luxemburg: Schule der zweiten Chance wird gegründet

5. Berufliche Integration: Zwischenbericht über Massnahmen im Kanton Waadt

Berufliche Grundbildung

6. EBBK: 35,8 Mio. Franken für neue Projekte

Hochschulen

7. Studienberatung: “Praktika” machen manchmal Probleme

8. NABB: Universitäten Bern und Freiburg fahren ohne Zürich weiter

Berufe und Ausbildungen (Sek II)

9. Berufliche Grundbildung: Vernehmlassungen

10. Berufliche Grundbildung: Erlasse

Berufe und Ausbildungen (Tertiär)

11. Höhere Berufsbildung: neue Prüfungsordnungen

Beratung und Diagnostik

12. Nationale Tagung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Arbeitsmarkt

13. Arbeitszeit 2007: Arbeitsstunden auf Rekordhoch

14. NE: Das Centre neuchâtelois d’integration professionnelle wird 10-jährig

15. Personenfreizügigkeit: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

16. Tripartite Kommissionen: Flankierende Massnahmen sind wirksam

17. Personenfreizügigkeit: Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

18. Untersuchung: Gründe für wiederholte Arbeitslosigkeit

19. Deutschland: Wenige werden immer wieder arbeitslos

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

20. Behinderte: Beruflich und gesellschaftlich im Hintertreffen

Print- und Online-Angebote

21. Internet: neue SGV-Website

22. SDBB Publikationen: Fokus auf Studienwahl und TPA

23. Publikationen: Von forschenden Frauen und harten Männern

24. Internet: Neue Bildungsdaten des Bundesamts für Statistik

Personen und Institutionen

25. CCO: Neuer Präsident seit Anfang Januar

26. Aufsichtsrat SDBB in neuer Besetzung und mit neuem Präsidium

27. Basel-Stadt: Erziehungsdepartement reorganisiert

Inserate, Stelleninserate

28. Inserat: Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

29. Stelleninserat: Leiter/in berufliche Abklärungsstelle 100%

Meldungen

Bildungspolitik

1. Bundesparlament: Vorstösse aus der Wintersession

(wt) In der Wintersession wurden acht Vorstösse zur Berufs- und Weiterbildung eingereicht. Die Themen: Zeitpunkt des Lehrvertragsabschlusses (Geschäftsnummer 08.3792), Subventionierung der überbetrieblichen Kurse (08.1123), Praxisbezug an Handelsmittelschulen (08.1124), Kaufmännisches Berufsfeld – wie weiter? (08.1127) Nach welchen Kriterien verteilt das BBT Forschungsgelder? (08.1132), Wie unterstützt der Bund die duale Berufsbildung? (08.3778), Forderung nach einer Weiterbildungsoffensive (Nationalrat: 08.4024; Ständerat: 08.4025).
Texte zu den Vorstössen: www.parlament.ch > Suche nach Vorstössen und Geschäften > Geschäftsnummer eingeben.
Übersicht über die Vorstösse

2. Statistik: Modernisierung der Erhebungen im Bildungsbereich

(jf) Die Bildungsstatistik wird den aktuellen Informationsbedürfnissen angepasst. Für die Berufsbildung gibt es dabei drei besonders relevante Punkte: die neue AHV-Versichertennummer als Personenidentifikator, die Einführung einer Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) und eine harmonisierte Nomenklatur der Ausbildungsabbrüche. Das Modernisierungsprojekt des Bundesamts für Statistik wird zusammen mit dem BBT und der EDK realisiert. Es läuft von 2004 bis 2012.
Mehr Information hier
Publikation Modernisierung der Erhebungen im Bildungsbereich – Detailkonzept 2

3. Berufsmaturitätsverordnung: Vernehmlassungsantworten zugänglich

(wt) Zwischen April und September 2008 führte der Bundesrat eine Vernehmlassung zum Entwurf einer neuen Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität durch. Die rund 150 Antworten können nun von der Website des BBT heruntergeladen werden.

Übergänge

4. Luxemburg: Schule der zweiten Chance wird gegründet

(cg) Das nationale Erziehungs- und Berufsbildungsministerium Luxemburgs plant die Schaffung einer “Schule der zweiten Chance” (Ecole de la deuxième chance) für 2010. Die Schule richtet sich an Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren, die sich am Übergang in die Arbeitswelt befinden und mit Misserfolgen in der Schule zu kämpfen haben. Das Projekt ist in das öffentliche Schulsystem integriert. Für jeden Jugendlichen wird ein individueller Bildungsgang in Schule und Betrieb zusammengestellt und er wird persönlich begleitet. Damit sollen die Chancen zur (Wieder-)Eingliederung maximiert werden.
Bericht (nur Französisch)

5. Berufliche Integration: Zwischenbericht über Massnahmen im Kanton Waadt

(jf) Immer mehr Jugendliche haben Mühe, nach der obligatorischen Schulzeit eine Ausbildung zu finden. Das heisst es in einem Bericht aus dem Kanton Waadt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, sind bereits verschiedene so genannte “transitorische” Lösungen entstanden. Im Kanton Waadt ist das Office de perfectionnement scolaire, de transition et d’insertion professionnelle (Opti) für entsprechende Massnahmen verantwortlich. In einem kürzlich erschienen Zwischenbericht gibt Karin Bachmann Hunziker einen Überblick über die Ausbildungs- oder Berufssituation von Jugendlichen zwei Jahre nach den Opti-Massnahmen.
Bericht publiziert vom URSP – Unité de recherche pour le pilotage des systèmes pédagogiques (französisch)

Berufliche Grundbildung

6. EBBK: 35,8 Mio. Franken für neue Projekte

(df) 2007 hat die eidgenössische Berufsbildungskommission (EBBK) über 167 Gesuche zur Förderung von Innovationen und besonderen Leistungen entschieden. Diese wurden von 50 kantonalen Trägern, 73 Organisationen der Arbeitswelt und 44 anderen Trägerschaften eingereicht. Für diese Projekte wurden 35,8 Mio. Franken investiert, 47 Gesuche (28%) wurden abgelehnt. Diese Zahlen sind dem soeben publizierten Jahresbericht der EBBK zu entnehmen. Das 24-seitige Dokument erörtert auch diverse Grundsatzentscheide, die die Kommission für die Behandlung von Gesuchen fällte.
Mehr Informationen hier oder auf der Website des BBT.

Hochschulen

7. Studienberatung: “Praktika” machen manchmal Probleme

(df) Jugendliche mit gymnasialer Maturität, die ein Fachhochschul-Studium absolvieren möchten, müssen ein Praktikum absolvieren. Die Umsetzung dieser Vorschrift macht erhebliche Schwierigkeiten, wie an einer Fachtagung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für akademische Berufs- und Studienberatung AGAB offenbar wurde. Bei einer informellen Umfrage zeigte sich, dass die Suche eines geeigneten Praktikums in etlichen Kantonen ein Nadelöhr darstellt. An den meisten Orten fehlt es an einer regionalen Vermittlungsbörse.
Dokumentation der Fachtagung: www.agab.ch

8. NABB: Universitäten Bern und Freiburg fahren ohne Zürich weiter

(df) Die Universität Zürich hat die Zusammenarbeit mit den Universitäten Bern und Freiburg gekündigt. Die drei Universitäten haben seit vielen Jahren ein MAS-Postmaster-Programm in Laufbahn- und Personalpsychologie angeboten. Die zuständigen Organe der Universitäten Bern und Freiburg führen das Angebot weiter und haben eine neue Kooperationsvereinbarung verabschiedet. Die Universität Zürich plant nach Kenntnis von Professorin Alexandra Freund keinen eigenen Ausbildungsgang.
Mehr unter www.cchrm.ch und hier

Berufe und Ausbildungen (Sek II)

9. Berufliche Grundbildung: Vernehmlassungen

(bs) Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT hat folgende Verordnungen über die berufliche Grundbildung zur Vernehmlassung publiziert:
Dentalassistent/in EFZ (Frist: 19. Februar 2009)
Geomatiker/in EFZ (Frist 15. März 2009)
Polydesigner/in 3D EFZ (Frist: 2. März 2009)
Berufsfeld Steinbearbeitung – Marmorist/in EFZ, Steinbildhauer/in EFZ, Steinhauer/in EFZ und Steinmetz/in EFZ (Frist: 14. März 2009).
Weitere Informationen hier

10. Berufliche Grundbildung: Erlasse

(bs) Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT hat folgende Verordnungen über die berufliche Grundbildung erlassen:
– Agrarpraktiker/in EBA
– Anlagenführer/in EFZ
– Buchhändler/in EFZ
– Drucktechnologe/-login EFZ
– Fachmann/-frau Gesundheit EFZ, Hufschmied/in EFZ
– Kunststoffverarbeiter/in EBA

Berufe und Ausbildungen (Tertiär)

11. Höhere Berufsbildung: neue Prüfungsordnungen

(bs) Im Newsletter Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung informieren wir über neue Prüfungsordnungen der Höheren Beruflichen Bildung (BP und HFP) nur dann, wenn es sich um neue Prüfungen handelt oder wenn die Revisionen für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung von Bedeutung sind (z.B. neuer Titel).
Neue Prüfungsordnungen in Vernehmlassung:
– Gestalter/in im Handwerk (BP)
– Hotellerieleiter/in (BP)
– Metallbauprojektleiter/in (BP).
Weitere Informationen s. INFO bildung& beruf

Beratung und Diagnostik

12. Nationale Tagung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

(as) Die Fachkommission “Weiterbildung” des SDBB hat beschlossen, 2009 eine Nationale Tagung für die Mitarbeitenden der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung zu organisieren. Sie findet am 9. Juni in Freiburg statt. Im Zentrum steht “Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung – ein Begriff mit vielen Facetten”. Neben Grundsatzreferaten werden Workshops angeboten. Und auch der Austausch unter den Fachpersonen soll an dieser zweisprachigen Tagung nicht zu kurz kommen. Anmeldeschluss : 27. Februar 2009 Online-Anmeldung Kursbeschrieb (PDF) Provisorisches Programm (PDF)

Arbeitsmarkt

13. Arbeitszeit 2007: Arbeitsstunden auf Rekordhoch

(vm) Im Jahr 2007 wurden 7,250 Milliarden Arbeitsstunden geleistet, das sind 1,9 Prozent mehr als noch 2006. Eine besonders starke Zunahme wurde bei den Arbeitsstunden im Rahmen der Teilzeitbeschäftigung verzeichnet. Gesamthaft wurden in unserer Wirtschaft 186 Millionen Überstunden erbracht, was rund 97’000 Vollzeitstellen entspricht. 2007 lag die durchschnittliche wöchentliche Absenzdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmenden über der durchschnittlichen wöchentlichen Überzeit. Soweit einige neue Ergebnisse der Arbeitsvolumenstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Pressemitteilung

14. NE: Das Centre neuchâtelois d’integration professionnelle wird 10-jährig

(jf) Das Centre neuchâtelois d’intégration professionnelle (CNIP) ist eine kantonale Institution für Bildung und berufliche Eingliederung in Couvet. Es bietet insbesondere Erwachsenen individuelle Kurse zum (Wieder-)Einstieg in die Berufswelt. Das Zentrum arbeitet eng mit dem Arbeitsamt und dessen Regionalstellen, der Privatwirtschaft (Industriesektor) und den Berufsfachschulen zusammen. Das Angebot umfasst Begutachtungen, Bilanz und Anerkennung von Bildungsleistungen, modulare Berufsbildungsangebote in stark gefragten Industriezweigen (z.B. Uhrenindustrie), soziale Fördermassnahmen und Praktika. 2009 feiert das CNIP sein 10-jähriges Jubiläum.
Infos zum CNIP (französisch)

15. Personenfreizügigkeit: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

(sre) Das Web-Portal des Bundes www.personenfreizuegigkeit.admin.ch liefert detaillierte Informationen über die eidgenössische Volksabstimmung vom 8.2.2008 zur Weiterführung des Abkommens nach 2009 und die Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien. Die Bundesbehörden orientieren über die Erfahrungen der Schweiz mit der Personenfreizügigkeit und den übrigen bilateralen Abkommen I. Es werden die Auswirkungen des freien Personenverkehrs auf verschiedene Bereiche dargestellt: Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktkontrollen zur Verhinderung von Lohn- und Sozialdumping, Sozialwerke und Kriminalität.
Broschüre “Personenfreizügigkeit Schweiz – EU“

16. Tripartite Kommissionen: Flankierende Massnahmen sind wirksam

(sre) Das SECO und die tripartiten Kommissionen der Kantone trafen sich am 13.1.2009 zu einem Erfahrungsaustausch. Im Zentrum standen die Personenfreizügigkeit und die Massnahmen der Arbeitsmarktkontrollen. Dieses Treffen, an dem 23 Kantone teilnahmen, wurde von Regierungsrat Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern initiiert. Es herrschte Einigkeit darüber, dass die flankierenden Massnahmen die erwartete Wirkung erbringen. Die Arbeitsmarktkontrollen erfüllen dabei eine wichtige Funktion. Schwierigkeiten bestehen bei der Durchsetzung von Sanktionen gegenüber ausländischen Firmen.
Medienmitteilung des Kantons Bern

17. Personenfreizügigkeit: Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit

(sre) Die Personenfreizügigkeit hat zwei Wirkungen auf den Arbeitsmarkt: Einerseits sind Unternehmen nur in geringem Mass mit Personalenpässen konfrontiert. Das Wirtschaftswachstum wird gefördert und die Teuerung gedämpft. Andererseits wird die Konkurrenz unter inländischen Arbeitskräften in einzelnen Arbeitsmarktbereichen erhöht. Dadurch bildet sich die Arbeitslosigkeit weniger stark zurück und das Reallohnwachstum fällt tiefer aus. Dies sind die Erkenntnisse einer Studie von Peter Stalder, Schweizerische Nationalbank (SNB).
Artikel zur Studie in “Die Volkswirtschaft“, Ausgabe November 2008

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

18. Untersuchung: Gründe für wiederholte Arbeitslosigkeit

(vm) Die Arbeitsmarktbeobachtung Ostschweiz, Aargau und Zug (AMOSA) nimmt jene Stellensuchenden unter die Lupe, welche sich nicht zum ersten Mal auf einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) anmelden. Über den Daumen gepeilt betrifft dies etwa die Hälfte der Stellensuchenden.
Das AMOSA-Team wird unter anderem untersuchen, welche Personengruppen besonders betroffen sind, wo die Ursachen liegen und welche Massnahmen zu ergreifen sind. Die Studie wird im Frühjahr 2010 publiziert werden.
Mehr über AMOSA unter www.amosa.net

19. Deutschland: Wenige werden immer wieder arbeitslos

(vm) In Deutschland werden mehr als die Hälfte der Menschen in weiten Teilen ihres Erwerbslebens nie arbeitslos, einige dagegen immer wieder. Auf diese fünf Prozent konzentriert sich die Hälfte des Arbeitslosigkeitsvolumens (gemessen in Tagen der Arbeitslosigkeit). Dies zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Während gut vier Prozent der Deutschen besonders intensiv von Arbeitslosigkeit betroffen sind, beträgt dieser Anteil bei Ausländerinnen und Ausländern zehn Prozent. Am meisten gefährdet sind Personen ohne Berufsbildung.
IAB-Studie

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

20. Behinderte: Beruflich und gesellschaftlich im Hintertreffen

(vm) Behinderte Menschen nehmen in der Schweiz weniger am Arbeitsmarkt teil als der Rest der Bevölkerung (64% gegenüber 84%). Diese Kluft ist einerseits durch Barrieren bei der Einstellung, anderseits durch objektive Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit begründet. In dem erstmals publizierten Bericht über Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen stellt das Bundesamt für Statistik (BFS) zudem fest, dass Behinderte auch am gesellschaftlichen Leben mit 53% weniger beteiligt sind als Nichtbehinderte (65%). Gesamthaft leben in der Schweiz rund eine Million Personen mit einschränkenden Gesundheitsproblemen.
Pressebericht hier

Print- und Online-Angebote

21. Internet: neue SGV-Website

(jf) Der Schweizerische Gewerbeverband sgv verfügt nun über eine neue, übersichtlich gestaltete Website: www.sgv-usam.ch Sie informiert über die Schwerpunkte der politischen Arbeit des sgv, u.a. KMU-Politik, Berufsbildungspolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik sowie Arbeitsmarktpolitik. Nebst aktuellen Medienmitteilungen und Informationen zu sgv-Events ist auch der monatlich erscheinende Pressedienst des sgv auf der neuen Homepage ersichtlich.

22. SDBB Publikationen: Fokus auf Studienwahl und TPA

(hs) Die Studienwahl sowie Tiermediz. Praxisassistent/in stehen im Zentrum der Neuerscheinungen des SDBB Verlags im Januar 09. “Fokus Studienwahl“ begleitet Maturand/innen in ihrem Prozess der Ausbildungssuche nach der Matura und tritt damit die Nachfolge der Zeitschrift ” perspektiven” an. Viel Anschauung in Wort und Bild bringt das neue Faltblatt zum Beruf Tiermed. Praxisassistent/in. Aktualisiert wurde ein Berufsbildheft, das drei Mechanikerberufe vorstellt.
Mehr Information hier

23. Publikationen: Von forschenden Frauen und harten Männern

(hs) Berufsverbände und Organisationen produzieren elektronische und Printmedien zu Ausbildungen, Berufen und Laufbahnen. Was davon eignet sich für die Arbeit der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und für ihre Kundengruppen? Der SDBB Verlag hat sich einige Medien angeschaut, ihren Nutzen beurteilt und die Bestelladressen zusammengestellt. Vom Film zur Kaminfegerarbeit über die Netzelektriker-DVD bis zu kirchlichen Berufen, vom Faltblatt Metallbauer/in über forschende Frauen bis zu Vorkurs-Infos: Rezensionen

24. Internet: Neue Bildungsdaten des Bundesamts für Statistik

(am) Unter “Bildungslandschaft Schweiz” präsentiert das Bundesamt für Statistik die Anzahl Schüler/innen und Studierende pro Kanton nach ISCED Stufen. Die Daten wurden aktualisiert für das Schuljahr 2007/08.

Im Dezember sind die regionalen Resultate PISA 2006 im Internet veröffentlicht worden. Die wichtigsten Resultate der Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse stehen jetzt in der Form von Tabellen, Grafiken und erklärenden Texten hier zur Verfügung.

Personen und Institutionen

25. CCO: Neuer Präsident seit Anfang Januar

(cg) Jean-Pierre Gillabert aus dem Kanton Jura hat anfangs Januar für zwei Jahre die Präsidentschaft der “Conférence des chefs de l’orientation de Suisse romande et du Tessin (CCO)” (Konferenz der Leiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen in der Romandie und im Tessin) übernommen. Er ist Nachfolger von Daniel Cordonier aus dem Kanton Wallis.

26. Aufsichtsrat SDBB in neuer Besetzung und mit neuem Präsidium

(wt) Der “Gründungspräsident“ des Aufsichtsrats des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung | Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB, RR Anton Schwingruber, LU, ist per 31.12.08 zurückgetreten. Seine Nachfolge hat RR Klaus Fischer von Solothurn übernommen.
Ausserdem haben mit Isabelle Zuppiger (ZH, als Vertreterin der KBSB und Nachfolgerin von M. Schmid) und Jean-Daniel Zufferey (Vertreter des GS EDK, Nachfolger von R. Galliker) zwei neue Mitglieder ihre Arbeit im Aufsichtsrat übernommen.

27. Basel-Stadt: Erziehungsdepartement reorganisiert

(am) Das baselstädtische Erziehungsdepartement wurde reorganisiert. Es setzt sich neu aus den Bereichen Bildung (a), Jugend, Familie und Sport (b) und Zentrale Dienste (c) zusammen. Der Bereich Bildung umfasst vom Kindergarten bis zur Universität alle Bildungsstufen. Zu ihm gehört unter anderen die Dienststelle “Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung”.
Mehr zur Verwaltungsreform Basel-Stadt in dieser Medienmitteilung; Webseite Erziehungsdepartement; Webseite der Dienststelle Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung

Inserate, Stelleninserate

28. Inserat: Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

Fördern Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss MAS EHB in Bildungsmanagement (60 ECTS). Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (ehemaliges SIBP) bietet ein berufsbegleitendes (2-6 Jahre) Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an, das zum “Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement” führt. Weitere Informationen auf http://www.mas.ehb-schweiz.ch; Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch, Tel. 031 910 37 57
Inserat

29. Stelleninserat: Leiter/in berufliche Abklärungsstelle 100%

Appisberg ist ein Sozialunternehmen in Männedorf ZH, welches berufliche Abklärung, Ausbildung und Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen im Auftrag der Invalidenversicherung durchführt. Für unsere berufliche Abklärungsstelle (BEFAS) suchen wir auf anfangs Mai 2009 eine/n neue/n Leiter/in BEFAS (100%). Sie führen ein Team, das die von den IV-Stellen zugewiesenen Klienten begleitet, um mit ihnen Möglichkeiten für eine zukünftige (Teil-)Erwerbsfähigkeit zu finden.
Weitere Infos unter www.appisberg.ch und hier

PANORAMA.aktuell 2009-01

6 Jan

6.1.2009
2009-01

PANORAMA.aktuell 2009-01

Liebe Nutzer und Nutzerinnen dieses Newsletters
Willkommen zur ersten Ausgabe des Newsletters PANORAMA.aktuell, Teil des neuen Fachmedienverbunds “PANORAMA” (vgl http://www.panorama.ch) und Nachfolger von “bbaktuell”.
Neu ist u.a. dass der Newsletter in mehreren Versionen erscheint (vgl. Impressum!). Haben Sie die richtige Version erhalten? Wenn Sie eine andere vorziehen, finden sie den nötigen Link im Impressum.
Die PDF-Version können Sie hier herunterladen. Die Version mit den Schwerpunktmeldungen zur Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung erscheint erstmals am 20. Januar.
Vieles am Fachmedienverbund und seinen Teilen ist neu, der Webauftritt noch nicht vollständig. Wenn bei der Einführung die eine oder andere Panne passiert/passiert ist, bitten wir Sie um Verständnis und danken Ihnen für Hinweise über das Kontaktformular
Herausgeber und Redaktion des Fachmedienverbundes PANORAMA

Inhalt

Bildungspolitik

1. Qualitätsentwicklung: BBT startet ein übergreifendes Konzept

2. FR: das Amt für Berufsbildung zertifiziert

3. Forum Bildung: Diskussion versachlichen

Übergänge

4. Lernendenselektion: Instrument gegen Diskriminierung

Berufliche Grundbildung

5. BE und JU: Zusammenarbeit in der Bildung geplant

6. Finanzierung der überbetrieblichen Kurse: Pauschale 2009 angepasst

7. SDK: 25 Integrationsprojekte gefördert

8. Neue Erlasse: Verordnungen für Drucktechnolog/in und Anlageführer/in treten in Kraft

9. Deutschland: Die meisten ausbildungsberechtigten Betriebe bilden auch aus

10. BE: Lehrstellenkonferenz und Lehrstellenbericht 2008

11. Stadt Zürich: Zehn Jahre Unterstützung für Berufsbildner

12. LAP-Datenbank: Beim SDBB zusammengeführt

Weiterbildung

13. Modell F: Neu in WAB abrufbar

14. Weiterbildung: Neue Web-Auftritte

Berufe und Ausbildungen (Sek II)

15. Medizinische Praxisassistent/innen: Ausbildungsplätze in Gefahr

16. FR: Multimedia-Ausbildung wird kantonalisiert

Arbeitsmarkt

17. Bewerbung und Einstieg: Anpassung ist Trumpf

18. Gleichstellungsfreundliche Unternehmen: Keine Zertifizierung

19. Ausländische Erwerbstätige: Jünger, männlicher und meistens angestellt

Arbeitsmarktmassnahmen

20. Arbeitsmarktmassnahmen: Neues Finanzierungsmodell ist umstritten

21. Qualifizierung: Eine Uhr – viele Fähigkeiten

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

22. Ältere Stellensuchende: St Gallen betritt Neuland

23. Job Caddies: Einstieg ins Berufsleben erleichtern

24. Arbeitsqualität: Dank höherem Qualifikationsniveau gestiegen

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

25. Teillohnstellen: Leitfaden erarbeitet

Arbeitsgestaltung / Arbeitszufriedenheit

26. Leistungsfähigkeit: Selbstbewusste Arbeitnehmer arbeiten besser

Personen und Institutionen

27. BL: neuer Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung

Verschiedenes

28. ZH: 22 Millionen für straffällige Jugendliche

Meldungen

Bildungspolitik

1. Qualitätsentwicklung: BBT startet ein übergreifendes Konzept

(am) Gemäss Berufsbildungsgesetz und -verordnung hat der Bund die Qualitätsentwicklung in der Berufsbildung zu fördern, Qualitätsstandards aufzustellen und deren Einhaltung zu überwachen. In der Praxis existiert eine Vielzahl von einschlägigen Konzepten und Instrumenten. Es fehlt aber eine einheitliche Betrachtungsweise der Akteure und ein übergreifendes Konzept. Das BBT hat deshalb das Projekt „Qualität leben“ gestartet. Dabei geht es einerseits um die Erarbeitung eines Leitfadens, andererseits um das Auslösen eines Prozesses mit und bei allen relevanten Partnern. Der Leitfaden soll voraussichtlich Ende 2009 vorliegen.
Nähere Information: http://www.edudoc.ch/record/30386

2. FR: das Amt für Berufsbildung zertifiziert

(jf) Das Amt für Berufsbildung Freiburg wurde am 11. Dezember 2008 mit der Zertifizierung ISO 9001 ausgezeichnet. Man hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um die Leistungen zu verbessern und sich der Qualitätssicherung der Privatwirtschaft anzunähern. Das Qualitätsmanagement-System betrifft die Bereiche der Entwicklung, Aufsicht, Betreuung und Finanzierung der beruflichen Grundbildung sowie der höheren Berufsbildung und berufsorientierten Weiterbildung.
Medienmitteilung (F/D): http://www.edudoc.ch/record/30387
Weitere Auskünfte: Fritz Winkelmann, mailto: Winkelmannf@edufr.ch

3. Forum Bildung: Diskussion versachlichen

(df) Anfang November 2008 wurde ein neues “Forum Bildung” der Öffentlichkeit vorgestellt. Es will “zukunftsweisende Verbesserungen im Bildungswesen aus einer ganzheitlichen Sicht heraus” vorantreiben. Anhand nationaler und internationaler Best-Practice-Beispiele will das Forum aufzeigen, welche Entwicklungen Erfolg versprechen. Das Forum wird sich auch Themen der Sekundarstufe II annehmen. Präsidiert wird es von Jürgen Oelkers, Carolina Müller-Möhl, Ernst Buschor und Christian Haltner. Es ist vorerst nur in der deutschen Schweiz aktiv.
Mehr: http://www.forumbildung.ch/

Übergänge

4. Lernendenselektion: Instrument gegen Diskriminierung

(jf) Travail.Suisse und KV Schweiz haben mit http://www.zukunftstattherkunft.ch ein neues Instrument entwickelt, mit dem Lehrbetriebe einfach und mit wenig Aufwand sicherstellen können, dass sie Jugendliche ausländischer Herkunft bei der Lehrlingsselektion nicht diskriminieren. Beide Organisationen fordern Bund und Kantone auf, in ihren Verwaltungen und Betrieben eine Quote von mindestens 25% an Lehrverträgen mit Jugendlichen ausländischer Herkunft anzustreben.
Pressemitteilung: http://www.edudoc.ch/record/30116
Mehr: http://zukunftstattherkunft.ch

Berufliche Grundbildung

5. BE und JU: Zusammenarbeit in der Bildung geplant

(jf) Die Kantone Bern und Jura klären ab, ob sie auf der Sekundarstufe II ein gemeinsames interjurassisches Ausbildungsangebot auf die Beine stellen könnten. Dazu wird eine paritätisch zusammengesetzte Arbeitsgruppe eingesetzt, die bis im Frühling 2009 einen entsprechenden Bericht abliefern wird.
Medienmitteilungen der beiden Kantone: http://www.edudoc.ch/record/30388 und http://www.edudoc.ch/record/30389 (beide Dokumente französisch)

6. Finanzierung der überbetrieblichen Kurse: Pauschale 2009 angepasst

(jf) Die Liste der Pauschalen 2009 wurde von der SBBK angepasst. Das Dokument wird ab Anfang Januar 2009 auf der Webseite http://www.sbbk.ch > Empfehlungen abrufbar. Die üK-Pauschalen werden im Jahre 2009 gründlich überarbeitet.
Information: Jean-Daniel Zufferey, SBBK-Geschäftsführer, mailto:zufferey@edk.ch

7. SDK: 25 Integrationsprojekte gefördert

(SDK) Die Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen hat im Jahr 2008 im Auftrag der Hirschmann-Stiftung 25 Integrationsprojekte an Berufsfachschulen aller Richtungen gefördert. Dafür hat sie rund 250’000 Franken ausgegeben. Projektanträge werden auch für 2009 entgegengenommen. Weitere Informationen und publizierte Projektberichte unter http://www.integration-berufsfachschulen.ch
Infos: Werner Roggenkemper, Projektleiter werner.roggenkemper@bwz-rappi.ch

8. Neue Erlasse: Verordnungen für Drucktechnolog/in und Anlageführer/in treten in Kraft

(am) Die Verordnung über die berufliche Grundbildung Drucktechnolog/in EFZ ist auf den 1. Januar 2009 in Kraft gesetzt worden. Auf den 1. Februar 2009 tirtt jene für Anlageführer/in EFZ in Kraft.
Unterlagen später unter http://www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung/00470/

Verordnung über die berufliche Grundbildung für Geomatiker/in EFZ und der Bildungsplan sind in die Vernehmlassung geschickt worden. Stellungnahmen müssen dem BBT bis am 15. März zugestellt werden.
Unterlagen unter http://www.bbt.admin.ch/aktuell/vernehmlassung

9. Deutschland: Die meisten ausbildungsberechtigten Betriebe bilden auch aus

(df) Fast 80 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe in Deutschland haben sich im Zeitraum 2001 bis 2007 an der Ausbildung von Jugendlichen beteiligt, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dieser Anteil sei weitaus höher, als aus einer jährlichen Betrachtungsweise hervorgehe. 2007 bildete zum Beispiel nur jeder zweite Betrieb mit Ausbildungsberechtigung auch aus. Es gehe deshalb darum, die Betriebe zu motivieren, stetiger auszubilden, folgert das IAB.
http://www.foraus.de/web.select/news/showarticle/3113

10. BE: Lehrstellenkonferenz und Lehrstellenbericht 2008

(jf) Mit dem Lehrstellenbericht 2008 legt der Kanton Bern zum zweiten Mal eine Gesamtschau zur Lehrstellensituation und zur Jugendarbeitslosigkeit vor. Der Bericht zeichnet ein vorwiegend positives Bild. Handlungsbedarf besteht bei der Nachwuchssicherung und bei der beruflichen Integration von Sozialhilfe empfangenden Jugendlichen.
Mehr Informationen im Bericht (D/F): http://www.erz.be.ch/lehrstellenbericht oder http://www.edudoc.ch/record/30121
Kurzfassung im Berufsbildungsbrief Nr. 3/2008 (http://www.erz.be.ch/site/index/fachportal-bildung/fb-berufsbildung/fb-berufsbildung-lehrbetriebe/fb-berufsbildung-berufsbildungsbrief.htm)

11. Stadt Zürich: Zehn Jahre Unterstützung für Berufsbildner

(am) Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sehen sich immer wieder mit Jugendlichen konfrontiert, die nicht motiviert sind, häufig fehlen oder Drogen konsumieren. Seit zehn Jahren bietet die Jugendberatung, ein Angebot der Sozialen Dienste Stadt Zürich, deshalb den Kurs “Krisen in der Lehre – Früherkennung und Bewältigung” an. Berufsbildner werden im Umgang mit Lernenden in Krisensituationen gestärkt und werden über die Angebote der Jugendberatung informiert.
Mehr: http://www.edudoc.ch/record/30122

12. LAP-Datenbank: Beim SDBB zusammengeführt

(wt) Die Datenbank für die zentralen Teile der betrieblichen Lehrabschlussprüfung der kaufmännischen Grundbildung (NKG-Datenbank) und die Datenbank für die Berufe des Detailhandels sind seit dem 1. November 2008 Teil der berufsübergreifenden Datenbank DBLAP. Diese wird vom Schweizerischen Dienstleistungszentrum Berufsbildung | Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (SDBB) betrieben. Gegenwärtig wird die Aufnahme weiterer Berufe für das Qualifikationsverfahren 2010 geplant.
Mehr über die DBLAP: http://www.edudoc.ch/record/30390
Infos: Matthias Bürki, mailto:matthias.buerki@sdbb.ch

Weiterbildung

13. Modell F: Neu in WAB abrufbar

(bs) Ab 1. Februar 2009 können von Modell F zertifizierte Bildungsgänge neu auch über die Weiterbildungsdatenbank WAB (http://www.berufsberatung.ch/weiterbildung) abgerufen werden. Über 125 Bildungs- und Studiengänge im Tertiär- und Quartärbereich können mit Modell F absolviert werden. Modell F ist ein Standard, der es ermöglicht, in unterschiedlichsten Lebenssituationen und mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Unterbrüchen anerkannte Bildungsabschlüsse zu erwerben. Getragen wird das Projekt von Alliance F, dem Bund Schweizerischer Frauenorganisationen, die Zertifizierung erfolgt durch das Institut für Qualitätsmanagement und angewandte Betriebswirtschaft der Hochschule für Angewandte Wissenschaften FHS St. Gallen. Weitere Informationen unter http://www.modellf.ch

14. Weiterbildung: Neue Web-Auftritte

(wt) Die Plattform seminare.ch mit rund 30’000 Aus- und Weiterbildungsangeboten hat den Internetauftritt überarbeitet: http://www.seminare.ch .
Mehr: http://www.edudoc.ch/record/30400

In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB hat Examedia die erste Web 2.0 Plattform zum Thema “Weiterbildung in der Schweiz” lanciert. Im Community-Bereich veröffentlichen an Weiterbildung interessierte Personen Meinungen und Fragen. Ein persönlicher “Kursradar” vernetzt Leute mit ähnlichen Weiterbildungsinteressen: http://www.weiterbildung.ch

Berufe und Ausbildungen (Sek II)

15. Medizinische Praxisassistent/innen: Ausbildungsplätze in Gefahr

(jf) Das Eidg. Departement des Innern und das Bundesamt für Gesundheit BAG beabsichtigen, die Tarife für medizinische Analysen zu senken. Dieses Projekt betrifft auch die Berufsbildung. Die neuen Tarife hätten vermutlich zur Folge, dass die Laborarbeiten künftig an Grosslabors ausgelagert würden, schreibt die EDK in einem Brief an das BAG. Damit würde ein Teil der Aufgaben der medizinischen Praxisassistent/innen wegfallen. Der Beruf würde an Attraktivität verlieren und Arbeitsplätze wären gefährdet. Die EDK ersucht die zuständigen Bundesstellen, die Aspekte der Ausbildung bei ihren Entscheiden zu berücksichtigen.
Brief der EDK im Wortlaut: http://www.edudoc.ch/record/30125

16. FR: Multimedia-Ausbildung wird kantonalisiert

(jf) Am 3. Dezember 2008 hat der Freiburger Grosse Rat einstimmig beschlossen, ein Gebäude der Schule für Multimedia und Kunst Freiburg (EMAF) zu kaufen. Die von der Schule erteilte Ausbildung in Multimediagestaltung wird gleichzeitig verstaatlicht. Der Kanton Freiburg übernimmt neben der Einrichtung auch das Personal der EMAF, sofern es über die nötigen Qualifikationen verfügt.
Infos: Fritz Winkelmann, Leiter des Berufsbildungsamtes, mailto:WinkelmannF@edufr.ch
Botschaft an den Grossen Rat (Französisch-Deutsch): http://www.edudoc.ch/record/30127
Pressemitteilung: http://www.edudoc.ch/record/30126

Arbeitsmarkt

17. Bewerbung und Einstieg: Anpassung ist Trumpf

(vm) Persönliche Kompetenzen sind im Bewerbungsprozess sowie während der ersten Monate einer Anstellung ebenso wichtig wie Fachkenntnisse. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Untersuchung des Personaldienstleisters Robert Half bei über 6’000 Personal- und Finanzmanagern. In der Schweiz steht die Anpassungsfähigkeit der neuen Mitarbeitenden mit 37% der Nennungen an erster Stelle, gefolgt von Branchenwissen (22%) und Fremdsprachenkenntnissen (20%).
Generell wird von neuen Mitarbeitenden erwartet, dass sie sich an die Unternehmenskultur anpassen und bei Bedarf Unterstützung einholen. Pressemitteilung unter http://www.edudoc.ch/record/30359

18. Gleichstellungsfreundliche Unternehmen: Keine Zertifizierung

(sre) Der Bundesrat hat beschlossen, auf eine Zertifizierung von gleichstellungsfreundlichen Unternehmen zu verzichten. In einem Bericht hält er fest, Labels seien in erster Linie eine Angelegenheit der Privatwirtschaft. Zu den bisher eingesetzten Instrumenten zur Gleichstellungsförderung gehört u. a. das Label Equal Salary, welches den Betrieben eine Methode zur Überprüfung der Lohngleichheit bietet.
Medienmitteilung unter http://www.edudoc.ch/record/30392 und Bericht unter http://www.edudoc.ch/record/30393

19. Ausländische Erwerbstätige: Jünger, männlicher und meistens angestellt

(sre) Mitte 2007 zählte die Schweiz 1,158 Millionen ausländische Erwerbstätige. Über ein Viertel der Erwerbstätigen stammt somit aus dem Ausland. Die ausländischen Arbeitskräfte unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von derjenigen der Schweizer: Sie sind männlicher, jünger, fast ausschliesslich angestellt und arbeiten überdurchschnittlich häufig im zweiten Sektor. Das zweite Kapitel des BFS-Berichts „Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz“, der Ende 2008 publiziert wurde, widmet sich Arbeitsmarkt- und Bildungsthemen.
Bericht unter http://www.edudoc.ch/record/30396

Arbeitsmarktmassnahmen

20. Arbeitsmarktmassnahmen: Neues Finanzierungsmodell ist umstritten

(vm) Die Finanzierung der Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) ist ab 1. Januar 2009 neu geregelt. Bisher entrichtete die Arbeitslosenkasse für AMM 3’500 Franken je stellensuchende Person und Jahr. Neu wird die Entschädigung abgestuft. Bei einer kantonalen Stellensuchendenquote von maximal 1,2% bezahlt die ALV wie bisher 3’500 Franken, bei einer Quote zwischen 1,2% und 4% sind es 2’800 Franken und bei einer Quote von über 4% liegt der Betrag bei 1’700 Franken. Das degressive Modell, welches zur Sanierung des ALV-Fonds beiträgt, ist stark umstritten, wie fünf Stellungnahmen von staatlicher Seite, von Organisationen und aus dem eidgenössischen Parlament zeigen.
Stellungnahmen unter http://www.edudoc.ch/record/30401

21. Qualifizierung: Eine Uhr – viele Fähigkeiten

(vm) Erstmals haben Teilnehmende einer Arbeitsmarktmassnahme (AMM) eine Chronometer-Uhr entwickelt. Alle Arbeitsschritte von der Planung, Konstruktion, Produktion, Montage bis hin zu Marketing und Vertrieb wurden im Rahmen von „Espace Formation Emploi Jura (EFEJ)” durchgeführt. Das einzigartige Experiment ermöglichte es, zahlreiche Fähigkeiten zu vermitteln, welche auf dem regionalen Arbeitsmarkt gefragt sind. Zudem stärkte die Herstellung eines marktgerechten, qualitativ hochstehenden Produktes die Motivation und das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden. Mehrere Unternehmen aus dem Kanton Jura haben das Projekt begleitet.
Pressemitteilung unter http://www.edudoc.ch/record/30358 (nur französisch)

Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden

22. Ältere Stellensuchende: St Gallen betritt Neuland

(vm) Unter dem Titel „Vermittlung 50+“ hat das Amt für Arbeit (AfA) des Kantons St. Gallen ein in der Schweiz neuartiges Pilotprojekt lanciert. Schwer vermittelbare, über 50 Jahre alte Stellensuchende werden von ausgewählten privaten Arbeitsvermittlern betreut. Kommt es zu einer unbefristeten und nachhaltigen (mindestens sechs Monate dauernden) Anstellung, erhält der Personaldienstleister eine Prämie von maximal 6’500 Franken. Wenn nicht, wird er mit einer Pauschale von 500 Franken entschädigt. Im Sommer 2009 wird das AfA den Pilotversuch auswerten.
Flyer zu „Vermittlung 50+“ unter http://www.edudoc.ch/record/30356 und Konzeptbericht unter http://www.edudoc.ch/record/30357

23. Job Caddies: Einstieg ins Berufsleben erleichtern

(vm) Lehrabbrüche und Schwierigkeiten beim Einstieg ins Berufsleben sind gemäss SECO die grössten Stolpersteine bei der beruflichen Integration junger Erwachsener. Mit dem Pilotprojekt Job Caddie will die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) Jugendlichen in der heiklen Übergangsphase helfen. Sie stellt ihnen einen sogenannten Job Caddie zur Verfügung. Diese Ansprechperson beruft unter den beteiligten Akteuren (z.B. Lehrmeister, Eltern, Sozialstellen usw.) eine Konferenz ein oder nimmt während mehrerer Monate eine Mentoring-Funktion wahr. Job Caddies sind in der Regel über 50-jährige, ehrenamtlich tätige Fach- und Führungskräfte.
Mehr Informationen unter http://www.jobcaddie.ch

24. Arbeitsqualität: Dank höherem Qualifikationsniveau gestiegen

(df) Zwischen 1991 und 2006 stellte die Schweizer Wirtschaft zunehmend qualifizierte Arbeitskräfte ein. Gemäss Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik verbesserte sich damit auch die Arbeitsqualität (durchschnittlich +0,36% pro Jahr). Diese Entwicklung lässt sich vor allem durch die anhaltende Erhöhung des Ausbildungsniveaus in der Schweiz erklären.
Mehr: http://www.edudoc.ch/record/30142

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

25. Teillohnstellen: Leitfaden erarbeitet

(vm) Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (ZHAW) und die K.M. Marketing AG haben einen Leitfaden für Teillohnstellen erarbeitet. Ziel dieses Arbeitsinstrumentes ist es, Langzeitarbeitslose, welche Sozialhilfe beziehen, in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und dadurch die Sozialkosten zu senken.
Der Leitfaden zeigt auf, welche Faktoren für eine erfolgreiche Integration wesentlich sind. Teillohnstellen sind für Arbeitskräfte vorgesehen, welche zu 80% bis 100% arbeitsfähig sind, jedoch nur eine reduzierte Leistung erbringen können.
Leitfaden unter http://www.edudoc.ch/record/30353 und Schlussbericht unter http://www.edudoc.ch/record/30354

Arbeitsgestaltung / Arbeitszufriedenheit

26. Leistungsfähigkeit: Selbstbewusste Arbeitnehmer arbeiten besser

(vm) Je selbstbewusster Arbeitnehmende sind, desto grösser sind ihre Belastbarkeit, ihre Fähigkeit sich an Unvorhergesehenes anzupassen und ihr emotionales Gleichgewicht. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des internationalen Trainings- und Coaching-Unternehmens Krauthammer betont im Weiteren, was Arbeitnehmende von ihren Unternehmen in erster Linie wünschen: Die Menschen und die sozialen Auswirkungen von Entscheiden sollen stärker gewichtet werden als Anteilseigner und finanzieller Erfolg.
Vollständige Studie unter http://www.edudoc.ch/record/30351

Personen und Institutionen

27. BL: neuer Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung

(jf) Hanspeter Hauenstein wird neuer Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung der Baselbieter Bildungsdirektion. Der Regierungsrat hat die Ernennung des bisherigen Stellvertreters des Amtsleiters AfBB bestätigt. Hanspeter Hauenstein wird als Nachfolger von Niklaus Gruntz sein Amt am 1. März 2009 antreten.
Medienmitteilung: http://www.edudoc.ch/record/30398

Verschiedenes

28. ZH: 22 Millionen für straffällige Jugendliche

(wt) Die Zahl der straffälligen Kinder und Jugendlichen in ambulanten oder stationären Massnahmen im Kanton Zürich lag 2005 bei 518, 2006 bei 487 und 2007 bei 632. Das Alter der Betroffenen lag zwischen 8 und 23 Jahren. Die Kosten für die Massnahmen stiegen in dieser Zeit von 18.7 auf rund 22 Millionen Franken pro Jahr. Dies ist der Antwort des Regierungsrats auf eine Anfrage aus dem Kantonsrat zu entnehmen.
Antwort des Regierungsrats: http://www.edudoc.ch/record/30129

Impressum

Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT..Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung/Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT…Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung /Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB und Bundesamt für Berufsbildung und Technolgie BBT..Herausgeber: Schweizerisches Dienstleistungszentrum. Mitarbeitende: Mitarbeitende: Jacques Amos (ja), Brigitte Schneiter (bs), Josette Fallet (jf), Coralia Gentile (cg), Daniel Fleischmann (df), Andreas Minder (am), Viktor Moser (vm), Pierre-Yves Puippe (py), Sara Reist (sre), Brigitte Schneiter (bs), Emil Wettstein (wt), verantwortlich für diese Ausgabe: Emil Wettstein
Mitglieder Steuergruppe: Daniel Duttweiler, BBT; Geneviève Robert, SECO, Yvonne-Marie Ruedin, CRFP, Heinz Staufer, SDBB (Vorsitz); Jean-Daniel Zufferey, SBBK
Übersetzung: Josette Fallet (f-d) et Rosmarie Hofmann (d-f)

Newsletter bbaktuell.ch (Ausgabe 230 / 09.12.2008)

12 Dez
Die grafisch gestaltete PDF-Version von bbaktuell finden Sie unter www.bbaktuell.ch/pdf/bbaktuell230.pdf , den aktuellen Veranstaltungskalender unter www.bbaktuell.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf

Dies ist der letzte Newsletter unter dem Namen bbaktuell. Nächstes Jahr erscheint er unter dem Namen PANORAMA.aktuell. Neu werden die Meldungen aus den drei Bereichen Berufsbildung, Arbeitsmarkt sowie Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung in drei Ausgaben erscheinen. Sie werden nächste Woche ein Mail erhalten, in dem Sie angeben können, welche/n der drei Newsletter Sie künftig erhalten möchten.

Top News

1. Nationale Lehrstellenkonferenz diskutiert Fachkräftemangel

df. Die Lehrstellensituation hat sich nach Auffassung des BBT erfreulich entwickelt. Verglichen mit den Hochrechnungen des letzten Jahres stieg das Lehrstellenangebot um 11%. Anlass zu neuer Sorge geben diverse Anzeichen eines Fachkräftemangels. An der 4. nationalen Lehrstellenkonferenz haben Bundesrätin Doris Leuthard, Vertreter der Kantone und der Organisationen der Arbeitswelt dieses Thema diskutiert und die Einrichtung eines “Frühwarnsystems” beschlossen. Die Zeitschrift Panorama wird im Februar 2009 auf das Thema eingehen.
Mehr: www.bbt.admin.ch/index.html?lang=de oder www.bbaktuell.ch/pdf/bba4943a.pdf sowie www.bbaktuell.ch/pdf/bba4943b.pdf

Bund

2. BBT schliesst Leistungsauftrag mit SwissSkills ab

df. Das BBT hat einen Leistungsauftrag mit SwissSkills (künftiger Name für Swisscompetence) abgeschlossen. Die Organisation erhält damit eine verbindlichere Grundlage für ihr Engagement für die Schweizer Berufsmeisterschaften, die Europameisterschaften und die Weltmeisterschaften. SwissSkills wird auch für die Organisation des “Tags der Berufsbildung” verantwortlich sein.
Seit Oktober wird die Organisation von Ueli Müller (bisher Geschäftsführer Hotel und Gastro Union) geführt. Der Förderverein von SwissSkills hat mit Armin Lutz, Leiter Marktkommunikation beim Stahl- und Eisenwarengrosshändler Debrunner Koenig, ebenfalls einen neuen Leiter.
Mehr: www.support4skills.ch

3. Bundesverwaltung möchte vermehrt zweijährige Grundbildungen anbieten

df. Die Bundesverwaltung möchte vermehrt zweijährige Grundbildungen anbieten. Dies geht aus einer Mitteilung des Finanzdepartements hervor. Der Bund bietet derzeit 972 Ausbildungsplätze an – 855 Lehrstellen und 117 Ausbildungsplätze für Berufs- und BMS-Praktikanten und -Praktikantinnen. Damit erreicht er eine Ausbildungsquote von 4,3%. 2006 hatte die Quote noch 3,4% betragen. Ab Januar 2010 wird ausserdem die gesamte Aus- und Weiterbildung in der Bundesverwaltung neu organisiert und ausgestaltet.
Mehr: www.efd.admin.ch/00468/index.html?msg-id=22299&lang=de oder www.bbaktuell.ch/pdf/bba4872a.pdf und www.efd.admin.ch/00468/index.html?msg-id=23640&lang=de ; vgl. zudem www.bbaktuell.ch/pdf/bba1850.pdf

4. Kursangebot: Projektmanagement für Projektverantwortliche

BBT. Das Konzipieren, Eingeben, Durchführen und Abschliessen von Projekten ist eine Herausforderung. Die drei Bundesstellen EBGB (Eidgenössisches Büro für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung), FRB (Fachstelle für Rassismusbekämpfung) und BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) bieten daher ein modular aufgebautes Kursangebot an, um potenzielle und aktuelle Projektpartner zu unterstützen. Ebenfalls soll der Austausch und die Vernetzung unter den Projekteingebenden und Projektleitenden gefördert werden.
Mehr: www.edi.admin.ch/frb/index.html

Von Berufen und Verbänden

5. Zukunft Handelsmittelschulen: Gesamtpaket verabschiedet

df. Die Steuergruppe des Projekts “Zukunft der Handelsmittelschulen” hat am 4. Dezember 2008 die Richtlinien für die Organisation der beruflichen Grundbildung und des Qualifikationsverfahrens Kauffrau/Kaufmann und den Standardlehrplan Bildung in beruflicher Praxis für Handelsmittelschulen genehmigt (vgl. bbaktuell 220). Sobald die Unterlagen dreisprachig vorliegen, wird das Konsultationsverfahren eröffnet und auf www.zukunfthms.ch publiziert. Damit ist ein wichtiger Zwischenschritt im Projekt erreicht. Für bbaktuell beschreibt Projektleiterin Judith Renner-Bach die Details.
www.bbaktuell.ch/pdf/bba4926a.pdf

6. BE: 2-jährige berufliche Grundbildung EBA evaluiert

ao. Im Kanton Bern wurden Daten über die ersten abgeschlossenen Grundbildungen EBA zusammengestellt und kommentiert: Erhoben wurden unter anderem Beginn, Verlauf und Abschluss der Ausbildungen. Grundsätzlich erscheint die Entwicklung positiv, je nach Beruf sind jedoch grosse Unterschiede festzustellen, sei es hinsichtlich der Vertragsauflösungen, der Erfolgsquote bei den Abschlussprüfungen oder der Eintritte in eine verkürzte Grundbildung EFZ.
Bericht: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4928a.pdf

7. KBSB: Nun führt Jean-Daniel Zufferey das Sekretariat

df. Das Sekretariat der EDK-Fachkonferenz Berufsbildung (SBBK) führt seit 1. September 2008 auch das Sekretariat der Schweizerischen Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatung (KBSB). Es erhält dafür 30 Stellenprozente, in die sich Jean-Daniel Zufferey mit 20% und Diana Hausammann mit 10% teilen. Die Zusammenarbeit erlaubt eine verbesserte Koordination der beiden EDK-Fachkonferenzen SBBK und KBSB. Das Pflichtenheft des Sekretariats wird in den Statuten der KBSB beschrieben.
Statuten KBSB: www.edk.ch/dyn/11670.php

8. Validierung: Austausch unter den Kantonen sichergestellt

df. Die Validierung von Bildungsleistungen wird auch langfristig nur bei einer kleinen Gruppe von Berufen möglich sein. Diese Einschätzung macht Beat Schuler, Präsident der neuen Konferenz “Validierung von Bildungsleistungen in der deutschen Schweiz” im Gespräch mit bbaktuell. Die Konferenz sorgt für den Informationsaustausch unter den Kantonen, die sich in die neue Aufgabe teilen. Das Projekt Validierung von Bildungsleistungen befindet sich bis 2010 in Erprobung. Die Einführung in den Kantonen soll 2012 abgeschlossen sein.
Interview: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4948a.pdf

9. Neue Bildungsverordnungen in den verschiedensten Fachgebieten

ao. Folgende neuen Grundbildungsverordnungen treten am 1. Januar 2009 in Kraft: Hufschmied/in EFZ; Agrarpraktiker/in EBA; Buchhändler/in EFZ; Kunststoffverarbeiter/in EBA. Die Texte der Verordnungen finden sich später unter: www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung/00470/
Verordnungen und Bildungspläne für die Grundbildung Polydesigner/in 3D EFZ, für das Berufsfeld “Steinbearbeitung” sowie Geomatiker sind in die Vernehmlassung geschickt worden. Fristen: 2. bzw. 14. resp. 15. März 2009. Unterlagen unter www.bbt.admin.ch/aktuell/vernehmlassung

Nahtstellen

10. Motivationssemester: Die Vielfalt soll bleiben

vm. “Junge Menschen, die schulisch schwach und sozial belastet sind, wird es auch in Zukunft geben.” Bernhard Bächinger, der neue Deutschschweizer Koordinator für Motivationssemester, ist überzeugt, dass diese Programme weiterhin ein wichtiges Angebot sein werden. Im Gespräch mit bbaktuell spricht er sich für eine bessere Vernetzung mit kantonalen Brückenangeboten aus. Einen hohen Stellenwert hat für ihn auch die Vielfalt an Konzepten, denn “es braucht Arbeits- und Übungsplätze im ersten Arbeitsmarkt ebenso wie geschützte Lernorte.” Gerade deshalb, so Bächinger, gelte es die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Anbietern zu intensivieren.
Interview mit Bernhard Bächinger: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4954a.pdf

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

11. Prüfungsordnungen: Verkaufsleitung, Berater/in Atembehinderung

Folgende Entwürfe für Prüfungsordnungen wurden eingereicht:
Höhere Fachprüfung Diplomierter Verkaufsleiter/Diplomierte Verkaufsleiterin (19.11.08)
Berufsprüfung Berater/in für Atembehinderungen und Tuberkulose mit eidgenössischem Fachausweis (25.11.08)
Die Entwürfe können beim BBT bezogen werden. Einsprachen sind innert 30 Tagen möglich.

Kantone

12. Projekt LOK: Höhere Qualität dank Zusammenarbeit

ao. Das Berufsbildungsgesetz verlangt eine enge Zusammenarbeit zwischen den Anbietern der praktischen Bildung (Betriebe), der schulischen Bildung (Berufsfachschulen) und den überbetrieblichen Kursen (Organisationen der Arbeitswelt). Deshalb werden die Zentralschweizer Kantone – mitfinanziert vom Bund – gemeinsam das Projekt LOK (Lernortkooperation) durchführen. Es sollen Instrumente für die bessere Lernortkooperation entwickelt werden. Das Projekt startet am 1. Januar 2009. Projektleiter ist Emil Widmer, betrieblicher Ausbildungsberater bei der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung Luzern.
Infos: Emil Widmer, 041 228 52 33, emil.widmer@lu.ch

13. AG: Viele Jugendliche gehen direkt in eine berufliche Grundbildung

df. Im Kanton Aargau wechselten 2008 20% der Schulabgänger/innen direkt an eine Mittelschule, 54% begannen nahtlos eine Ausbildung in einem Lehrbetrieb (in der gesamten Schweiz lagen die entsprechenden Werte im Jahr 2007 bei 27% bzw. 44%). Diese Angaben sind einer Befragung zur Situation der Schulabgängerinnen und -abgänger im Kanton Aargau (STEP I 2008) zu entnehmen. Die Untersuchung belegt auch die bekannten Geschlechter- und Migrationseffekte: Männliche Jugendliche stehen häufiger ohne Anschlusslösung da als weibliche; Migrant/innen haben weniger Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen.
Mehr: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4884a.pdf ; Zahlen ganze Schweiz: www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/02/key/ind5.indicator.50310.513.html

14. FR: Innert zehn Jahren 40% mehr Lernende

jf. Wie viele andere Kantone stellt Freiburg für das Jahr 2008 eine Zunahme der Anzahl Lernender fest (+ 454 bzw. 6% gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt absolvieren 8’020 Personen eine Berufsausbildung. Das sind 40% mehr als vor zehn Jahren. In einer Pressemitteilung kommentiert das Amt für Berufsbildung die Situation von den Brückenangeboten bis zu den Abschlussprüfungen.
Unterlagen deutsch-französisch: www.afpr.ch/pdf/afpr4955a.pdf

In eigener Sache

15. Annemarie Abbondio bei 230 Ausgaben von bbaktuell dabei

Die erste Ausgabe dieses Newsletters erschien 1999. Heute erscheint die 230. und letzte Ausgabe. Von der ersten bis zur letzten Ausgabe war Annemarie Abbondio dabei. Sie war mitverantwortlich für den “DBK-Mediendienst” aus dem der Newsletter hervorgegangen ist, sie hat ein Netz von Informationsverantwortlichen bei den kantonalen Berufsbildungsämtern der Deutschschweiz aufgebaut, sie hat Meldungen verfasst, übersetzt, korrigiert. Sie ist mitverantwortlich für den Erfolg des Newsletters, der heute gegen 10’000 Leserinnen und Leser haben dürfte.
Die letzte Ausgabe fällt zufälligerweise mit der letzten Arbeitswoche von Annemarie zusammen. Wir danken ihr herzlich für Ihre Arbeit und wünschen ihr Alles Gute in der neuen Lebensphase.
Auch der Newsletter tritt in eine neue Phase – wir haben es bereits mitgeteilt: Nach den Festtagen erscheint die erste Ausgabe von “PANORAMA.aktuell”, in neuer Aufmachung und in verschiedenen Versionen. Wir werden Sie, sehr geehrte Leserinnen und Leser, nächste Woche darum bitten, die gewünschte Version zu wählen.
Für Redaktion und Produktion
Emil Wettstein

Inserate

16. Handbuch Kompetenzen

Das Handbuch Kompetenzen des hep verlag wird neuesten pädagogischen und didaktischen Erkenntnissen gerecht, es fokussiert die Förderung überfachlicher Kompetenzen als zentraler Aspekt heutiger Bildung. Das Handbuch bietet den Lernenden Hilfe und Unterstützung in den Bereichen Selbst- und Sozialkompetenz sowie Methoden- und Sprachkompetenz. Weitere Informationen unter www.hep-verlag.ch oder www.bbaktuell.ch/pdf/bba4959a.pdf

17. Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement

Bringen Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss MAS EHB in Bildungsmanagement (60 ECTS), MAS LIB oder MAS IFM voran. Das EHB bietet ein berufbegleitendes (2-6 Jahre) Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an, das zum “Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement” führt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.mas.ehb-schweiz.ch ;
Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch, Tel. 031 910 37 57
Mehr: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4961a.pdf

Stelleninserate

18. Einführung des Case Managements Berufsbildung: Leitungsposition (100%) und Fachleute (60-100%) gesucht

Der Kanton Aargau führt per Frühjahr 2009 das Case Management Berufsbildung ein. Die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule des Departements Bildung, Kultur und Sport sucht nach Vereinbarung eine/einen Leiter/in Fachstelle Case Management Berufsbildung sowie mehrere Case Managerinnen / Case Manager Berufsbildung.
Die detaillierten Stelleninserate finden Sie auf der Homepage www.ag.ch

19. Rektorin/Rektor (Pensum 60%)

Auf Beginn des Schuljahres 2009/10 sucht die Berufsfachschule in Davos Platz eine/einen Rektorin/Rektor bzw. eine Schulleiterin oder Schulleiter (Pensum 60%). Das Arbeitspensum kann durch Übernahme von Lektionen auf 100% aufgestockt werden.
Gesucht wird eine kommunikative, zielorientierte und initiative Persönlichkeit. Nebst Führungs‐ und Unterrichtserfahrung wird ein abgeschlossenes Universitätsstudium mit Diplom für das höhere Lehramt oder eine gleichwertige Ausbildung erwartet. Für Fragen steht Robert Ambühl, Schulratspräsident, Tel. 079 261 55 58, zur Verfügung.
Detaillierte Stellenausschreibung: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4958a.pdf

20. BL: Berufs- und Laufbahnberater/in

Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Basel-Landschaft sucht für die Berufs- und Studienberatung Bottmingen per 1. April 2009 oder nach Vereinbarung eine/n Berufs- und Laufbahnberater/in (Beschäftigungsgrad 80%). Gesucht wird eine initiative, belastbare Persönlichkeit mit einer vom Bund anerkannten Fachausbildung in Berufs- und Laufbahnberatung, einem Hochschulabschluss oder einer gleichwertigen Ausbildung mit Beratungserfahrung.
Für weitere Auskünfte steht Ihnen der Leiter der Berufs- und Studienberatung Bottmingen, Roger Frei, unter Telefon 061 426 66 61 gerne zur Verfügung.
Detaillierte Stellenausschreibung: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4957a.pdf

21. SO: Berufs- und Laufbahnberater/in

Für das Team der Berufs- und Studienberatung in Olten wird ein/e Berufs- und Laufbahnberater/in gesucht, idealerweise 100%-Pensum. Die Besetzung der Stelle mit Teilzeitpensen ist möglich. Erwartet wird eine abgeschlossene oder fortgeschrittene Ausbildung in Berufs- und Laufbahnberatung, Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, selbständiges und unternehmerisches Denken und Handeln. Stellenantritt per 1. März 2009 oder nach Vereinbarung.
Auskünfte erteilt Stellenleiter Pius Blümli, Telefon 062 311 28 00, pius.bluemli@dbk.so.ch.
Detaillierte Stellenauschreibung: www.bbaktuell.ch/pdf/bba4960a.pdf

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